Deutschland-Chef verlässt Fidelity

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Einen entsprechenden Bericht von Fondsprofessionell Online bestätigte eine Sprecherin des Assetmanagers. Hellers wolle sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. „Wir bedauern, dass er uns verlässt, respektieren jedoch seine Entscheidung. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so die Sprecherin des Unternehmens. Die Trennung sei zum 31. Mai 2018 vollzogen worden. 

In einem Interview mit €uro FundResearch verteidigte Hellers im April dieses Jahres noch die Lage und sagte, nach Abflüssen in Höhe von 276 Mio. EUR gemäß BVI-Statistik 2017 stimme ihn positiv, dass „unsere Themen in der Breite gut laufen.“ Doch allein in den ersten drei Monaten 2018 flossen deutschlandweit weitere 333 Mio. EUR aus Fidelity-Fonds ab, wie aus Zahlen des BVI hervorgeht. 

Mit Hellers, der gleichzeitig als Geschäftsführer der FIL Investment Services zeichnete, verliert Fidelity den vierten, renommierten Vertriebs-Experten in kurzer Zeit: Zuvor waren Phillip von Königsmarck (Family-Offices und VVs), Martin Stenger (IFAs und Versicherungen) sowie Greta-Lisa Frey (Altersvorsorgelösungen) aus dem Unternehmen ausgeschieden. In der Branche wird u.a. auf die hausgemachten Eigenheiten der rund 43.500 Mitarbeiter umfassenden Fondsgesellschaft hingewiesen: Das hauseigene Brokerage-Geschäft neben einer traditionell starken Orientierung an unabhängigen Beratern. Die starke Konkurrenz zwischen aktiven und passiven Strategien im eigenen Neugeschäft. Und nicht zuletzt auf die schiere Größe eines der größten Assetmanager weltweit, welche länderspezifische Besonderheiten nicht immer adäquat zur Geltung bringe. 

Hellers Aufgaben werden interimsmäßig von Ferdinand-Alexander Leisten übernommen, Mitglied der Geschäftsführung bei FIL Investment Services. 

(DIF)

Allianz AM stärkt Kooperation mit FinTech

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Die Allianz Asset Management wird größter Minderheitsaktionär des britischen Fintechs Moneyfarm. Die deutschen Vermögensverwalter investierten bereits im September 2016 erstmals in das Unternehmen. Die Intensivierung soll die steigende Nachfrage nach automatisiertem Vermögensmanagement im Endkundenbereich bedienen.

Über die Investitionshöhe wurden keine weiteren Angaben gemacht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, habe die Allianz bei der durchgeführten zweiten Finanzierungsrunde, die dem in Mailand gegründeten Fintech 46 Mio. Euro einbrachte, den „größten Minderheitsanteil“ beigesteuert.

Jackie Hunt, Mitglied des Vorstands der Allianz SE, will die Kooperation als strategisch wichtigen Schritt verstanden wissen: „Wir sehen eine steigende Kundennachfrage nach intelligenten digitalen Lösungen der Geldanlage“. Die Intensivierung der Kooperation mit Moneyfarm solle individuelle Lösungen für den wachsenden Kundenstamm anbieten.

Der digitale Vermögensverwalter Moneyfarm wurde 2012 von Paolo Galvani und Giovanni Daprà gegründet und hat sich seitdem im Robo-Advisor-Markt etabliert. Nach eigenen Angaben legen mehr als 27.000 Kunden über die digitale Anlageplattform ca. 500 Mio. Euro in Fonds an. 2016 verzeichnete das Unternehmen noch knapp 80.000 Anleger. Im Angebot waren damals nur Indexfonds. Mit dem Einstieg der Allianz soll das Angebot „um ausgewählte Vermögensverwaltungs- und Versicherungsprodukte der Allianz“ erweitert werden.

Seit 2017 läuft ein Pilotprojekt, bei dem Allianz-Mitarbeiter in aktive Fonds der Allianz sowie der Allianz-Tochter Pimco investieren können. Nach Äußerungen von Andreas Utermann, CEO von Allianz Global Investors, wird dies in Zukunft auch für die Kunden des Fintechs möglich sein. Man wolle das Know-How von Moneyfarm mit der Expertise beim aktiven Investieren und der Risikooptimierung kombinieren, so Utermann. Auf diese Weise  solle der Zugang zu Investmentprodukten erleichtert werden.

La Financière de l’Echiquier ernennt Direktorin für Kommunikation und Marketing

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Christophe Mianné, Generaldirektor von LFDE, sagt hierzu: „Die Einstellung von Saphia ist Teil des Plans zur
Entwicklung von La Financière de l’Echiquier und ihrer neuen Ziele auf europäischer Ebene. Ich freue
mich sehr, dass sie zu uns gekommen ist. Ihre internationale Erfahrung wird beim Erreichen unserer Ziele äußerst hilfreich sein.“

Didier Le Menestrel, Verwaltungsratsvorsitzender von LFDE, fügt hinzu: Wir sind begeistert, Saphia in unser Team aufzunehmen, da wir dabei sind, unser Produktangebot auszuweiten und unsere internationale Präsenz zu stärken. Ihr Know-how wird unsere vorhandenen Kompetenzen erweitern
und ein Pluspunkt für unsere Marke sein.“

Über Saphia Gaouaoui

Saphia Gaouaoui
war seit Juni 2017 Direktorin für Pressebeziehungen und mitverantwortlich für die externe Kommunikation bei Société Générale. Hier war sie insbesondere für die Definition der Strategie der Pressebeziehungen und die Strategie
Brand Content zuständig. Sie begann ihre berufliche Laufbahn
2004
als Beauftragte für Finanzmarktkommunikation. Nachdem
sie als Fachjournalistin für Vermögens-
verwaltung bei Option Finance tätig war, übernahm sie die Verantwortung für die Pressebeziehungen
der
Banque de Financement et
d’Investissement und anschließend des Bereichs Privatbank und
Vermögensverwaltung der Société Générale. Saphia hat einen
Master II in Finanzwesen der Universität
Paris I Panthéon Sorbonne und einen Bachelor im Bereich angewandte
Wirtschaftswissenschaft und
Finanzmärkte der Universität Paris
IX Dauphine.

China: Anleihemarkt mit Aufwärtspotenzial

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Der
wirtschaftliche Aufstieg Chinas ist unbestritten – noch vor wenigen Jahrzehnten
galt es als Entwicklungsland. Heute ist das Reich der Mitte die zweitgrößte
Volkswirtschaft der Welt hinter den USA. Im Vergleich zu seiner ökonomischen
Bedeutung war Chinas Einfluss auf den globalen Finanzmarkt jedoch durch seine
streng kontrollierte Kapitalbilanz begrenzt. „Obwohl die inländischen Aktien-
und Anleihemärkte zu einer beträchtlichen Größe wuchsen, blieben sie von der
internationalen Finanzwelt nahezu isoliert. In globalen Benchmarks oder einem
typischen, internationalen Anlegerportfolio waren sie kaum vertreten. Durch die
liberaler werdende Finanzpolitik des Landes verfügt der Markt über enormes
Aufwärtspotenzial“, sagt Aidan Yao, Senior Economist bei AXA IM, Hongkong.

Trotz
der mangelnden Beteiligung ausländischer Investoren sei der Binnenmarkt schnell
gewachsen. Während das ausstehende Volumen für Anleihen Anfang der 90er-Jahre
bei knapp 110 Milliarden Renminbi (RMB) lag, betrug es Ende 2017 bereits 74,4
Billionen RMB.1 Dies entspreche im Schnitt einer jährlichen
Zuwachsrate von fast 40 Prozent in den vergangenen 27 Jahren. „Bis Ende der
2000er-Jahre dominierten Staatsanleihen den Markt. Nach der globalen
Finanzkrise legten Unternehmensanleihen stark zu. Heute ist China mit einem
Volumen von zwölf Billionen US-Dollar der drittgrößte Anleihemarkt der Welt“,
so der Experte.

Ausländische
Investoren gewinnen an Bedeutung

Aus
der wirtschaftlichen Neuausrichtung auf konsum- und dienstleistungsorientiertes
Wachstum dürften künftig kapitalschwache Unternehmen hervorgehen, die sich
stärker auf marktbasierte Finanzierungen stützen. „Diese Verschiebungen bei
Angebot und Nachfrage schaffen einen fruchtbaren Boden für den sich
ausbreitenden Anleihemarkt. Wir erwarten, dass der chinesische Anleihemarkt bis
zum Jahr 2020 15,8 Billionen US-Dollar erreichen wird2“, schätzt
Yao. China würde damit Japan als zweitgrößten Anleihemarkt der Welt überholen.

Der
Anleiheexperte geht davon aus, dass ausländische Investoren in Zukunft eine
immer aktivere Rolle im Hinblick auf Chinas Finanzmarkt-Transformation spielen.
Bei festverzinslichen Wertpapieren hätten die chinesischen Behörden bereits
mehrere Kanäle geöffnet, um die Märkte auf Chinas Festland („Onshore-Märkte“)
mit Kapital aus Hong Kong („Offshore-Kapital“) zu überbrücken. Die vollständige
Öffnung eines solchen gigantischen Marktes brauche allerdings Zeit. Momentan
werden nur 1,6 Prozent der ausstehenden RMB-Anleihen von Ausländern gehalten.3
Investoren aus dem privaten Sektor wie Pensionskassen, Versicherungen und
Vermögensverwalter seien nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Um Interesse
zu wecken, kündigte Präsident Xi Jinping zu Jahresanfang Maßnahmen an, die
Chinas Kapitalmärkte weiter öffnen sollten. Werden diese umgesetzt, spielen sie
bei der beschleunigten Integration des Anleihemarktes eine wichtige Rolle.

Indexaufnahme
von China Bonds 

Ein
Indikator für die steigende internationale Bedeutung des chinesischen Marktes
sei die Aufnahme von China Bonds in globale Benchmarks. In den vergangenen drei
Jahren hätten eine Reihe etablierter Indexbetreiber, darunter IWF, MSCI und
Bloomberg-Barclays die Aufnahme chinesischer Assets in ihre Indizes
angekündigt. Darüber hinaus beschloss der IWF Ende 2015, den Renminbi in den
Korb der internationalen Reservewährungen aufzunehmen – Experten betrachten
dies als “Adelung“ der chinesischen Währung. Weiterhin könnten die Zuflüsse aus
dem privaten Sektor den chinesischen Rentenmarkt beflügeln. Im März dieses
Jahres habe der BBGAI – ein bedeutender globaler Rentenindex mit einem
geschätzten Verwaltungsvermögen (AUM) von 2,5 Billionen US-Dollar –
beschlossen, Chinas Staatsanleihen in seine Benchmark aufzunehmen. Andere
Indexanbieter wie Citigroup WGBI und JP Morgans GBI-EM würden folgen. „Alles in
allem schätzen wir, dass diese Indexaufnahmen in den kommenden fünf Jahren 400
Milliarden US-Dollar an passiv gemanagten Kapitalzuflüssen bringen können4“,
sagt Aidan Yao. 

Der China Short Duration Bond Fund von
AXA IM bietet Anlegern Zugang zum chinesischen Anleihemarkt. Das
Fondsmanagement verfolgt einen Bottom-Up-Ansatz, um Anleihen mit einem
durchschnittlichen Rating von BBB+ zu identifizieren. Der Fonds strebt an, die
Duration auf weniger als drei Jahre zu begrenzen. Dies soll die Volatilität mindern,
die durch Veränderungen des Marktzinsniveaus entstehen kann. 

1) Entspricht den Daten des PBoC.
2) Yao A, Shen S, Fung HY „China Bond Market: Dawn of a new era” AXA
Investment Managers, Stand Juni 2017.
3) CEIC, HSBC and AXA IM Calculations, Stand April 2018.
4) Bloomberg, Citigroup, JP Morgan and AXA IM Calculations, Stand April
2018.

DAX ohne großes Aufwärtspotential

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In der vergangenen Woche ging es abwärts beim DAX. Die Nachricht des Scheiterns der italienischen Koalition, die eine weitere Eurokrise in den Horizont rückte, bewog zahlreiche Anleger dazu, ihre Positionen sicherheitshalber zu verkaufen. Mitte der Woche hellte sich die Nachrichtenlage aus Südeuropa wieder auf, nachdem sich die italienischen Koalitionäre auf den weniger Euro-kritischen Giovanni Tria als Finanzminister einigen konnten. Als am Donnerstag bekannt wurde, dass die USA ihr Vorhaben, Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben, in die Tat umzusetzen, korrigierte der DAX erneut nach unten. Anleger trotzten zum Wochenschluss zwar der Nachrichtenlage. Dennoch verlor der DAX auf Wochensicht gut 2,5 %.

Zur Entwarnung bestehe kein Anlass, warntJörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, gegenüber der ARD. Zwar sei der Wechsel in der Besetzung des italienischen Finanzministeriums ein weiteres Indiz dafür, dass die neue Regierung nicht auf einen schnellen Ausstieg aus dem Euro abziele. Dies ändere aber nichts daran, dass sie gegenüber Brüssel einen Konfrontationskurs verfolgen werde. Zudem dürften die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und der EU weiter aufs Anlegergemüt drücken.

Auch laut Andreas Büchler, Geschäftsführer des Analysehauses Qarat AG, sollten sich Anleger auf weitere Kursverluste einstellen. Der technische Negativ-Trend seit Mitte Mai sei zwar durchbrochen worden, doch das bedeutete noch lange keinen Richtungsumschwung nach oben. Weitere Verluste, die sich nur etwas langsamer vollzögen, blieben vorerst zu befürchten, so Büchler auf „Börse-Online“.

Optimistischer schätzen die Analysten der Deutschen Bank die Marktlage ein. Sollte der DAX über  12.850 Zähler ausbrechen, könnte es ans alte Juni-Top bei 12.952 sowie zur 13.000er-Barriere gehen.

Aktuell macht der Index der positiven Grundstimmung einen Strich durch die Rechnung. Nach starkem Handelsstart steht der deutsche Leitindex bei 12.760 Punkten (11.00 Uhr MEZ).  

Weiteres Korrekturpotential sieht auch Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirt der Helaba. Aktien seien wegen der „ultralockeren Geldpolitik“ noch immer zu hoch bewertet, so Traud. Der DAX werde sich bis Jahresende kaum weiter vom Fleck bewegen. Er rät daher zu Allokationen in Gold.

Trend bei Gold weist nach oben

Golpreis drei Monate
Golpreis drei Monate

Quelle: finanzen.net

Gold verzeichnete in den letzten drei Monaten ein Plus von gut 3,7 %. Seit Mitte Mai brach der Goldpreis um gut 70 US-Dollar ein. Die Feinunze notiert aktuell um 1.290 USD.

Fonds-Analyse: Die besten Rentenfonds Europa

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Sparpläne erfreuen sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit.
FundResearch schaut daher nach der Analyse europäischer Aktienfonds auf die
Entwicklung bei europäischen Rentenfonds. Was liefern die besten
Rentenfonds-Sparpläne über einen Zeitraum von zwanzig Jahren. Die Analyse
führen wir mit der Berater-Software Finanzen FundAnalyzer durch. Die FVBS-Peergroup
„Rentenfonds EUR/EUR hedged“ filtern wir nach Alter, Fondsart und
Fonds-Währung. Alle Fonds im Feld sind mindestens zwanzig Jahre auf dem Markt
und in der Fondswährung Euro aufgelegt. Indexfonds werden nicht berücksichtigt,
alle anfallenden Kosten rechnet die Software bereits bei der Performance
heraus. Wir gehen von einer monatlichen Sparrate von 500 Euro aus, in Summe
werden über 20 Jahre 120.000 Euro in die Fonds eingezahlt. Rentenfonds erweisen
sich über den langfristigen Zeitraum als gute Ertragspferde, die sich vor vielen
Aktienfonds nicht verstecken müssen.

Ganz vorne steht in unserer Auswertung der Fonds einer
US-Fondsgesellschaft. Der Sparplan mit dem Candriam Bonds Long Euro Term Class
C (ISIN: LU0077500055) steht mit einem Wertzuwachs von über 77 % der
Vergleichsgruppe voran. Er trägt über die Laufzeit einen Mehrwert von 93.043
Euro ins Depot. Anleger können nach 20 Jahren über ganze 213.043 Euro verfügen.
Dem mit einem Volumen von nur 84 Mio. Euro relativ kleinen Fonds stehen seit knapp
drei Jahren Nicolas Forest und Sylvain De Bus voran. In diesem Zeitraum
rentiert der Fonds nur mit einem mager wirkenden Plus von 1,6 % p.a. Im
Vergleich mit der Kategorie (0,08% p.a.) dennoch ein beachtlicher Wert und bester
Wert unseres Vergleichsfeldes. Dennoch kommt der Fonds damit über die €uro
FondsNote 3 nicht hinaus. Über zwanzig Jahre sind die Kennzahlen erfreulicher.
Seine Wertentwicklung beträgt jährlich 5,25 % – Bestwert der Peergroup. Dafür
ist der Candriam mit 5,81 % auch mit Abstand der volatilste Fonds der Gruppe. Angelegt
wird überwiegend in Staatsanleihen mit einer Duration von mindestens sechs
Jahren. Die größte Anleiheposition bilden italienische Staatsanleihen (3,5 %)
und auch spanische Papiere sind mit 2,7 % unter den Top-Five.

Geduld zahlt sich
aus: Schlussspurt des Candriam

Rollierende zeiträume
Rollierende zeiträume

Quelle: Finanzen FundAnalyzer

Auch der zweitbeste Fonds des Vergleichsfeldes, der Allianz
Euro Rentenfonds A (ISIN: DE0008475047), sattelt einen ordentlichen Betrag auf
die Sparsumme. Sein Wertzuwachs beträgt über die Laufzeit 61 % bzw. 73.206
Euro. Der Allianz ist der älteste Fonds im Feld. Aufgelegt 1966 verwaltet er
mittlerweile knapp 1,35 Mrd. Euro – ein echtes Schwergewicht. Wie dem Candriam
steht auch hier ein Management-Team in der Verantwortung. Johannes Reinhard und
Ralf Jülichmanns legen seit Ende 2013 das Fondsvermögen an. Seitdem hat der
Fonds jährlich um gut 3,1 % zugelegt. Das reicht dennoch nur für €uro FondsNote
4. Über zwanzig Jahre steht ein Plus von 4,72 % p.a.  bei einer geringen Volatilität von 3,8 %.
Reinhard und Jülichmanns investieren hauptsächlich in verzinsliche Wertpapiere,
die über eine gute Bonität verfügen, aus Industriestaaten stammen und eine
durchschnittliche Duration von 3 bis 9 Jahren aufweisen. Auch dieser Fonds ist
stark in Südeuropa investiert. Gut 45 % der Positionen bilden Anleihen aus
Italien und Spanien.

Die drittbeste Ertragssteigerung liefert über zwanzig Jahre ebenfalls
ein Fonds einer deutschen Fondsgesellschaft. Der DWS Euro-Bonds (Long) (ISIN:
LU0044387529) bringt 4,41% jährlich über die gesamte Laufzeit ins Depot. Das
macht in Summe 70.833 Euro. Aus 120.000 Euro Sparsumme werden so 190.833 Euro. Gemanagt
wird der 50 Mio. Euro leichte Fonds von einer Deutschen. Andrea Überschär ist
seit 1991 bei der DWS, seit 1997 stellt sie das Portfolio des DWS Euro-Bonds
zusammen. Überschär allokiert mehr als die Hälfte des Fonds in BBB-Anleihen.
Die übrigen Anteile stecken in noch besser bewerteten Investment-Grade-Papieren.
Staatsanleihen machen mehr als 64 % des Portfolios aus. Die letzten drei
Ertrags-Jahre fielen gerade einmal 1,1 % p.a. ab. Das ist zwar das Zehnfache
des Durchschnitts, reicht aber nur für €uro FondsNote 3. Die Vola ist mit 3,93
% die zweithöchste der Peergroup und liegt knapp 0,5 % über dem Durchschnitt
der Kategorie (3,51 %). Zu den Top-Five-Ländern gehören Frankreich (26,1%),
Italien (19,6 %), Deutschland (16,5 %) sowie Spanien (13,3 %) und die USA (4,9
%).

Dass der größte Vermögensverwalter der Welt, BlackRock,
nicht nur Indexfonds kann, beweisen die US-Amerikaner mit dem BGF Euro Bond A2
(ISIN: LU0050372472). Er rentiert über die Laufzeit mit 4,28 % jährlich, auf
die Ansparsumme des Fonds packt der Fonds zusätzlich 68.145 Euro drauf. Das
Fondsvolumen beläuft sich auf 4,83 Mrd. Euro, die Michael Krautzberger managt.
Krautzberger leitet seit 2005 die Portfolio-Verwaltung und visiert maximalen
Gewinn an. Dafür investiert er mindestens 80% des Vermögens in
Investment-Grade-Papiere. Seinen hehren Zielen kam der Fonds zuletzt nicht
nach. In den vergangenen drei Jahren lag der Ertrag durchschnittlich knapp
unter einem Prozent. Das bringt dem Fonds die €uro FondsNote 3 ein. Frankreich
(13,6 %), Spanien (11.1 %), Italien (10,2 %), Deutschland (9 %) und
Großbritannien (8,3 %) bilden gegenwärtig die Anlageschwerpunkte Krautzbergers.

Mehrwert mindestens
66.915 Euro: Aktives Management lohnt sich

rentenfonds-Ertragsübersicht
rentenfonds-Ertragsübersicht

Quelle: Finanzen FundAnalyzer

Empfehlenswert über die letzten zwanzig Jahre präsentiert
sich auch der Nordea European Covered Bond Fund (ISIN: LU0076315455). Er bringt
186.915 Euro über die Ziellinie – ein Plus von 66.915 Euro. Jährlich wächst er
im Schnitt um 4,22 % bei einer Vola von nur 3,3 % – weit unter dem Mittel
seiner Kategorie. Auch der Nordea überschreitet die Milliardengrenze. Das
Fondsvolumen beträgt gut 1,13 Mrd. Euro. Fondsmanager Henrik Stille, seit 2012
verantwortlich für den Fonds, liefert 
auf kurze Sicht die zweitbeste Performance im Feld: auf drei Jahre
beträgt das jährliche Wachstum 1,52 % – rund zwanzigmal höher als der
Kategorie-Durchschnitt. Zudem weist der Fonds mit 3,3 % die niedrigste Vola im
Feld auf. Zum 30.04.18 gab es dafür die Auszeichnung mit der €uro FondsNote 1.
Mindestens zwei Drittel des Investitionsvermögens müssen im
Investment-Grade-Segment investiert sein. Im Gegensatz zu allen anderen
Top-Performern investiert Stille überwiegend in Pfandbriefe. Zudem hält er
vergleichsweise viele Positionen in skandinavischen Ländern. Gut 26 % des Vermögens
ist derzeit in dänische Papiere allokiert, weitere 5,4% in schwedische sowie
3,5 % in norwegische. Drittgrößte Position bilden Anleihen aus Österreich (9,4
%). In Titel aus Spanien, Italien und Griechenland sind rund 25 % des Vermögens
allokiert.

Geldvermögen der Deutschen auf Rekordstand

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Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken besitzen
die Deutschen so viel Geldvermögen wie nie zuvor. Zum Ende letzten Jahres
belief sich die Vermögenssumme aller Haushalte auf rund 5,9 Bio. Euro. Das entspricht
einem Plus von knapp fünf Prozent gegenüber 2016 (5,591 Bio. Euro).

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase bevorzugen private
Haushalte nach wie vor vermeintlich sichere Häfen: Bei Pensionskassen, Versicherungen
sowie in Spar-, Sicht- und Termineinlage lagerten 2017 fast als drei Viertel des gesamten
Vermögens. Den Löwenanteil – rund 2,2 Bio. Euro – haben die Deutschen in
Versicherungen und Pensionsfonds angelegt. Das entspricht einem Plus von gut 2,7
% gegenüber dem Vorjahr.

Um 4,2 % sind die in Spar- Sicht- und Termineinlagen angelegten
Gelder gestiegen. Sie summierten sich zum Jahreswechsel auf 2,12 Bio. Euro.

Vergleichsweise gering wirkt dagegen die Summe, die in Investmentfonds
angelegt worden ist. Zwar wuchs das Volumen um mehr als elf Prozent von rund 520
Mrd. Euro auf gut 576 Mrd. Euro an. Dennoch sind trotz der besseren Renditeaussichten
nur gut zehn Prozent des Gesamtvermögens in diese Asset-Klasse allokiert.

Weitere sieben Prozent liegen aktuell in Aktienvermögen. Es wuchs gegenüber dem Vorjahr um 13,7 %. Private Haushalte
besitzen nun Aktien im Wert von insgesamt 424 Mrd. Euro statt 374 Mrd. Euro
(Stand 2016).

Den größten Zuwachs gab es beim Bargeld. Um fast 16 Prozent kletterte
der Cash-Bestand 2017. Deutsche hielten im vergangenen Jahr Barreserven in Höhe
von 192 Mrd. Euro.

Erneut rückläufig sind dagegen Geldanlagen in
Schuldverschreibungen wie Anleihen. Sie sanken um rund 6 Prozent auf 120 Mrd.
Euro und machen nur noch zwei Prozent des Gesamtvermögens aus.

Zweistelliges Wachstum
bei Aktien und Investmentfonds

Vermögen der Deutschen
Vermögen der Deutschen

Stand 31.12.2017

Quelle: Bankenverband, eigene Berechnung, eigene Darstellung

Oddo-BHF: Milliardeninvestitionen nach ESG-Kriterien

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Unser Engagement für die Integration von ESG-Faktoren steht in vollem Einklang mit der überzeugungsbasierten, langfristig ausgerichteten Investmentphilosophie von ODDO BHF AM. Mit der Einbeziehung der Kriterien, die für Anleger von größter Bedeutung und Relevanz sind, ist unser Ansatz in erster Linie darauf ausgerichtet, die Portfoliokonstruktion zu beeinflussen.

Um den langfristigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden, gleichzeitig aber unseren Kunden entsprechende Anlageergebnisse bieten zu können, bedarf es eines wohldurchdachten Ansatzes zur ESG-Integration. In unserem Hause gründet er sich auf zwei Säulen:

  • Ein absoluter „Best-in-Universe“-Ansatz
  • Hinwirken auf Fortschritte durch Anstoßen eines Dialoges mit Unternehmen

Aktuell findet unser ESG-Ansatz auf Aktienstrategien Anwendung und wird in Kürze auch in Kreditportfolios berücksichtigt.

UNSER ESG-ANSATZ

ESG-Analyse und Portfoliokonstruktion

Mithilfe eines „Best-in-Universe“-Ansatzes, bei dem jedes Unternehmen in Bezug auf das gesamte Universum eingeordnet wird, vermittelt unsere Analysemethodik größtmögliche Einblicke in die Risiken und Chancen sowie die langfristige Perspektive eines Unternehmens.

Unsere Methodik basiert auf einem intern entwickelten Modell, das 42 Kriterien beleuchtet. Unser vorrangiger Blick gilt dabei den jeweils maßgeblichsten Kriterien1 in jedem der drei betrachteten Themenblöcke, d.h. Umwelt (Risiken und/oder Umweltchancen von Produkten und Dienstleistungen), Soziales (Humankapital, Qualität des Führungsteams) und Governance (Unternehmenssteuerung).

Als Quelle für unsere ESG-Analyse dienen uns externe Datenlieferanten (Sustainalytics, Bloomberg, Factset), speziell wegen ihrer ESG-Expertise ausgewählte Broker und regelmäßige Gespräche mit Emittenten. All diese Informationen fließen in eingehende interne Analysen ein, die von unseren Teams erstellt werden.

Aufbau unseres ESG-Analysemodells und Beispiele für die betrachteten Kriterien

Aufbau unseres ESG-Analysemodells und Beispiele für die betrachteten Kriterien
Aufbau unseres ESG-Analysemodells und Beispiele für die betrachteten Kriterien

Für jedes analysierte Unternehmen wird jeweils ein Score (aus einer maximalen Punktzahl von 100) ermittelt. Im Anschluss wird das Investmentuniversum auf Basis einer ESG-Ratingskala von 1 (schlechtester Wert) bis 5 (Bestnote) eingeteilt.

Unser Analysemodell berücksichtigt kritische Punkte (Industrieunfälle, Umweltverschmutzung, Korruptionsverdacht, wettbewerbsschädigende Praktiken, Produktsicherheit, Probleme in der Versorgungskette usw.). Hier dient uns insbe-sondere Sustainalytics als Quelle. Dieser Faktor hat daher direkten Einfluss auf den finalen ESG-Score eines Unternehmens.

Auch das „Erfüllungsrisiko“ im Hinblick auf die langfristige Strategie eines Unternehmens findet in unsere ESG-Analyse Eingang und beeinflusst die Portfoliokonstruktion (Bewertung, Gewich-tung, Kauf- und Verkaufsdisziplin). 

Dialog mit Unternehmen

In Bezug auf die zentralsten ESG-Themen suchen wir den Dialog mit den in unseren Portfolios vertretenen Unternehmen, die den niedrigsten Score aufweisen. Wir setzen dabei weniger auf Ausschluss2, sondern wollen eher den Anstoß zu Veränderungen geben.

Die Entscheidung zum Eintritt in einen Dialog wird im ESG-Ausschuss gefällt. Das Gremium tritt vierteljährlich zusammen und deckt unsere gesamte Anlageexpertise ab (Aktien, z.B. Titel hoher und mittlerer Kapitalisierung, und Unternehmensanleihen).

Als erfolgreich gilt ein Engagement, wenn der Dialog mit einem Emittenten im Zeitverlauf zu einer größeren Transparenz in ESG-Fragen und/oder Verbesserung der ESG-Praktiken führt. Zeigt unser Engagement keine Ergebnisse (kein oder nicht zufriedenstellender Dialog), entscheiden sich die Fondsmanagement-Teams gegebenenfalls für einen Ausstieg aus der Anlage.

Den vollständigen Bericht zur Nachhaltigkeitsstrategie von ODDO BHF AM finden Sie hier.

Millionen Euro zu verschenken

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Schenken mit warmen Händen – mit diesem Slogan werben Stiftungen seit Jahren um spendable Gönner. Immerhin: Der Gedanke an sich ist in Deutschland tatsächlich auf fruchtbaren Boden gefallen. Geschenke als vorgezogenes Erbe werden hierzulande immer beliebter. Schon mehr als jede fünfte Schenkung in Höhe von mindestens 1.000 Euro wurde bislang ausdrücklich als vorweggenommene Erbschaft vergeben. In Baden-Württemberg und Thüringen waren es sogar gut 30 Prozent. Das zeigt die Studie „Schenkungen in Deutschland 2018“ von der internationalen Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland, in Auftrag gegeben von der Quirin Privatbank.

Insgesamt gibt fast die Hälfte der 7.339 befragten erwachsenen Bundesbürger in Deutschland an, schon mindestens einmal ein Geschenk im Wert ab 1.000 Euro erhalten zu haben. Am häufigsten ging es dabei um Bargeld oder Überweisungen (60 Prozent). Fast jedes sechste Geschenk enthielt aber auch schon Immobilien (15 Prozent). Insgesamt hatte mehr als jede vierte Schenkung in Deutschland (27 Prozent) bereits einen Umfang von mehr als 10.000 Euro, in Bayern sogar jede dritte. Und die Häufigkeit sowie die Umfänge von Schenkungen können künftig weiter bundesweit stark zunehmen. „Schenkungen und Erbschaften haben in Deutschland eine exponentiell wachsende Bedeutung – nach der Erbschaftswelle wird Deutschland nun quasi von einer Schenkungswelle überrollt“, kommentiert Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank, die Zahlen.

Jede sechste Schenkung kann künftig sechsstellig sein

Der Umfrage zufolge denken sechs von zehn Erwachsenen in Deutschland grundsätzlich daran, selbst größere Geschenke ab 1.000 Euro zu vergeben. Dieser Anteil ist in allen Bundesländern etwa gleich hoch, wobei Männer sich etwas spendabler zeigen als Frauen (61 zu 57 Prozent). Bei den Umfängen gibt es aber deutliche Unterschiede. In Bayern geht es schon bei jeder vierten künftigen Schenkung um mindestens 100.000 Euro. In Berlin und Thüringen ist das nur in jedem zehnten Fall so.

Bundesweit kann eine sechsstellige Schenkung in jedem sechsten Fall anstehen (17 Prozent). Zum Vergleich: Unter bisherigen Geschenken wurde diese Größenordnung in Deutschland nur in sechs Prozent aller Fälle erreicht. „Immobilien sind ein wesentlicher Grund, dass die Wahrscheinlichkeit sechsstelliger Geschenke in Deutschland künftig auf fast das Dreifache steigen kann. In Bayern und Rheinland-Pfalz könnte Grundbesitz laut unserer Studie künftig sogar schon in jeder zweiten Schenkung enthalten sein“, so Karl Matthäus Schmidt.

Aktien und Fonds bald so beliebt wie Schmuck und Diamanten

Nur sechs Prozent aller Schenkungen ab 1.000 Euro Umfang enthielten bislang Aktien oder Fonds. Waren die Beschenkten unter 35 Jahre, lag der Aktien- und Fondsanteil mit zehn Prozent aber schon fast zweifach höher. Bei künftigen Schenkungen könnten nun in bundesweit 20 Prozent aller Fälle Aktien oder Fonds enthalten sein. Damit kann die Bedeutung von Wertpapieren als Geschenk um mehr als das Dreifache ansteigen.

Zum Vergleich: Auf ebenfalls 20 Prozent Anteil kommen Schmuck oder Diamanten bei künftigen Schenkungen. Sie waren bislang aber schon zu 16 Prozent in Schenkungen vertreten.  „Wertpapiere könnten laut unserer Untersuchung künftig genauso häufig wie Schmuck verschenkt werden. Für die Anlageberatung entstehen daraus neue Möglichkeiten. Denn bislang besaßen die über 50-Jährigen in Deutschland deutlich häufiger Aktien und Fonds als jüngere Erwachsene. Im Zuge der Schenkungs- und Erbschaftswelle kann sich das Verhältnis zugunsten der Jüngeren verändern“, so Schmidt.

Steuervermeidung ist ein großes Thema

Die Motive zur Vergabe größerer Geschenke sind in den Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt. Nirgends wollen so viele wie in Bayern mit Geschenken vor allem Steuern vermeiden – den Berlinern und Saarländern ist das nur etwa halb so wichtig (30 zu jeweils 18 Prozent). Bundesweit aber gewinnt das Steuersparmotiv kräftig an Bedeutung: Spielte es bisher bei Schenkungen ab 1.000 Euro nur in vier Prozent aller Fälle eine Rolle, soll darauf künftig schon bei jeder vierten Schenkung (24 Prozent) geachtet werden.

Damit stellen die Deutschen, die etwas verschenken wollen, das Steuersparmotiv auf dieselbe Stufe wie den Wunsch, mit dem Geschenk primär Sympathie auszudrücken (23 Prozent). „Schenkungen als vorgezogene Erbschaften können tatsächlich signifikante Steuervorteile bringen, insbesondere durch neue Freibeträge alle zehn Jahre. Dennoch ist auch hier sehr genau auf mögliche Fallstricke zu achten, die im Zweifel mit einem Berater besprochen werden müssen“, warnt Schmidt.

Wissenslücken beim Thema Schenkungssteuer

Mehr als jeder Dritte in Deutschland, der schon mindestens einmal ein Geschenk im Wert von mehr als 1.000 Euro bekommen hat, kennt nach eigenen Angaben die geltende Schenkungssteuerpflicht nicht. In Ostdeutschland sind es sogar 41 Prozent (West 35 Prozent) und unter den 18- bis 24-Jährigen stattliche 58 Prozent. Allerdings glauben insgesamt auch zwei Drittel aller Deutschen, „dass die Steuerpflicht auf Geschenke von kaum jemand in Deutschland beachtet wird.“ Und sogar 69 Prozent halten selbst ab einer bestimmten Größenordnung „grundsätzlich die Besteuerung von Geschenken für nicht richtig“.

(MvA)

Die Kernergebnisse der Studie „Schenkungen in Deutschland 2018“ als PDF-Dokument.

Carmignac besetzt den Wholesale-Vertrieb neu

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Carmignacs langjähriger Vertriebschef Italien, Giorgio Ventura, wird neuer Global Head of Sales beim französischen Asset-Manager Carmignac. Seine alte Position wird der 45-jährige dennoch weiter ausfüllen. Zudem bekommt der gebürtige Italiener einen Sitz im Ausschuss für strategische Entwicklung. 

Ventura kam 2012 zu den Franzosen, nachdem er zuvor drei Jahre als Co-Head of Sales beim Mailänder Asset Manager Eurizon Capital fungierte. Vor seinem Engeagement bei den Italienern arbeitete er acht Jahre als Executive Director bei Lehmann Brothers. Für Carmignac soll Ventura nach Aussage von Eric Henderlé, General Manager der internationalen Fondsgesellschaft, die globale Geschäftsentwicklung voran treiben.

Es ist nicht der erste große Personalwechsel im Vertrieb von Carmignac in diesem Jahr. In der vergangenen Woche gaben die Franzosen bekannt, dass der bisherige Wholesales-Chef Deutschland und Österreich, Roland Schmidt, das Unternehmen im April verlassen hat. Zum Nachfolger wurde Nils Hemmer berufen

Schmidt wechselt zur Asset-Management Sparte der kanadischen Royal Bank of Canada (RBC), der RBC Global Asset Management. Dort soll er als Direktor EMEA Business Development den Ausbau des deutschen institutionellen Marktes betreiben. Den Vertrieb für Institutionals und Wholesale leitete Schmidt bei Carmignac für vier Jahre. Zuvor war er knapp zwei Jahre Head of Sales Germany bei M&G Investments. Von 2007 bis 2011 arbeitete Schmidt im Vertrieb von Barings Asset Management. 

(DW)