Fondsporträt: Cyber Security als renditestarkes Investment

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Der L & G Cyber Security UCITS ETF investiert in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes durch Internetsicherheit erwirtschaften. Dabei handelt es sich sowohl um Infrastrukturanbieter, die Hard- und Software zum Schutz vor internem und externem Zugriff auf Dokumente, Websites und Netzwerke entwickeln, als auch um Dienstleister, die Beratung und sichere internetbasierte Services anbieten.

Der Schutz dieser Daten und der dahinter liegenden Systeme vor Diebstahl und Manipulation wird immer wichtiger, denn der Schaden, der durch Internetkriminalität verursacht wird, geht mittlerweile in die Milliarden: Bis 2021 erwarten Experten jährlich Summen von drei bis sechs Milliarden US-Dollar. Eine Ransomware-Attacke belastet das betroffene Unternehmen im Schnitt mit rund fünf Millionen Dollar, und bis es sich von einem Datenleck erholt hat, braucht es über 190 Tage.

Um sich vor Hackern zu schützen, investieren Regierungen und Unternehmen bis 2020 101 Milliarden Dollar. Damit wollen sie nicht nur sich selbst und ihre Kunden vor finanziellem Schaden bewahren, sondern auch die Risiken verringern, die ihnen durch Rufschädigung erwachsen können.

Auf Internetsicherheit spezialisierte Unternehmen stehen einem intensiven Wettbewerb gegenüber, sowohl auf ihren lokalen Märkten als auch international. Aufgrund der schnellen technologischen Entwicklung haben ihre Produkte sehr kurze Lebenszyklen. Dementsprechend verändern sich die Wachstumsraten der Hersteller oft unvorhersehbar, was sich in den Gewinnmargen niederschlägt.

Der L & G Cyber Security UCITS ETF investiert in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes durch Internetsicherheit erwirtschaften. Dabei handelt es sich sowohl um Infrastrukturanbieter, die Hard- und Software zum Schutz vor internem und externem Zugriff auf Dokumente, Websites und Netzwerke entwickeln, als auch um Dienstleister, die Beratung und sichere internetbasierte Services anbieten.
Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Aktien eine bestimmte Marktkapitalisierung aufweisen und an anerkannten globalen Wertpapierbörsen gehandelt werden. Die drei größten Positionen des Index sind aktuell Imperva (4,4 Prozent), Fireeye (3,5 Prozent) und Netscout Systems (3,4 Prozent).

Fonds

Fondsname L & G Cyber Security UCITS ETF
ISIN DE 000 A14 ZT8 5
Start 12.10.2015
Laufende Kosten 0,75 %
Wertzuw. 1 Jahr * 31,61 %

* Stand: 02.01.2019

Europawahl: Schicksalstag oder Non-Event für Anleger?

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Politiker deklarieren schon aus Eigeninteresse gerne die jeweils anstehende Wahl als Schicksalswahl. Auch bei der diesmal am kommenden Sonntag stattfindenden Urnengang zum Europäischen Parlament ist es nicht anders. Politisch könnte es tatsächlich so sein, dass die etablierten Parteien der Mitte erneut einen Dämpfer bekommen und linke wie rechte Kräfte an den Rändern Zulauf bekommen.

Ergebnis eingepreist?

Während Politiker gerne beim Buhlen um die Wählergunst im Vorfeld dramatisieren,
sehen Experten großer Fondsgesellschaften die Lage etwas nüchterner und entspannter.
„Allenfalls ein erdrutschartiger Sieg der Rechten würde vermutlich
ausreichen, um eine sichtbare Marktreaktion hervorzurufen“, so eine der
Kernaussagen zur anstehenden Wahl von Martin Lück, Investmentstratege bei
BlackRock. Der zunächst als ausgemacht geltende Erfolg rechter Parteien könnte
aber diesmal ausbleiben, da die österreichische FPÖ nach Ibiza-Gate ihre Wunden
leckt und ihre Minister aus der Regierung abgezogen hat. Möglicherweise steht
das Land vorm Sturz von Kurz, dem jungen Ministerpräsidenten und
Hoffnungsträger der ÖVP. Ein Misstrauensvotum am kommenden Montag bringt
Klarheit.

Bleibt als Hoffnungsträger der Rechten noch der italienische
Innenminister Matteo „Il Capitano“ Salvini, der mit der Lega mit über 30 Prozent
die wohl stärkste Kraft in Italien bleiben wird. „Beklagenswert bleibt das
erwartete und seltsam teilnahmslos zur Kenntnis genommene Abschmelzen der
Mitteparteien. Da der neue Kommissionspräsident (bzw. die Präsidentin)
höchstwahrscheinlich von einer der traditionellen Mitteparteien kommen wird,
ergibt sich schon daraus eine Schwächung der demokratischen Legitimität der
künftigen Kommission“, beschreibt Lück die langfristigen Perspektiven. Falls es
also zu keinen unerwarteten Ergebnissen kommt, dürfte die Europa-Wahl aus Sicht
Lücks an den Finanzmärkten eher ein Non-Event sein.

Krisenszenario

Anlage-Experte Daniel Hartmann von Bantleon sieht es per saldo ähnlich. Aufgrund
des schlechten Abschneidens einiger Regierungsparteien in den europäischen
Ländern schließt Hartmann, Chef-Ökonom bei Bantleon, nationale politische Krisen
in Folge der Wahl nicht aus. Verluste der 5-Sterne-Bewegung in Italien und der
Parteien der großen Koalition in Deutschland, könnten zu neuen
Regierungskonstellationen führen. Die wirtschaftlichen Folgen dieser nationalen
Krisen hält er allerdings für überschaubar. Entscheidender als die Wahlen sieht
Hartmann für Europa die Entwicklung des Handelsstreits zwischen USA und China
sowie die zuletzt positiven Signale der chinesischen Wirtschaft, von denen auch
europäische Unternehmen profitieren würden.

Wer führt die EZB?

Adrian Hilton, Fixed Income Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle,
erwartet ebenfalls keine längerfristigen Auswirkungen des Urnengangs am
kommenden Sonntag, solange das politische Gleichgewicht stabil bleibt: „Aber auch wenn ein gutes
Abschneiden für die Euroskeptiker und Populisten für einige Aufregung auf dem
Markt sorgen könnte, sind die mittelfristigen Auswirkungen unserer Meinung nach
relativ gering, solange die Kontrolle zwischen der EVP- und der Progressiven
Allianz der Sozialdemokraten (S&D) geteilt bleibt.“ Aus Hiltons Sicht
könnte ein starkes Zulegen der Lega bei den Europawahlen zu Neuwahlen in
Italien führen und dort zu entsprechender Volatilität an den regionalen Finanzmärkten
führen.

Indirekte mögliche Auswirkungen auf die Wahl des
EU-Kommissions-Präsidenten sieht der Experte, wenn die EVP ihre Position als
stärkste Fraktion verliert und Manfred Weber nicht zum EU-Kommissionspräsidenten
gewählt wird. In diesem Fall würden aus Sicht Hiltons möglicherweise die
Chancen von Jens Weidmann als Nachfolger Draghis an der Spitze der EZB erhöhen.
Und dann hätte das Ergebnis der Europa-Wahl eben doch Auswirkungen, mit denen etliche
nicht gerechnet haben.

Spitzenkandidaten-Karussell


Weniger berechenbare
politische Entscheidungen im Europäischen Parlament wären laut Apolline Menut,
Volkswirtin für die Eurozone bei AXA IM, mögliche Folgen der Wahl: „Die
Fragmentierung könnte zeitlich begrenzte Bündnisse unterschiedlicher
politischer Kräfte ermöglichen und damit die Unsicherheit bei der
Entscheidungsfindung vergrößern“. Betroffen davon wären nach Auffassung Menuts
auch der Auswahlprozess bei der Besetzung von Spitzenpositionen in der EU,
allen voran die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident,
aber eben auch die des Präsidenten der EZB.

Dabei geht es nicht nur darum, die
geeignetste Persönlichkeit für die Aufgabe zu finden. „In diesem politischen
Game of Thrones spielen auch die Nationalität, die politische Ausrichtung und
das Geschlecht der Kandidaten eine wichtige Rolle“, so Menut. Falls es Manfred
Weber gelingt, im bisher vorgesehenen Auswahlverfahren EU-Kommissionspräsident
zu werden, sieht Menut gute Chancen für einen französischen oder Frankreich
nahestehenden Kandidaten für die EZB. Andernfalls könnte der Nachfolger Draghis
aus dem hohen Norden kommen. In Frage kämen in dem Fall Olli Rehn oder Erkki
Liikanen, beide aus Finnland.

LFDE will die die Rolle eines verantwortungsvollen Investors erfüllen

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Der Finanzsektor hat sich des ESG-Themas angenommen und möchte diesen vollumfänglich einbinden, wie sich aus diversen Verlautbarungen in jüngster Zeit unschwer schließen lässt. ESG steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Angesichts der Flut von Bekanntgaben kann es jedoch nicht selten vorkommen, dass nur von ESG-
Initiativen gesprochen, aber nicht entsprechend gehandelt wird.

Vermögensverwalter engagieren sich

Ein aktuell sehr häufig genanntes Leitmotiv ist „Engagement“. Dabei wird das Ziel verfolgt, durch einen Dialog
zwischen Investoren und Unternehmen die ESG-Praktiken des jeweiligen Unternehmens zu verbessern. Auch
wenn ein solches Engagement mitunter als Rechtfertigung für Anlagen in Unternehmen mit vergleichsweise
schwächeren ESG-Standards dient, sollte man sich dennoch über den Umstand freuen, dass Investoren ihre
Verantwortung wahrnehmen, wenn die Interessen ihrer Anteilseigner in Gefahr sind.

In der diesjährigen Hauptversammlungssaison, die derzeit in vollem Gange ist, zeigt sich, dass wir uns auf dem
richtigen Weg befinden. Tatsächlich verschaffen sich Minderheitsaktionäre nun mehr denn je Gehör. Die
bislang ereignisreich verlaufende Saison liefert dafür einige Beispiele: Rund 90 % der Minderheitsaktionäre
des Luxusgüteranbieters Kering mit Marken wie Gucci, Brioni und Balenciaga stimmten gegen die
vorgeschlagene Vergütung von CEO François-Henri Pinault.

Die 13-stündige Hauptversammlung des
Chemiekonzerns Bayer endete wiederum mit der Weigerung der Aktionäre, den Vorstand zu entlasten. Auch
beim Brillenhersteller EssilorLuxottica erhoben die Minderheitsaktionäre ihre Stimme. Vor der
Zusammenlegung der beiden Unternehmen war eine Fusion unter Gleichen versprochen worden, doch ist
dies bisher nicht gelungen – beide Seiten hatten sich vorgeworfen, die Macht für sich beanspruchen zu
wollen.

Die fehlende Entscheidungsfähigkeit in diesem Führungsstreit sorgte für Unmut, und so schlug eine
Gruppe besorgter Minderheitsaktionäre die Ernennung zweier unabhängiger Geschäftsführer vor, um endlich
einen Ausweg aus dieser Krise zu finden. Leider wurde jedoch kein solcher Beschluss gefasst.

Der Beginn einer neuen Ära

Diese „Revolte von Minderheitsaktionären“ ist möglicherweise der Beginn einer neuen Ära: Investoren setzen
sich immer stärker mit Fragen der Unternehmensführung, auch Governance genannt, auseinander – und das
ist eine positive Entwicklung. Sie macht auch deutlich, wie wichtig es ist, sich von Unternehmen mit einer
schwachen Unternehmensführung fernzuhalten.

LFDE – La Financière de l’Echiquier engagiert sich bereits seit mehr als zehn Jahren im Bereich des sozial-
verantwortlichen Investierens (SRI), wobei der Führung von Unternehmen eine besondere Bedeutung
beigemessen wird. Wir nehmen unsere Verantwortung als Investor sehr ernst, insbesondere unsere Verantwortung als Aktionär. Deshalb ist „Engagement“ für uns kein leeres Modewort, sondern fester
Bestandteil unserer täglichen Anlageprozesse.

Der ESG-Ansatz von LFDE

Unser ESG-Ansatz umfasst beispielsweise regelmäßige Treffen mit der jeweiligen Unternehmensführung
sowie die Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsansätzen, die mit den Unternehmen besprochen
und auch später regelmäßig überprüft werden. Darüber hinaus üben wir systematisch 100 % unserer
Stimmrechte bei den von unseren aktiv verwalteten Fonds gehaltenen Titeln aus.

All dies erfordert eine enge
Zusammenarbeit des gesamten Fondsmanagementteams. Auch sind wir stets um eine freundliche
Zusammenarbeit mit den Unternehmen bemüht – doch wir zögern nicht, der Geschäftsführung gegenüber

unser Missfallen zum Ausdruck zu bringen, sollten die Umstände dies erfordern. 2018 stimmten wir
beispielsweise bei 21 % der Beschlüsse, an denen wir beteiligt waren, gegen die Geschäftsführung. Es kann
jedoch auch vorkommen, dass wir einen etwas aktiveren Weg einschlagen. So legten wir 2018 gemeinsam mit
einem anderen Investor auf der Hauptversammlung des Luftfahrtunternehmens Latécoère einen eigenen
Beschlussantrag vor.

Unsere Vorstellung von Engagement zeigt sich auch an der großen Aufmerksamkeit, die wir auf bestehende
Kontroversen in den Fonds richten. So wurde etwa ein Ethikausschuss gebildet, der sich mit besonders
kritischen Fällen befasst und schließlich eine Entscheidung trifft. Wir lassen unseren Worten Taten folgen,
denn wir wollen mehr denn je die Rolle eines verantwortungsvollen und engagierten Investors erfüllen!

Emerging Market: Indizes werden umgebaut

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Investoren, die in Schwellenländer anlegen, müssen sich auf weitreichende Veränderungen einstellen, denn ab Ende Mai setzen die Indexanbieter die Benchmarks neu zusammen.

Die marktbeherrschenden Indizes für Schwellenländeraktien, der MSCI Emerging Market Index und der FTSE Russell, werden zwischen Juni und November umgebaut – die umfangreichste Änderung seit mehr als dreißig Jahren.

So steigt der Anteil chinesischer A-Aktien im MSCI EM von 1,1 auf 3,3 Prozent auf das dreifache; außerdem verdoppelt sich im August die Quote der Aktien aus Saudi Arabien von 1,4 auf 2,8 Prozent. Diese Änderungen haben zur Folge, dass mehrere Milliarden US$ sowohl an aktiv als auch ans passiv gemanagten Assets umgeschichtet werden müssen.

Es könne durchaus sein, dass chinesische A-Aktien bis 2022 auf einen Anteil von fast 45 Prozent im MSCI EM kommen, meint Steven A. Schoenfeld, Chief Investment Officer bei BlueStar Indexes. Und wenn Südkorea in den Rang eines entwickelten Marktes aufsteigt, könnte der Proporz der Chinesen sogar auf 50 Prozent steigen.

Nach der Umstellung haben die Top 10 Länder im Index ein Gewicht von 90 Prozent – und reduzieren die verbleibenden 15 Länder beinahe zur Bedeutungslosigkeit.
Das Übergewicht der „Pandas“ in den Schwellenländerindizes von MSCI und Russel werde unter Umständen dazu führen, dass sich Investoren nach alternativen Benchmarks mit anderen Zusammensetzungen umsehen, meint Schoenfeld.

Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der EM-Indizes, dass der Anteil einzelner Länder radikal verändert wurde. 1994 kam es durch die „Tequila-Krise“ zu einer Reduzierung mexikanischer Aktien, die damals 22 Prozent Gewicht hatten, um zwei Drittel. 1997 flog die Hälfte der Aktien aus Brasilien im Rahmen der damaligen Finanzkrise aus dem Index. In 2008 verringerte sich der Anteil russischer Dividendenwerte von 12 auf unter vier Prozent. Und 2015 fiel der Anteil chinesischer Aktien um 44 Prozent.

Durch die Konzentration entsteht Investoren mit einer Schwellenländerstrategie nun ein Klumpenrisiko, das vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelskonflikts zwischen China und den USA nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Werden Bitcoin-ETF: Genehmigung verschoben

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Bitcoin is back: Zum ersten Mal seit mehreren Monaten hat die Kryptowährung wieder die Kursmarke von 8.000 US-Dollar durchbrochen, auch wenn ein Flash-Crash vergangenen Freitag den Bitcoin-Bullen zunächst den Spaß an den Kursgewinnen verdorben hat.

Die Spannung war jedenfalls
hoch, ob die US-amerikanische Wertpapieraufsicht SEC den geplanten Bitcoin-ETF des
Anbieters Van Eck und des Blockchain-Unternehmen Solid X genehmigt. Die
Entscheidung wurde, wie schon öfter in der Vergangenheit, vertagt, und zwar zunächst
auf den 19. August. Und auch an diesem Termin könnte die endgültige
Entscheidung möglicherweise noch nicht fallen.

Misstrauen am Werk?

Bitwise, ein anderer potentiellen Anbieter eines Bitcoin-ETFs, bekam diesen Monat
ebenfalls einen Korb von der SEC. Im vergangenen Jahr ist auch der Antrag des
Anbieters Winklevoss  gescheitert. Weiterhin
ist also bei den Bitcoin-Jüngern Geduld gefragt. Bis zur Entscheidung haben
potentielle Anleger und Interessenten das Wort. Die US-Bürger können noch Fragen
und Anmerkungen an die Aufsichtsbehörde richten, die zur Entscheidung mit
beitragen sollen. Manche Investoren sehen in der restriktiven Haltung der SEC
ein generelles Misstrauen gegenüber der Anlageklasse. Allerdings kamen von der
SEC durchaus auch positive Signale, dass eine Genehmigung kommen wird, aber
eben erst dann, wenn die hohen Regulierungs-Hürden erfüllt sind. Bitcoin-Investoren
erwarten von einem börsengehandelten ETF eine Stärkung des Vertrauens in die
Assetklasse Kryptowährungen und nicht zuletzt Kurssteigerungen durch ein
verstärktes Anlegerinteresse. Der Ausgang ist aber weiterhin offen.

Regulierungsbedarf

Mehrere Punkte mahnt die SEC an: Durch die Fragmentierung des Kryptomarktes und
hohe Volatilität sieht die Finanzaufsicht die Anbieter nicht in der Lage,
täglich einen Net Asset Value (NAV) zu errechnen, wie es für ETFs
vorgeschrieben ist. In engem Zusammenhang mit der Wert-Bestimmung stellt sich die
Frage, wie angesichts der Fragmentierung des Marktes und der
Schwankungsanfälligkeit des Assets gewährleistet werden kann, dass der Kurs des
ETFs nicht zu stark vom Kurs des Basiswertes abweicht. Technisch am
schwierigsten dürfte allerdings die Verwahrung der Bitcoins und der Schutz des
Anlegervermögens vor Cyberkriminellen zu lösen sein. Zwar gibt es schon
Custody-Lösungen für Krypto-Assets. Allerdings erfüllen die noch nicht die
Standards der Regulierungsbehörden.

Schlüssel verloren

Gut in Erinnerung ist Krypto-Anhängern noch der Fall der kanadischen
Kryptowährungsbörse QuadrigaCX sein. Quadriga musste Insolvenz anmelden, da das
Unternehmen zu den Beständen unter seiner Verwahrung schlicht keinen Zugang
mehr gefunden hat. Dabei ging es um eine Summe von rund 150 Millionen
US-Dollar. Der Großteil der Kryptowährungen wurde verschlüsselt und offline in
Speicherbausteinen verwahrt. Zugang gibt es dazu nur über sogenannte „Private
Keys“. Den Zugang hatte nur der Chef von Quadriga, der plötzlich verstarb. Die
Ironie der Regulierungs-Story am Beispiel der Markttransparenz: Intransparenz
am Markt verhindert eine Bitcoin-ETF-Genehmigung, die wiederum zu einem
transparenteren Markt beitragen würde. Denn die erhöhte Transparenz würde die
Anlageklasse für mehr Investoren interessant machen und dadurch auch die
Volatilität reduzieren.

Verbots-Diskussion

Bitcoin & Co. trifft immer wieder auf Gegenwind aus der Politik. Es ist
kein Geheimnis, dass Politiker, die gerne die Kontrolle über die Zahlungsmittel
behalten, kein Freund von der Bitcoins sind. Wo immer es geht, setzen diese auf
mehr oder weniger sinnvolle Regulierungsmaßnahmen. Aber damit nicht genug.
Bradley Sherman, seines Zeichens Mitglied des US-amerikanischen Kongresses und
Mitglied der Demokraten, geht noch einen Schritt weiter. Er sucht Unterstützung
für eine Gesetzesinitiative zum Verbot der Kryptowährung. Dabei dürfte eine
nationale Anstrengung zum Verbot ziemlich ins Leere laufen. Während Sherman vor
allem den staatlichen Kontrollverlust bei den Kryptos fürchtet, bläst eine
deutsche Partei ins selbe Horn des Verbots-Vorschlag, genauer gesagt „Die
Linken“ in ihrem Wahlprogramm zur Europa-Wahl. Probleme sehen die deutschen
Sozialisten allerdings nicht beim staatlichen Kontrollverlust, sondern vor allem
beim Klimaschutz und beim hohen Stromverbrauch durch das Mining.

Miner halten
vielfach dagegen, dass für das digitale Schürfen vorrangig saubere, sprich
erneuerbare Energie verwendet werden. Schwierig dürfte die Umsetzung eines
Verbots in jedem Falle werden. Denn bei einem dezentral konstruierten Produkt wird
es schwer sein, einfach den Stecker zu ziehen. Keine Verbotsgedanken, aber
harsche Ablehnung von Kryptowährungen kommt vom „Orakel von Omaha“ Warren
Buffett, der bei der letztjährigen Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung die wenig
schmeichelhafte Bezeichnung „wahrscheinlich Rattengift zum Quadrat“ fand.

Wahlen in Indien – positive Wirtschaftsentwicklung erwartet

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Laut des WisdomTreeExperten Gaurav Sinha steht nach der Wahl in Indien die Digitalisierung der Wirtschaft ganz oben auf der To-Do-Liste der Regierung.

Die
Wahl signalisiert auch eine starke positive Wirtschaftsentwicklung und
würde Modi ermutigen, auf strengere Reformen hinzuarbeiten. Die
Entmonetisierung und Einführung der Goods and Service Tax (GST)
verursachte massive Unruhen unter den Durchschnittsbürgern, aber
angesichts der derzeit sehr guten Ergebnisse erwarten wir eine Zunahme
an harten Reformen.

Wir gehen davon aus, dass der Schwerpunkt in den
nächsten fünf Jahren auf dem Grunderwerb, der Arbeitsreform, der
Monetarisierung von Staatsunternehmen und Digitalisierung der Wirtschaft
liegen wird.

Der
indische Sensex- und der Nifty-Index reagierten darauf mit einem
Eröffnungsrekord von 40.000 bzw. 12.000 Punkten, während der Rupie
gegenüber dem USD anstieg.

Stellenabbau in der Finanzbranche

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Große Restrukturierungsmaßnahme in der Finanzbranche. Hier sollen in den nächsten zehn Jahren fast 25 Prozent der Stellen abgebaut werden. Bis zu 157.000 Jobs im Asset Management sollen bis 2030 gestrichen werden, berichtet eine Studie.

Die Anzahl der Beschäftigten im Asset Management wird in den nächsten zehn Jahren um zwanzig Prozent sinken, weil Künstliche Intelligenz und Automatisierung sich in der Branche immer weiter durchsetzen. Wie die Unternehmensberatung Optimal prognostiziert, sollen von derzeit 1,7 Millionen Jobs in der Finanzbranche rund 400.000 wegrationalisiert werden. Dabei wird die Investmentbranche am härtesten getroffen, da hier der Einzug neuer Technologien und der Druck durch sinkende Gebühreneinnahmen am höchsten sind.

Sollten die Prognosen stimmen, dann käme es zu einer kompletten Umkehr der Entwicklung seit 2009: In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 190.000 neue Stellen bei den Asset Managern geschaffen, um die Regulierungsbestimmungen, die aus der Finanzkrise resultierten, umzusetzen. Zukünftig werden die Kapitalanlagegesellschaften die Regelungen automatisiert umsetzen – was gerade in weniger produktiven Unternehmensbereichen zu Effizienzsteigerungen führen wird.

Die Autoren des Berichts Axel Pierron und Anne-Laure Foubert gehen davon aus, dass im Asset Management deshalb bis 2030 rund 157.000 Stellen gestrichen werden. Vor allem im Bereich der Wertpapieranalyse ist der Vormarsch der Algorithmen kaum mehr aufzuhalten. Dort werden Programme darauf trainiert, riesige Datenberge zu durchsuchen auszuwerten und auf der Basis von Machine Learning Anlageentscheidungen zu treffen und selbstständig zu optimieren. Weitere Einsatzbereich sind das Risikomanagement und Funktionen rund um den Wertpapierhandel. Allein im Handel sieht Optimal rund 97.000 Stellen bedroht, das hier das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag „viel zu lange viel zu hoch lag“. 
Am wenigsten betroffen vom Einzug der Automatisierung werden die Bereiche des traditionellen Investment Bankings,  das Underwriting und das Übernahmegeschäft, glaubt Optimas.

Während im Bereich der Datenerhebung und -auswertung geschätzte 8.000 Arbeitsplätze durch Algorithmen ersetzt werden, suchen die Asset Manager auf der anderen Seite Hände ringend nach Experten für die Entwicklung von Vorhersagemodellen; hier rechnet Optimal mit einem wahren „War for Talent“.  Predictive Analytics wird vor allem verwendet, um den besten Zeitpunkt für eine Wertpapiertransaktion zu bestimmen.

Insgesamt sollen in den Technologieabteilungen der Finanzbranche rund 66.000 neue Jobs entstehen womit diese beim Recruitment in direkten Wettbewerb zu den globalen Tech-Companies tritt. „Derzeit werden KI-Experten, Datenwissenschaftler und Cybersecurity-Beauftragte, die eigentlich von Technologieunternehmen angeworben werden, mehr und mehr von der Finanzbranche aufgesogen“, erklären Pierron und Foubert. Seit Anfang 2019 wenden sich 35 Prozent der Stellenanzeigen von US- und europäischen Banken gezielt an Kandidaten mit technologischen Hintergrund.

Neue Analyse zum Einfluss von Investments auf die Biodiversität

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In dieser Analyse setzt Pictet AM weltweit anerkannte Instrumente zur Messung der Umweltauswirkungen ein. Das Konzept der Planetaren Belastungsgrenzen und die Lebenszyklusanalyse, um den Beitrag der Unternehmenswelt zum Artenverlust zu bestimmen.

Damit
die Veränderungen der Biodiversität auf natürlichem Niveau bleiben,
muss die jährliche Aussterberate weniger als 0,13 pro Million Arten für
jede 1 Billion US-Dollar Umsatz betragen.

Wenn wir diesen Rahmen auf die
Bestandteile des MSCI All-Country World Index anwenden, der im
vergangenen Jahr zusammen mehr als 30 Billionen US-Dollar an Einnahmen
erwirtschaftet hat, stellen wir fest, dass die weltweit größten
Unternehmen Tier- und Pflanzenarten mit einer Rate vernichten, die
22-mal höher ist als die Schwellenwerte.

 Weitere Details entnehmen Sie bitte diesem dem beigefügten PDF