AB: Globale Aktien und zentrale Risiken

Schlagworte: , , ,
US- und europäische Aktien entwickelten sich überdurchschnittlich, während die Aktienkurse in Japan und China fielen.

Globale Aktien legten im zweiten Quartal zu, doch es war eine holprige Fahrt. Die Ertragszahlen werden nun Aufschluss darüber geben, wie
die Unternehmen mit den zunehmenden Herausforderungen, vom Handelskrieg bis hin
zu den globalen Wachstumssorgen, zurechtkommen. Daraus können Anleger ableiten,
wie sie sich positionieren sollten.

US- und europäische Aktien entwickelten sich überdurchschnittlich,
während die Aktienkurse in Japan und China fielen (Abbildung). Finanztitel und
zyklische Werte schnitten am besten ab. Substanzwerte blieben hinter
Wachstumsaktien zurück. Der MSCI World Index beendete das Quartal mit einem
Plus von 3,6% und legte in der ersten Jahreshälfte um 16,7% in Lokalwährungen
zu.

Globale Risiken
Globale Risiken
Globale Risiken

Warum sind die Märkte so volatil?

Die Kurse haben trotz der soliden Gewinne im ersten Halbjahr stark
geschwankt. Nach hohen Kursgewinnen in den ersten vier Monaten des
Jahres 2019 kam es im Mai zu einem massiven Rückgang, da die
Handelssorgen erneut die Stimmung an den
Börsen eintrübten. Die Volatilität an den Märkten ist seit dem vierten
Quartal 2018 hoch (Abbildung oben rechts); innerhalb der letzten
neun Monate verzeichneten die globalen Aktienmärkte in drei Monaten
starke Kursrückgänge.

Die jüngste Volatilität zeigt die zunehmenden Sorgen der Anleger, da
sich die Weltwirtschaft nach einem zehnjährigen Aufschwung in einer
späten Phase des Konjunkturzyklus befindet. Dieser ist allerdings in
vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Das
BIP-Wachstum war moderat. Die Zinsen sind selbst nach mehreren
Anhebungen der Fed noch immer extrem niedrig und dürften angesichts der
erneuten Ankündigungen der Zentralbanken,
an der lockeren Geldpolitik
festzuhalten, auch nicht so schnell steigen. Andererseits bedroht der
zunehmende Populismus die Errungenschaften von Jahrzehnten der
Globalisierung und Handelsintegration, mit unvorhersehbaren
Konsequenzen für Unternehmen und Aktienmärkte.

Von den Finanzmärkten gehen vor diesem Hintergrund gemischte Signale
aus. Während die Aktienmärkte neue Höchststände erreichen, sind die
niedrigen Anleiherenditen – Rendite 10-jähriger US-Treasuries von etwa
2,0% und eine zeitweise inverse
Renditekurve – ein Beleg für die pessimistischen Erwartungen. Allerdings
werden die Renditen auch durch die aggressiven Liquiditätsmassnahmen
der Zentralbanken, insbesondere in Europa und Asien, nach unten
gedrückt.

Drei Arten von Anlagerisiken

Angesichts der hohen Unsicherheit achten unsere Analysten und
Portfoliomanager derzeit besonders auf drei Arten von Risiken:
politische, makroökonomische (zyklische) und Zinsrisiken. Die in diesem
Monat beginnende Berichtssaison für das
zweite Quartal wird Hinweise geben, wie die Unternehmen in dieser
Situation reagieren.

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.