Euroland-Mid Caps – Potenzial im Verborgenen

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Damals wie heute: Erfolgsfaktor Euroland-Aktien

Vor etwa 20 Jahren blickten Aktienanleger in Europa gebannt auf die bevorstehende Einführung des Euros – Anfang 1999 wurde dieser zunächst als Buchgeld eingeführt. Wer vorher ein europäisches Aktienportfolio nur unter Inkaufnahme von diversen Währungsrisiken zusammenstellen konnte, dem standen mit dem Start der Gemeinschaftswährung neue Möglichkeiten zur Verfügung. Mit Euroland-Aktienfonds ließ sich ohne Währungsrisiko von überzeugenden Anlagethemen auf dem gesamten Kontinent profitieren. Zu den Euroland-Aktienfonds der ersten Stunde zählte auch der nach einem ‚High Conviction‘-Ansatz gemanagte DPAM Invest B Equities Euroland. Der im April 1998 aufgelegte Fonds entwickelte sich schnell zu einem der Flaggschiff-Fonds von Degroof Petercam AM. 

Für Guy Lerminiaux, CIO Fundamental Equities, sind Aktien aus dem Euroraum heute wie vor 20 Jahren ein spannendes Terrain für einen aktiven Managementansatz: „Euroland-Aktien stellen nach wie vor keine vollkommen effiziente Anlageklasse dar, im Gegenteil. Sie bietet noch immer einen großen Fundus an Unternehmen, die unbekannt sind, vom Markt nicht oder nur wenig beachtet werden und in Indizes noch nicht enthalten sind“, sagt der Aktienexperte. 

Und ergänzt: „Genau in diesen Ineffizienzen liegt der Schlüssel zur Wertschöpfung durch aktives Asset-Management. Für uns als aktivem Manager gilt es, Aktien zu finden, die nicht jeder sieht. Wir halten nicht die üblichen Verdächtigen, die in vielen Indizes enthalten sind. Dies spiegelt sich auch in unseren Portfoliopositionen wider. So sind bestimmte disruptive Geschäftsmodelle in den Indizes in Europa kaum enthalten, wie zum Beispiel Cellnex, ein spanischer Betreiber von drahtlosen Telekommunikationsinfrastrukturen. Außerdem sind die unternehmensspezifischen Risiken zurückgekehrt, was bedeutet, dass die Korrelationen zwischen den Aktienrenditen wieder abnehmen. Dies ist ein günstiges Umfeld für aktive Portfoliomanager wie Degroof Petercam“.

Euroland-Mid Caps – Potenzial im Verborgenen

Das Ziel, Aktien zu identifizieren, die der Markt nur wenig beachtet, lässt sich am besten bei Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung realisieren. Dazu Koen Bosquet, Manager des DPAM Invest B Equities Euroland: „Mid-Cap-Unternehmen werden weit weniger analyisiert als ihre großkapitalisierten Pendants. Sie stellen auch außerhalb der Benchmark attraktive Anlagemöglichkeiten dar. Zudem handelt es sich oft um Familienunternehmen mit stark engagierten Vorständen und stabilen Anteilseignern. Wichtig ist auch, dass sie oft schneller wachsen, da sie in Nischenmärkten mit hoher Wertschöpfung tätig sind. Ihre Geschäftsmodelle sind oft klarer als die von Großunternehmen. Und nicht zuletzt können diese Unternehmen attraktive Übernahmeziele sein oder zu den Large-Caps der Zukunft werden. Das Aufspüren von unterbewerteten Mid-Caps ist Teil unserer DNA und passt ideal zu unserem aktiven Managementansatz und unseren Analysekapazitäten.“

Euroland-Perlen: Tourismus und Ernährung

Der internationale Tourismus hat in den letzten 10 Jahren stark zugenommen – ein Trend, der vorerst fortbestehen sollte. Die Welttourismus-Organisation rechnet in den kommenden 5 Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von 4 Prozent bei den Übernachtungen. Auch europäische Unternehmen können hiervon überproportional profitieren. „Wir spielen dieses Thema zum Beispiel über Accor, Inhaber mehrerer internationaler Hotelketten, oder Amadeus, Anbieter eines globalen Vertriebssystems für Flugbuchungen“, sagt Koen Bosquet.

Überzeugt ist der Fondsmanager auch, dass Verbraucher immer mehr Wert auf die Rückverfolgbarkeit der in Nahrungsmitteln verwendeten Inhaltsstoffe legen und natürliche Zutaten bevorzugen. Dies führt unter anderem zu einer Fragmentierung des Bereichs der Lebensmittelproduktionsbetriebe. „Wir favorisieren derzeit Hersteller von Lebensmittelzutaten, wie die irische Kerry Group. Generell halten wir es im aktuellen Umfeld für notwendig, sich auf Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht zu konzentrieren, die steigende Herstellungskosten leicht an ihre Kunden weitergeben können.“

20 Jahre konstante Outperformance

Durch aktive Einzeltitelselektion des Fondsmanagementteams konnte der DPAM Invest B Equities Euroland über die vergangenen 20 Jahre einen kontinuierlichen Mehrwert generieren. Ziel des Fonds ist es bis heute, den breiten europäischen Markt langfristig bei einem hohen Active Share (aktuell 76 Prozent) und geringen Tracking Error zu übertreffen. „Der Ansatz zielt auf eine Kombination aus Top-down-Investmentthemen, einer hochselektiven Bottom-up-Aktienauswahl und einer Ausrichtung auf überzeugende, fundamental sehr gut analysierte Mid-Cap-Titel. Wir gehen dabei unabhängig von einer Benchmark vor und wählen Unternehmen aus, die sowohl Qualität in Bezug auf das Geschäftsmodell, das Management und den Track Record als auch Wachstumsmerkmale aufweisen. Diese Suche nach Alpha beinhaltet eine strenge Risikokontrolle, die vollständig in den Anlageprozess integriert ist“, fasst Koen Bosquet die Kernpunkte anlässlich des 20-jährigen Bestehens des DPAM Invest B Equities Euroland zusammen.

 

Wertentwicklung des DPAM Invest B Equities Euroland (per Ende April 2018) 

degroof Petercam Wertentwicklung
degroof Petercam Wertentwicklung

Altersvorsorge: Rentenbescheide für viele unverständlich

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21 Prozent der Beschäftigten halten die jährlichen Renteninformationen der Gesetzlichen Rentenversicherung für völlig unverständlich. Etwas mehr als ein Drittel sind anhand der Informationen nicht in der Lage ihre künftige Rentenhöhe einzuschätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag des Asset-Managers Fidelity International.

Rund 1.000 Beschäftigte waren im Rahmen der Studie zu ihrer Einschätzung des Gesetzlichen Rentenbescheids gefragt worden. Fast alle Befragten (94%) halten eine leicht verständliche Darstellung der Sachinformationen für „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Neben einem Mehr an Verständlichkeit wünschten sich knapp zwei Drittel einen Online-Zugang zu ihren Renteninformationen, in dem alle Quellen ihrer späteren Renteneinkünfte (gesetzliche Rente, private Rente, betriebliche Rente) integriert sind. Beispielberechnungen finden gut sieben von zehn Befragten hilfreich.

Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts bei Fidelity International, fordert daher eine bessere Aufbereitung der Renteninformationen. Jeder Arbeitnehmer müsse sofort erkennen, warum es für ihn persönlich notwendig sei, vorzusorgen: “Politik und Finanzdienstleister stehen hier gleichermaßen in der Verantwortung, an Lösungen zu arbeiten.“


Trump is back

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Die Feuerpause war nur von kurzer Dauer. Anfang vergangener Woche hatten sich die Anleger über die Ankündigung eines Handelsabkommens zwischen den USA und China gefreut. Dieses sah die Aussetzung der von der Trump-Regierung in den vergangenen Monaten angekündigten Erhöhungen der Zölle vor, wofür sich China im Gegenzug verpflichtete, mehr amerikanische Produkte, insbesondere landwirtschaftliche Erzeugnisse, einzuführen. „Eine Art Friedensvertrag“ laut Larry Kudlow, einem der wichtigsten Wirtschaftsberater des Weißen Hauses. Dieser versetzte Donald Trump auch ohne eine bezifferte Verpflichtung in Begeisterung. US-Finanzminister Steven Mnuchin dämpfte jedoch den Enthusiasmus und wies darauf hin, dass der Handelskrieg „nur ausgesetzt“ sei. Wahrscheinlich hatte er die weitere Entwicklung bereits antizipiert.

Schon am Dienstag gab US-Präsident Trump bekannt, dass er letztendlich nicht mit den jüngsten chinesisch-amerikanischen Verhandlungen zufrieden sei. Am Tag darauf goss das Wall Street Journal noch etwas mehr Öl ins Feuer, indem es über den amerikanischen Plan, die Zölle auf importierte Autos aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ auf 25 % anzuheben, berichtete, während China eine Senkung der Einfuhrzölle auf Autos angekündigt hatte. Dies sorgte für eine erneute Anspannung der Beziehungen zwischen den beiden Mächten, die im Begriff sind, einen Weg der Annäherung zu finden.

Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Enguerrand Artaz, Cross Asset Manager
Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Enguerrand Artaz, Cross Asset Manager

Bild: Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Enguerrand Artaz, Cross Asset Manager

Ähnlich ist die Situation im Hinblick auf Nordkorea. Noch bis vor kurzem bestanden große Hoffnungen, dass am 12. Juni in Singapur ein historisches Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea stattfinden würde. Am vergangenen Donnerstag sagte Donald Trump das Treffen unter Verweis auf die „Feindseligkeit“ Pjöngjangs ab. Zwischenzeitlich kam es zu einer verbalen Eskalation, ausgelöst durch den neuen US-Sicherheitsberater John Bolton, der den Prozess der atomaren Abrüstung Nordkoreas mit dem in Libyen verglich. Ein Fauxpas, der durch US-Vizepräsident Mike Pence noch verschärft wurde. Dies rief eine wütende Reaktion der nordkoreanischen Regierung hervor, die seine Aussagen als „dämlich“ und „ignorant“ bezeichnete.

Diese Rückkehr der geopolitischen Spannungen sorgte für Stress und zunehmende Volatilität an den Aktienmärkten, die sich von ihren Tiefständen im März kräftig erholt hatten. Das war vorhersehbar. Donald Trump steht mitten im Wahlkampf zu den anstehenden Halbzeitwahlen, und die Rhetorik vom „Handelskrieg“ ist eine seiner Speerspitzen zur (Re-)Mobilisierung seiner Wählerschaft. In Sachen Nordkorea ist der gordische Knoten das Ende des Verteidigungsabkommens zwischen Südkorea und den USA, da Nordkorea seine Atomanlagen nur im Rahmen einer vollständigen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel aufgeben will. Zweifellos würde ein Verzicht auf die amerikanische Militärpräsenz in der Region von den Trump-Wählern als Eingeständnis von Schwäche aufgefasst werden. Dies ist weit entfernt von dem Bild, das der US-Präsident abgeben will und für das er zu weiteren Erklärungen bereit ist, die in den kommenden Monaten die Märkte in Unruhe versetzen dürften.

Klimarettung erfordert mehr Reformen

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Unsere jüngste Analyse der Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung der langfristigen Klimaschutzziele zeigt eine geringfügige Bewegung in die richtige Richtung, die vornehmlich auf den steigenden CO2-Preisen beruht. Es ist allerdings ein wesentlich umfassenderer Wandel erforderlich, um auch nur in die Nähe der Verpflichtungen zu kommen, auf die sich führende Politiker vor zwei Jahren in Paris festgelegt haben.

Wir haben das Climate Progress Dashboard entwickelt, um das Tempo und den Umfang des Wandels über eine große Bandbreite an Parametern hinweg zu verfolgen, die sich sämtlich verbessern müssen, um den langfristigen Temperaturanstieg zu begrenzen. Der Klimawandel stellt Anleger vor zwei Fragen:

  • Welche messbaren Veränderungen sind durch Politik, durch die Nutzung sauberer Technologie oder bei der Energieerzeugung usw. voraussichtlich zu erwarten?
  • Wie würden sich diese Änderungen auf die Rentabilität und den Wert von Unternehmen und Portfolios auswirken?

Das Climate Progress Dashboard soll helfen, die erste dieser Fragen zu beantworten, indem es die unterschiedlichen Signale und Datenpunkte, die mehr Verwirrung stiften können, als sie zur Klärung beitragen, auf konsistente Weise zusammenführt. Hier finden Sie weitere Informationen sowie einen Überblick über unsere weiteren Klimawandelwerkzeuge und -Analysen.

Unsere neueste vierteljährliche Aktualisierung zeigt eine geringfügige allgemeine Verbesserung. Der durchschnittliche Temperaturanstieg, den die verschiedenen von uns untersuchten Indikatoren implizieren, hat sich von 4,1 °C auf 4,0 °C verringert. Praktisch gesehen ergibt sich der Unterschied aus einem Rundungsfehler im System der erforderlichen Änderungen. Allerdings handelt es sich dabei zumindest um eine Abrundung statt um eine weitere Entfernung von der Sicherheitsgrenze bei 2 °C. 

Bei zwei Elementen des Dashboards war im ersten Quartal eine spürbare Veränderung zu beobachten. Zum einen hat die Besorgnis der Öffentlichkeit in Bezug auf den Klimawandel nachgelassen, insbesondere in den USA. Zum anderen sind die CO2-Preise in Europa in den vergangenen Monaten stark gestiegen, obwohl sie noch weit von Niveaus entfernt sind, die hoch genug sind, um einen Wandel in dem erforderlichen Ausmaß herbeizuführen.

Besorgnis der Öffentlichkeit geht in den USA zurück

Unsere Analyse bezieht nationale Erhebungen ein, die die Besorgnis der Öffentlichkeit in den Ländern mit den höchsten Emissionen erfassen. Ende März veröffentlichte Gallup eine Ausgabe1 seiner Umfrage zu den Einstellungen in den USA, die einen leichten Rückgang der Besorgnis ergab. 63 % der erwachsenen Amerikaner äußerten „sehr große“ oder „große“ Besorgnis in Bezug auf den Klimawandel. Dies bedeutet eine Verringerung gegenüber 66 % im vergangenen Jahr und eine Umkehr hinsichtlich der in allen drei Vorjahren beobachteten Zunahme der Besorgnis.

Recherchen im Internet zum Thema „Klimawandel“ liegen vor „Terrorismus“, gehen jedoch im Vergleich zu Höchstwerten weiter zurück

Internetrecherchen
Internetrecherchen

Quelle: Google Trends, Schroders.

Die Schlussfolgerungen deuten auf ein fallendes öffentliches Interesse an dem Thema hin. In der Abbildung oben sind die Google-Suchen nach dem Begriff „Klimawandel“ im Vergleich zu den Suchen nach „Terrorismus“ dargestellt. Das Interesse an dem Thema ist auf die Hälfte der Höchstwerte von vor 18 Monaten gefallen.

Es sind keine offensichtlichen Katalysatoren in Sicht, die das nachlassende Interesse wieder entfachen würden. Vor dem Hintergrund, dass die sozialen Einstellungen eine wichtige Triebkraft darstellen, was politische Prioritäten und das Konsumentenverhalten betrifft, verheißt dieser Trend nichts Gutes für konzertierte Maßnahmen und ein verstärktes politisches Engagement.

Anstieg der CO2-Preise in Europa

Andererseits sind die CO2-Preise u. a. aufgrund von Reformen der Emissionszertifikate der Europäischen Union, die im vergangenen Herbst vereinbart wurden, in den vergangenen Monaten stark gestiegen.

Kohlenstoffpreise EU-EHS

Anstieg Kohlenstoff
Anstieg Kohlenstoff

Quelle: ICE, Schroders.

Bis Ende März stiegen die Emissionshandelspreise zum ersten Mal seit 2010 auf über 15 US-Dollar/Tonne (12,3 Euro/t). Der Anstieg steht im scharfen Kontrast zu den USA, wo die Preise im Rahmen des größten CO2-Emissionshandelsprogramms, der Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI), konstant bei unter 4 US-Dollar/Tonne liegen.

Die CO2-Preise sind ein zentrales Element der einzelstaatlichen politischen Maßnahmen auf der ganzen Welt, und dies dürfte sich voraussichtlich nicht ändern. Unseren Schätzungen zufolge2 müssen die Preise auf ungefähr 100 US-Dollar/Tonne steigen, um Anreize für Emissionsreduktionen in einem Ausmaß zu bewirken, das ausreicht, um den Temperaturanstieg auf 2 °C zu begrenzen. Auf dieser Grundlage ist ein noch wesentlich höherer Anstieg der CO2-Preise erforderlich, um die Klimaziele im Zuge von disruptiven Umwälzungen zu erfüllen.

Fazit: Kleine Schritte in die richtige Richtung

Im vergangenen Quartal war erstmals ein Rückgang in Bezug auf den durch das Climate Progress Dashboard implizierten Temperaturanstieg zu verzeichnen. Allerdings ist die Verbesserung im Vergleich zu den Reduktionen, die noch erforderlich sind, um den Anstieg auf ein sicheres Niveau zu begrenzen, eher gering.

Die unten stehende Abbildung stellt die Entwicklung einiger der genannten Faktoren dar. Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Faktoren finden Sie in unserem interaktiven Climate Change Dashboard auf unserer englischsprachigen Seite.

Lösungen
Lösungen

1 http://news.gallup.com/poll/231530/global-warming-concern-steady-despite-partisan-shifts.aspx?g_source=link_NEWSV9&g_medium=TOPIC&g_campaign=item_&g_content=Global[(2520Warming)[(20was) was not found]20not%20found]2520Concern[(2520Steady)[(20was) was not found]20not%20found]2520Despite[(2520Some)[(20was) was not found]20not%20found]2520Partisan%2520Shifts  



Der Artikel zur Nachhaltigkeit der EU-Politik ist am 15.05.2018 auch auf Schroders.com erschienen.

Nachhaltigkeit wird nachgefragt

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65 Prozent der institutionellen Anleger in Deutschland berücksichtigen bereits Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage. Dabei stehen für sie ökonomische Aspekte im Vordergrund. Gleichzeitig spielt für die Investoren die Messung der Nachhaltigkeitswirkung ihrer Geldanlagen eine wichtige Rolle. Dies geht aus der Nachhaltigkeitsstudie von Union Investment in Zusammenarbeit mit Professor Henry Schäfer von der Universität Stuttgart hervor, für die 203 Großanleger in Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt sechs Billionen Euro befragt wurden. Sie verwalten zusammen ein Vermögen von rund 5,9 Billionen Euro. 

Von den Befragten gaben 65 Prozent an, Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen. Im Jahr 2013 betrug ihr Anteil noch 48 Prozent. Für 35 Prozent aller Befragten spielen ESG-Kriterien zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings keine Rolle. Aus der Studie geht eine Zweiteilung des institutionellen Marktes hervor: Nach wie vor gibt es skeptische Anleger, die Nachteile beim Erreichen ihrer Anlageziele befürchten. Demgegenüber stehen Anleger, die in der Praxis überwiegend positive Erfahrungen mit Nachhaltigkeit gesammelt haben. So nutzen 91 Prozent der befragten Kapitalverwaltungsgesellschaften sowie 88 Prozent der Gruppe aus kirchlichen Anlegern und Stiftungen nachhaltige Investmentstrategien auffallend stark. Deutlich geringer ist der Anteil nachhaltiger Investoren bei Altersvorsorgeeinrichtungen (59 Prozent), Großunternehmen (43 Prozent) und Kreditinstituten (39 Prozent). 

Für drei Viertel der Befragten stehen dabei ökonomische Kriterien im Vordergrund, ein Anstieg um elf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Als weit weniger wichtig werden dagegen soziale und ethische Kriterien (je 64 Prozent) sowie Governance-Kriterien (63 Prozent) erachtet. Ökologische Kriterien bilden gar das Schlusslicht (58 Prozent). „Investoren betrachten Nachhaltigkeit verstärkt aus ökonomischer Perspektive. Befürworter und Gegner scheinen sich einig zu sein, dass sich nachhaltige Kapitalanlagen finanziell rechnen müssen“, sagt Alexander Schindler, im Vorstand von Union Investment zuständig für das Geschäft mit institutionellen Kunden. 

Kirchen und Stiftungen mit besonders hoher Nachhaltigkeitsquote 

Bei den Investoren, die auf Nachhaltigkeit setzen, ist nahezu die Hälfte ihrer Assets (49 Prozent) unter Berücksichtigung entsprechender Kriterien angelegt. Besonders hoch fällt die Nachhaltigkeitsquote mit 80 Prozent bei kirchlichen Anlegern und Stiftungen aus. Es folgen Altersversorger beziehungsweise Pensionskassen mit einem Anteil von 57 Prozent, Versicherungen mit 49 Prozent, Kreditinstitute mit 41 Prozent und Großunternehmen mit 40 Prozent. Mit 56 Prozent ist mehr als die Hälfte dieser Investoren mit der Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Anlageprozess sehr zufrieden oder außerordentlich zufrieden. Das ist eine Steigerung um zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Einen Ausstieg aus der nachhaltigen Kapitalanlage können sich 85 Prozent nicht mehr vorstellen (Vorjahr 77 Prozent).

Copyright portfolio institutionell/Tobias Bürger

Trump forciert Bankenderegulierung

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Finanzkrise 2007/2008: Große Banken mussten mit Milliarden
aus Steuertöpfen gerettet werden; Begriffe wie „Too big to fail“ machten die
Runde. In der Folge haben die meisten Staaten schärfere Regulierungen
eingeführt. So mussten durch das Dodd-Frank-Gesetz in den USA Banken mit
einer Bilanzsumme von über 50 Milliarden Dollar regelmäßige Stresstests
durchführen. Dabei wurde getestet, wie die Banken auf Extremsituationen an den
Finanzmärkten reagieren. Wer durchfiel, musste nachbessern und für mehr
Stabilität und Sicherheit im eigenen Haus sorgen. Zum Beispiel mit einem
höheren Anteil an Eigenkapital.

US-Präsident Trump will die 50-Milliarden-Schwelle nun
heraufsetzen. Wie das US-Repräsentantenhaus beschlossen hat, sollen künftig 250
Milliarden USD Bilanzsumme greifen. Damit sollen kleinere und mittlere Banken
bis zu dieser Grenze ermuntert werden, mehr Risiken einzugehen, indem sie
beispielsweise mehr Kredite in die Wirtschaft ausreichen oder größere Deals mit
anderen Instituten sowie Unternehmen eingehen: „Das ist ein Gesetz für die kleinen Banken, die die
finanziellen Anker unserer Gemeinden sind.“ sagte Paul Ryan, der Sprecher
des Repräsentantenhauses. 

Was sagen die Experten? „Sie merken deutlich, dass die
Schere bei der Regulierung im Bankensektor noch weiter auseinander geht“,
so Johannes-Jörg Riegler, Präsident des Bundesverbandes öffentlicher Banken“,
gegenüber dw.com. In Europa seien aktuell wesentlich kleinere Summen in
der Diskussion, wenn es um eine mögliche Lockerung der Regeln für Banken gehe. Der
deutsche Bankenverband weist darauf hin, dass die europäischen und die
deutschen Banken weiter abgehängt werden könnten. „Die europäischen
Institute drohen weiter zurückzufallen und Geschäftsanteile zu verlieren“,
so der Hautgeschäftsführer des Bankenverbandes, Christian Ossig.

Vor allem US-Investmentbanken ist außerdem die sogenannte „Volcker-Regel“
ein Dorn im Auge. Diese Regel ist nach dem früheren Chef der US-Notenbank Fed, PaulVolcker, benannt und verbietet Banken u.a. sich an Hedge- und
Private-Equity-Fonds zu beteiligen, sie zu besitzen oder zu finanzieren. Für
den kommenden Mittwoch hat die Fed überraschend eine öffentliche Beratung ihres
Gouverneursrats über die Zukunft der Volcker-Regel angekündigt.

Erleichterungen soll es auch für kurzfristige
Handelsgeschäfte von US-Banken geben. Diese fallen aktuell unter die
Volcker-Regel. Dies könnte laut den Plänen der US-Regulierer entfallen,
schreibt Bloomberg. Die US-Agentur beruft sich dabei auf drei Personen,
die mit den Diskussionen innerhalb den Aufsichtsbehörden vertraut seien. 

30% der UCITS-Fonds sind nicht hinreichendend gekennzeichnet

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Ein maßgeblicher Anteil der KIIDs-Prospekte, mit denen
Fondsgesellschaften über ihre Investmentfonds informieren, enthalten mangelhafte
Angaben zur Vergleichs-Benchmark. In einer Auswertung von 2033 aktiv gemanagten
Aktienfonds, die in der EU aufgelegt worden sind, ermittelte das NGO „Better Finance“,
dass knapp 30 % der Fonds nicht hinreichend ausgezeichnet waren. Mindestens 619
der untersuchten Wesentlichen Anlegerinformation enthielten nicht die von der
EU-Vorgeschriebenen Angaben.

Unter den Fonds, die nicht die Auflagen erfüllten, waren 98,
die zwar eindeutig einen Index in den Informationsblättern indizierten,
anschließend aber seine Performance nicht darstellten. 145 Fonds hatten
ersichtlich eine Fonds-Benchmark, behaupteten aber in den KIID, keine Benchmark
zu besitzen. Für 30 aktive Fonds waren gar keine KIIDs auffindbar.

Von den 619 nicht ausreichend gekennzeichneten Fonds waren
94 % in Luxemburg, UK, Irland, Deutschland und Österreich aufgelegt. Deutsche
Fonds rangieren am unteren Ende der Mängelliste. Nach Angaben von Better
Finance waren 38 % der untersuchten, in Deutschland registrierten Fonds
fehlerhaft. Ganz vorne stehen hier Österreich, wo 67 % der Fonds nicht den
Standards genügten, sowie Irland mit 54 %. Bei in Großbritannien und Luxemburg aufgelegte
Fonds erfüllten jeweils 43 % der Fonds nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Vorbildlich in der Untersuchung zeigten sich Fonds in Spanien oder Frankreich
aufgelegte Fonds. Sie erfüllen zu 97 % (Spanien) bzw. 99 % (Frankreich) die
EU-Richtlinie.

Fonds-Informationen:
Belgische Fonds besonders unzuverlässig

Ucits-Fonds nach Ländern
Ucits-Fonds nach Ländern

Quelle: Better Finance

Die „Wesentlichen Anlegerinformationen“, englisch „Key-Investor-Information-Document“
(KIID) waren nach der Finanzkrise eingeführt worden und ersetzten die bis dahin
gültigen Verkaufsprospekte. Die KIIDs sind seit 2012 für Investmentfonds in
Deutschland vorgeschrieben und müssen unter anderem dezidierte Angaben zur historischen
Wertentwicklung der Anlageprodukte enthalten.

Die Untersuchung zu den Wesentlichen Informationsblättern sowieeine Auflistung der betroffenen Fonds finden Sie hier.

2. €uro FundForum startet in Hamburg

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Den Hanseaten steht ein abwechslungsreicher und hochkarätig
besetzter Konferenztag bevor. Und um eines gleich vorwegzunehmen: Es ist
FIFA Fußball-WM-Zeit und so wird Ex-Fussballprofi Carsten Ramelow am Abend
einen Vortrag über die Spielarten des Erfolgs halten und anschließend live die zweite Halbzeit eines WM-Spiels der Gruppe C kommentieren, das via Großleinwand im Konferenzraum übertragen wird. Eine Gelegenheit für WM-Fans (mit nicht
Fußball-interessiertem Partner), ohne schlechtes Gewissen und „beruflich“
bereits kurz nach 17.00 Uhr TV zu schauen.

Den Tag eröffnen wird Keynotespeaker Thomas Straubhaar,
Professor an der Uni Hamburg. Er referiert zum Thema „Neue Wirtschafts(un)ordnung
– Ende der Globalisierung?“.
Danach gibt es ein Panel zum Thema „Was kommt nach
dem Aufschwung an den Finanzmärkten?“ mit den Experten und Fondsmanagern Serge
Pizem (AXA-IM), Daniel Morris (BNP Paribas), Tilo Wannow (ODDO BHF) und Uwe
Röhrig UBS. Zwischen 11.45  und 16.00 Uhr sind exklusive Workshops,
Lunches und Pausen angesetzt. Am Nachmittag dann startet das zweite Panel mit
Selina Piening (Edmond de Rothschild), Wolfgang Fickus (Comgest), Andrej
Brodnik (Jupiter), Dirk Hoffmann-Becking (Morgan Stanley) und Roger Merz
(Vontobel) Ihr Thema: „Aktives Management im Spannungsfeld zwischen MiFID II
und ETFs“
. Die Panel-Moderatoren Martin Hüfner (Chefvolkswirt Assenagon) und
Rüdiger Sälzle (Vorstand FondsConsult Research) haben zugesagt, sich in den
Fachdiskussionen für das Publikum kräftig ins Zeug zu legen.

Am Abend geht es zu einem formlosen Treffen gemeinsam in die „Tanzenden Türme“.

Das €uro FundForum  ist für Vermögensverwalter
mit BaFIN-Lizenz, Private-Wealth-Manager bei Banken und Sparkassen sowie für
Inhaber bzw. Führungskräfte von Family-Offices und unabhängigen IFA-Unternehmen
prädestiniert.

Workshop-Programm

Interessiert können aus einem breiten Spektrum an Vorträgen
wählen. AXA IM informiert über das Potential der Multi-Asset Investment-Expertise,
um jedes Kundenbedürfnis bedienen zu können. BNP Paribas AM legt den Fokus auf
Skandinavien, einen der stärksten Wirtschaftsräume Europas und wagt eine Expedition
in relevante Volkswirtschaften und Unternehmen. Comgest zeigt, was 2018 von
asiatischen Märkten und Asien zu erwarten ist, gibt Einblick in die Märkte,
Reformen und Innovationsführer Asiens. Edmond de Rothschild AM geht auf die Gewinner
und Verlierer der Big Data-Revolution ein. Bei Jupiter AM werden Wege
aufgezeigt, wie Emerging-Market-Dept optimal genutzt werden kann. Wie Sie in
volatilen Märkten sicher Investieren, ist Thema von Morgan Stanley IM. Im
Workshop von ODDO BHF Am erfahren Sie, wie Vermögensverwaltung für jeden
Anlegertyp funktioniert. Ob es jetzt Sinn macht, in Emerging-Markets zu allokieren,
erläutert UBS Asset Management (Deutschland). Vontobel AM informiert wie hochwertige
Investments in den Emerging-Markets gefunden werden können.

Sie finden das Programm hier zum Download.

Lokation: Empire Riverside Hamburg

Empire Riverside Hamburg
Empire Riverside Hamburg
Euro
Euro
Ausblick Riverside
Ausblick Riverside

Workshop-Impressionen

Workshop Impressiojn 1
Workshop Impressiojn 1
Workshop 2
Workshop 2

Panel-Diskussion

Diskussion
Diskussion
Panel 3
Panel 3

Bankensterben geht weiter

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Nicht nur die Deutsche Bank hat im aktuellen Marktumfeld schwer zu kämpfen. Wie ihr geht es vielen Kredithäusern. Wie aus dem aktuellen Bankstellenbericht der Deutschen Bundesbank hervorgeht, setzt sich die Konsolidierung im Bankensektor weiter fort und bestätigt den Trend der letzten Jahre. Im Jahr 2017 sank die Zahl der Kreditinstitute netto um 65 auf jetzt 1.823. Das entspricht einem Rückgang von 3,4% gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls stark rückläufig war die Zahl der Filialen. Bundesweit schlossen die Banken 1.900 Filialen – ein Minus von 5,8%. 

Konsolidierungsdruck wächst

Ursache für das Bankensterben ist, nach Ansicht von Bundesbankvorstand Joachim Würmeling, das schwierigen Marktumfeld. Das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie die Herausforderungen des Wettbewerbsumfeld zwinge die Institute zu Kosteneinsparungen, sagt Würmeling. „Insbesondere für kleinere und mittlere Banken ist deshalb der Druck zum Zusammenschluss zu größeren Einheiten gestiegen“.

Diese Annahme wird durch die Zahl der Fusionen gestützt. Knapp drei Viertel der Bankschließungen sind auf Fusionen zurückzuführen. 84 Kreditinstitute schlossen 2017 ihre Pforten. Von den Abgängen beruhten 57 auf Verschmelzungen von Genossenschaftsbanken, 13 auf Zusammenschlüsse von Sparkassen, einer auf der Fusion zweier Landesbanken. Den Abgängen standen 19 Neugründungen gegenüber. Zuwachs gab es nur bei den Sparten „Regional- und Wertpapierhandelsbanken“ (+3) sowie bei „Zweigstellen ausländischer Banken und Wertpapierhandelsbanken“ (+16).

Filialnetz schrumpft

Weiterhin rückläufig ist auch das Zweigstellennetz der deutschen Banken. Ihre Anzahl sank um 1.900 auf 30.126. Nicht in der Statistik enthalten sind reine Selbstbedienungsterminals. Filialschließungen betrafen alle Banken aller Sektoren. Am stärksten reduzierten die Sparkassen ihr Netz. Hier sank die Zahl um 765 auf 10.174. Dennoch unterhalten die Sparkassen weiterhin das größte Zweigstellennetz. Sie stellen mehr als ein Drittel aller Filialen.

Erstmals seit Beginn der statistischen Erhebung fiel die Filialzahl des genossenschaftlichen Sektors unter die 10.000er Marke. 2017 wurde das Netz um 714 auf 9.455 abgebaut. 

Die Kreditbanken sparten ebenfalls signifikant und schlossen 402 Filialen: Ihr Netz umfasst nun 9.042 Filialen. Den größten prozentualen Rückgang verzeichneten die Regionalbanken. Mit 222 trennten sich die Banken von fast zehn Prozent der Zweigstellen (2017: 2.053).

Würmeling sieht hierfür einerseits Kostendruck als Ursache, der Rückgang spiegele aber auch den Trend zur Digitalisierung und vermehrter Nutzung von Online-Banking, so der Bundesbankvorstand.

Abbau konstant

Der Trend in der deutschen Bankenlandschaft setzt sich somit fort. Seit 2013 haben rund 20 % aller Sparkassen ihr Pforten geschlossen. Die Zahl der Genossenschaftsbanken sank im gleichen Zeitraum um 18 %. Von den Privatbanken konnten sich rund zehn Prozent nicht am Markt halten.

Besserung ist nach Ansicht von Experten kaum in Sicht. Die Unternehmensberatung ZEB sieht bis 2020 weitere Ertragsrückgänge der Branche von bis zu 7 Mrd. Euro. Ulrich Hoyer, Leiter der Practice Group Retail Banking bei ZEB, zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario. Aktuell könne er keine positive Tendenz für das Retailgeschäft erkennen, so Hoyer, an Kosteneinsparungen gehe kein Weg vorbei. Wolle die Branche den prognostizierten Umsatzrückgang auffangen, müssten die Banken jährlich 17 % Kosten sparen. Daneben sollten die Banken beginnen, für ein besseres Kundenerlebnis zu sorgen, rät der Spezialist: „Einzelne Anbieter und internationale Erfahrung zeigen, dass Banken hier durchaus Chancen haben, der wahrscheinlichen Bedrohung durch „Big Tech“ Paroli bieten zu können“.

Gold und Silber lieb ich sehr…

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Silber-ETPs (A0N62F) verzeichneten die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Januar 2015. Silber holt seit einigen Wochen gegenüber Gold auf. Nach dem Zweijahreshoch von 82 im April liegt die Gold-Silber-Ratio am 25. Mai wieder bei 78. Während Gold angesichts der steigenden Zinsen in den USA nach wie vor unter Druck steht, kann Silber von seinen Eigenschaften als Industriemetall profitieren. Der Ausblick für die industrielle Silbernachfrage wirkt günstig, zumal sich die globalen Einkaufsmanagerindizes zu Beginn des zweiten Quartals verbesserten. Silber weist seit 2013 ein Angebotsdefizit auf, und aufgrund der in den letzten Jahren ausgebliebenen Mineninvestitionen ist es wahrscheinlich, dass es noch eine Weile Bestand hat. Für Silber sprechen ferner die zunehmende Nachfrage im Elektroniksektor (vor allem für Autos) und in der Photovoltaik-Branche. Long-Silber-ETPs (A0N62F) zogen in der letzten Woche Gelder in Höhe von 97,3 Mio. USD an. Ganz anders die Entwicklung bei Gold-ETPs. Trotz der Zuflüsse gegen Ende der Woche, als das Gipfeltreffen zwischen den USA, Nordkorea und Südkorea für weitere Turbulenzen sorgte, kam es bei Gold-ETPs (A0LP78) im Wochenverlauf insgesamt zu Abflüssen in Höhe von 63,5 Mio. USD, da sich der Goldpreis vorwiegend rückläufig entwickelte.

ETF Securities Mittelzufluesse
ETF Securities Mittelzufluesse

Quelle: ETF Securities

Antizyklische Aktienanleger interessieren sich für Italien-ETFs. Die Bildung einer populistischen Koalitionsregierung in Italien schreckte den Markt in der letzten Woche auf, und der FTSE MIB büßte gut 4,5 Prozent ein. Vor den Ereignissen des Wochenendes, die weitere Turbulenzen zur Folge hatten, schienen die ETF-Anleger jedoch eine Kaufgelegenheit zu wittern. Bei FTSE-MIB-ETFs fielen die Zuflüsse mit 8,2 Mio. USD so hoch aus wie zuletzt im Juni 2016.

Zucker-ETPs (A0KRJ8) verzeichneten die höchsten Abflüsse seit Juli 2015, da die Anleger Gewinne mitnahmen. Als der Markt in der vergangenen Woche den Umfang des globalen Überangebots neu bewertete, legten die Zuckerpreise um 7 Prozent zu. Nach der Rekordernte (und des folgenden hohen Zuckerausstoßes) hatte der Markt zunächst reflexartig angenommen, dass Indien den Markt mit umfangreichen Zuckerrohrexporten überschwemmen könnte. Indien scheint sich aber in diesem Jahr mit der Anhebung der Lagerbestände zufrieden zu geben. Zugleich ist es wahrscheinlich, dass das brasilianische Angebot aufgrund der weniger günstigen Wetterlage geringer ausfällt. Darüber hinaus dürften die relativ hohen Rohölpreise dazu führen, dass größere Mengen Zuckerrohr der Zuckerproduktion entzogen und in die Ethanolproduktion gelenkt werden. Long-Zucker-ETPs verzeichneten in der vergangenen Woche Abflüsse in Höhe von 8,5 Mio. USD, da Anleger im Zuge des jüngsten Preisanstiegs Gewinne mitzunehmen schienen.

ETF Top 5 Zufluesse
ETF Top 5 Zufluesse

Quelle: ETF Securities

Auch bei Industriemetallen (A0SVX7) kam es wohl zu Gewinnmitnahmen. Deren Preise hatten nach einer Schwächephase erst im letzten Monat insgesamt um 1,5 Prozent zugelegt. Nach der Marktbewegung schienen die Anleger aber Gewinne mitzunehmen. So fielen die Abflüsse in der vergangenen Woche mit 16,6 Mio. USD so hoch aus wie seit acht Wochen nicht mehr. Auch wenn die fundamentale Situation weiterhin unterstützend für Industriemetalle wirkt, könnte der aufwertende US-Dollar den Anstieg der Preise auf kurze Sicht begrenzen.

ETF Top 5 Loosers
ETF Top 5 Loosers

Quelle: ETF Securities

Bei Long-Rohöl-ETPs (A0KRJX) kam es zu Abflüssen in Höhe von 45 Mio. USD, da sich Rohöl der Sorte WTI so stark verbilligte wie zuletzt vor zehn Wochen. Der Preis der Sorte WTI fiel in der letzten Woche um 5 Prozent, da die OPEC und Russland signalisierten, dass sie zu Fördererhöhungen bereit wären. Bisher ist unklar, in welchem Maße sie ihre Förderung anheben wollen oder inwiefern die 14 Mitglieder der Organisation – und die anderen zehn Nicht-OPEC Länder, die an der freiwilligen Förderanpassung teilnehmen – überhaupt mit einer Reduzierung der Förderkürzungen einverstanden sind. Wir gehen davon aus, dass das 174. Treffen der OPEC am 22. Juni für mehr Klarheit sorgen wird.