Carmignac’s Note: Die Erholung des globalen Konjunkturzyklus wird nicht von China ausgehen.

Schlagworte: , , , ,
Nach zahlreichen Zentralbanksitzungen und Fortschritten bei den Verhandlungen über den Handelskonflikt zwischen China und den USA notierten die Aktienmärkte Ende August 2019 fast auf dem gleichen Niveau wie im Mai 2018.

Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees und Managing Director, beleuchtet die derzeitigen makroökonomischen Entwicklungen sowie die aktuelle Anlagestrategie von Carmignac.

Im Sommer wurde die Dynamik sichtbar, die seit achtzehn Monaten
die Richtung an den Märkten bestimmt. Wie wir bereits unter anderem in unseren
Ausführungen unter dem Titel „Gleichgewicht der Kräfte“
im April erläuterten, bestimmten zu Jahresbeginn vor allem die Rückkehr zu
einem gewissen Gleichgewicht bzw. einer „Ausgewogenheit“
zwischen einer langsamen globalen Abkühlung auf der einen und erneuter
Unterstützung durch die Zentralbanken auf der anderen Seite den Kurs an den
Märkten.

Diese Neugewichtung bescherte den Märkten zunächst kräftige
Kursgewinne nach der Panik Ende 2018. Zu jener Zeit wollten die Fed und die EZB
die konjunkturelle Abkühlung offensichtlich noch nicht wahrhaben. Im Frühjahr
folgte dann eine Phase der Konsolidierung, in der die Marktteilnehmer abwarteten.
Nach zahlreichen Zentralbanksitzungen und Fortschritten bei den Verhandlungen
über den Handelskonflikt zwischen China und den USA notierten die
Aktienmärkte Ende August 2019 fast auf dem gleichen Niveau wie im Mai 2018.

Konjunkturzyklus gemessen am BIP
Konjunkturzyklus gemessen am BIP
Konjunkturzyklus gemessen am BIP

Quelle: Carmignac

„Anders als 2016 wird die Erholung des globalen
Konjunkturzyklus nicht
von China ausgehen.
Dieses Mal muss der
Impuls von der Fed
kommen“

Dieses Gleichgewicht ist im Sommer jedoch ins Wanken geraten.
Das Risiko steigt, dass die bisher
geplanten politischen Maßnahmen,
um die Wirtschaft anzukurbeln,
nicht ausreichen werden, um der sich offensichtlich ausweitenden
wirtschaftlichen Verlangsamung
entgegenzusteuern. Die Frühindikatoren für die US-Wirtschaft deuten
darauf hin, dass die globale Wachstumsverlangsamung auch die Dyna-
mik jenseits des Atlantiks bremst.
Schuld daran sind zum Teil die nicht
enden wollenden Handelsspannungen mit China.

Die gesamte Carmignac’s Note – Das Ende des Gleichgewichts – können Sie sich hier im PDF-Format downloaden.