BPM: Die reduzierte Einlagensicherung kommt ab 1. Januar 2020 – jetzt auf Fonds setzen!

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Am Jahresanfang sinkt der Schutz – besonders für Investoren, die weder Private noch Stiftungen sind.

Eine bisher kaum ins Blickfeld getretene Folge der langanhaltenden
Null- und Negativzinsphase mit den schweren Belastungen für die
Ertragslage der Banken sind die Auswirkungen auf den Einlagenschutz.
Gerade zum Jahreswechsel 2019 / 2020 verschlechtern sich in dem durchaus
komplexen und etwas unübersichtlichen Konstrukt der deutschen
Einlagensicherung wieder die Bedingungen. Dieses Mal trifft es die
Kunden der privaten Banken.

Nur Privatkunden und Stiftungen privilegiert

Um es vorweg zu nehmen: Private Kunden und rechtsfähige Stiftungen
genießen auch in Zukunft im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken
einen privilegierten Schutz. Im Gegensatz beispielsweise zu Unternehmen,
institutionellen Anlegern, Vereinen, kirchlichen Institutionen, vielen
Organen der Öffentlichen Hand oder auch Kapitalanlagegesellschaften sind
für sie nur die verringerten betragsmäßigen Grenzen der
Einlagensicherung zu bedenken. Allen übrigen ist zu empfehlen,
sich auch mit den anderen kommenden Veränderungen, wie zum Beispiel der
Laufzeitgrenze von 18 Monaten oder dem Ausschluss von
Schuldscheindarlehen oder Namensschuldverschreibungen, vertraut zu
machen.

Ab 1. Januar 2020 reduziert der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken planmäßig den Schutzumfang von 20% des haftenden Eigenkapitals einer Bank auf 15% pro Kunde. Ab 2025 gilt eine weitere Reduzierung auf 8,75%.

In der Praxis ist zu beobachten, dass in den Pflichtmitteilungen der
Banken oft Sicherungsgrenzen (ausgenommen bei sehr kleinen Banken) in
der Höhe von vielen Millionen Euro pro Anleger genannt werden. Zu
bedenken ist dabei aber, dass es sich bei dem Einlagensicherungsfonds
der privaten Banken um ein umlagefinanziertes Sicherungssystem handelt,
dessen Schutzwirkung gewissen systemischen Grenzen unterliegt. Bei
extremen Ereignissen, z.B. dem Entschädigungsfall bei einem sehr großen
Institut oder bei mehreren Entschädigungsfällen gleichzeitig, sollte man
daher nicht von dem heute beruhigend hoch aussehenden Schutzumfang
ausgehen. Wichtig ist auch zu wissen, dass es keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung
gibt. Und die gesetzliche Einlagensicherung, die Guthaben nur bis
100.000 Euro pro Kontoinhaber schützt (so sie denn in bestimmten Fällen
überhaupt von der gesetzlichen Einlagensicherung erfasst werden), dürfte
gerade für viele der „nicht-privilegierten“ Kunden viel zu gering sein.

Sie alle sollten sich Alternativen zu mittel- und langfristigen
Einlagen bei Banken genauer ansehen und auch einmal unter dem
Gesichtspunkt des Insolvenzschutzes betrachten.

Für Investmentfondsanteile, die Bankkunden in einem auf ihren
Namen lautenden Wertpapierdepot halten, besteht im Falle der
Zahlungsunfähigkeit ihrer Bank ein Anspruch auf die Herausgabe der Fondsanteile.
Kundenvermögen, das in Wertpapierdepots gehalten wird, ist wirksam
getrennt vom Vermögen der Bank. Auch im Falle der Insolvenz von
Depotbank oder Fondsgesellschaft wäre der Anleger geschützt.

Der Rücklagenfonds – eine echte Alternative

Der Rücklagenfonds setzt auf kurzlaufende Anleihen mit einer Laufzeit von maximal 5 Jahren aus dem Investment Grade-Bereich.
Zins- und mögliche Wechselkursschwankungen werden durch
Sicherungsgeschäfte minimiert, regionale Einschränkungen gibt es bei der
Anleihenauswahl nicht. Die erklärten Ziele sind, den
Interbanken-Zinssatz (3-M-EURIBOR) um 1,00% nach Kosten zu übertreffen
und eine Volatilität von max. 2% nicht zu überschreiten.

Er genießt als Sondervermögen einen starken gesetzlichen Schutz und
würde nicht in die Konkursmasse der Bank oder Investmentgesellschaft
eingehen. Anleger des Rücklagenfonds sind damit unabhängig von der Höhe
oder Qualität der Einlagensicherung ihrer Bank.

Fonds: Rücklagenfonds – ISIN DE000A1J67R2 (I) / DE000A1JRP89 (R) / DE000A2JF832 (I – USD)