Anleihen: Mit antizyklischem Handeln jetzt Chancen nutzen

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Viele Rentenfonds reagieren auf die verschiedenen Marktphasen ähnlich. Das ist eher nicht im Sinne einer guten Depot-Diversifikation. Pierre Verlé bietet hier mit seinem Fonds Carmignac Portfolio Unconstrained Credit und einer ganz besonderen Strategie eine echte Alternative.

Die bereits seit Jahren anhaltende Notenbankpolitik der niedrigen Zinsen hat Nebenwirkungen. Eine davon ist, dass die Anleihemärkte in einer Art fremdbestimmtem Gleichtakt laufen. Das Problem dabei: Manager von Rentenfonds reagieren oft ähnlich auf Marktentwicklungen. Wenn durch die steigenden Kurse für Rentenpapiere der Wert ihrer Portfolios steigt, erzielen ihre Fonds in der Regel hohe Zuflüsse. Die Manager traditioneller Anleihefonds erhöhen in der Folge ihr Risiko. Umgekehrt reduzieren sie das Risiko bei Abflüssen. Traditionell anlegende Anleihefonds gehen also ein zu hohes Risiko ein, wenn das Risiko teuer ist, und ein zu geringes Risiko, wenn es billig ist. In Zeiten, in denen Notenbanken als hyperpotente Player das Geschehen an den Kreditmärkten bestimmen, kommt das Thema Diversifikation in Rentenportfolios deshalb leider etwas zu kurz. Denn zu viele Rentenfonds schwingen im selben Takt.

In der aktuellen Marktlage ist das noch aus einem weiteren Grund eher unglücklich: An den Rentenmärkten ist derzeit ein ähnliches Szenario vorzufinden wie in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres. Angesichts der gestiegenen Konjunkturskepsis reduzieren viele Rentenfondsmanager zunehmend das Risiko in ihren Portfolios. Und die Spreads können jederzeit steigen. Dabei ergeben sich bei Unternehmensanleihen nun Kaufgelegenheiten, die attraktive Renditen bieten können. Anstatt dem allgemeinen Trend zu folgen und Risiken aus dem Portfolio zu nehmen, kann es sich gerade jetzt lohnen, Kaufgelegenheiten vorzubereiten und zu nutzen.

Smarter Ausweg aus dem Dilemma

Pierre Verlé, Rentenspezialist bei Carmignac, greift genau bei solchen Gelegenheiten zu. Er schwimmt gegen den Trend und hat damit schon in den vergangenen Jahren beachtlichen Erfolg gehabt. Sein Rezept dafür hat entwickelte er, als er begann und zunächst verantwortlich für die Credit-Strategie der Multi-Asset-Fonds der französischen Fondsgesellschaft war. Er tüftelte eine Strategie aus, die schließlich dazu führte, dass der Anleiheanteil innerhalb der Multi-Asset-Fonds mittlerweile einer der erfolgreichsten Bausteine ist. Sein Trick: Er kehrte die klassische Rentenstrategie um. Er erhöhte das Kreditrisiko bei günstigen und reduzierte es bei hohen Bewertungen. Der Effekt: Mit seiner Strategie kann er eine attraktive risikobereinigte Rendite über den kompletten Kreditzyklus hinweg erwirtschaften.

Die Rentenstrategie als eigener Fonds

Pierre Verlés Strategie überzeugte das Management der Fondsgesellschaft in Paris so sehr, dass die Gründerfamilie sich entschied, den Carmignac Portfolio Unconstrained Credit aufzulegen – auch unterlegt mit eigenem Vermögen. Mit dem vor etwa eineinhalb Jahren aufgelegten Fonds, der zunächst nur als institutionelle Anteilsklasse mit einem Mindestinvestitionsvolumen von zwei Millionen Euro verfügbar ist, kann Verlé nun seine Rentenstrategie unabhängig vom Multi-Asset-Bereich umsetzen. Zusammen mit Alexandre Deneuville und Florian Viros, einem ausgewiesenen Experten im Bereich strukturierter Anleihen, setzt das erfahrene Management-Team auf Einzeltitel. Dabei können sich die Fondsmanager in einem großzügig abgesteckten Anleiheuniversum bewegen. Bis zu 25 Prozent der Papiere können in Anleihen aus den Emerging Marktes investiert werden, bis zu 50 Prozent an Hochzinsanleihen, bis zu 100 Prozent an Investment-Grade-Anleihen und bis zu 20 Prozent an strukturierten Anleihen sind möglich. Es ist ein in Euro abgesichertes Portfolio und unterliegt somit keinem Währungsrisiko.  

Positive Überraschungen dank intensivem Research möglich

Um die Anleihe-Perlen mit den erfolgversprechendsten Risiko-Rendite-Profilen zu finden, unterhalten sich Pierre Verlé und sein Team jährlich mit mehr als 200 Unternehmen. Das Grundprinzip seines Investment-Ansatzes ist, unabhängig von der Benchmark, ein disziplinierter Bond-Picking-Prozess entlang des Kreditzykluses. Nur wenige Titel schaffen es letztendlich ins Portfolio. Für die Analyse arbeiten die Experten mit den Fachteams aller Aktien-Bereiche bei Carmignac zusammen. Das Fondsmanagement-Team kombiniert die Erkenntnisse, um seine Anlageentscheidungen zu optimieren. Als zusätzliche Performance-Treiber setzt Verlé auf Relative-Value-Strategien. Es handelt sich dabei insbesondere um Long-Short-Zins- und Credit-Strategien, sowie Short-Only-Zins- und Credit-Strategien. In erster Linie geht es ihm um den Kupon und natürlich, dass das Geld zurückgezahlt wird. 

Die aktuelle Duration des Portfolios liegt mit 3,8 Jahren ein Jahr niedriger als seine Benchmark. Die laufende Rendite beträgt 3,2 Prozent. Das Durchschnittsrating liegt bei BBB. Aktuell führen Verlé und sein Credit-Team viele Gespräche und bereiten die Käufe für die nächste Spread-Ausweitung vor. Seit Auflegung des Fonds im Jahr 2017 konnte Verlé mit seinem Ansatz seinen Referenzindikator beeindruckend schlagen (+26,5% vs. dem Referenzindikator 7,3%). Auch in den Jahren zuvor konnte er seine Leistung in den Multi-Asset-Strategien sehr gut unter Beweis stellen. Zuletzt hat die Ratingagentur Scope den Carmignac Portfolio Unconstrained Credit (ISIN LU1623763148) analysiert und das Top Rating „A“ vergeben.

Aktuell hohe Cash- & Cash equivalente Anlagequote, um Chancen nutzen zu können

Aktuell sondiert Verlé wieder den Markt, um bei sich bietenden Gelegenheiten gezielt zuzugreifen. Die Cash-und cash-equivalente Anlagequote seines Fonds beträgt derzeit vergleichsweise hohe 16,1 Prozent. So hat der erfahrene Fondsmanager in den kommenden Wochen im passenden Augenblick genug Reserven zur Hand, um Chancen zu nutzen, die andere liegen lassen.