Großinvestoren: Hehre Ziele für 2018

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Nach dem im letzten Jahr die Weltwirtschaft neuen Schwung gewonnen hat, blicken die institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Stiftungen und Staatsfonds mit großer Zuversicht auf das anstehende Jahr. Einer Studie des Forschungsinstituts CoreData Research zufolge gaben weltweit 43 % der Asset Manager an, in diesem Jahr mehr als sieben Prozent Rendite aus dem Portfolio heraus holen zu wollen. Weitere 28 % nannten eine Zielrendite von 5-6 %. 

Die Werte variieren nach Kontinent. So geben sich europäische Investoren vorsichtiger, was die Zielerwartungen betrifft. Auf dem alten Kontinent setzten nur 40 % die Erwartungen über der sieben Prozent-Marke an, etwas mehr als jeder Vierte (27 %) visiert 5-6 % an. Der Großteil hält Erträge von 1-4 % für realistisch. 

Auf dem nordamerikanischen Kontinent sind vergleichsweise mehr Optimisten zu Hause: 54 % der Befragten gaben sich zuversichtlich, mehr als sieben Prozent zu erzielen zu wollen. Immerhin noch 29 % gaben 5-6 % als Ziel aus.

Quelle: Schroders

Relativiert wird der Blick auf die Ertragsaussichten von der Einschätzung nach der Erreichbarkeit der angegebenen Zielstellungen. Gefragt nach der Wahrscheinlichkeit die anvisierten Erträge erwirtschaften zu können, kehrt sich das Verhältnis um.

Wollen: ja – Können: vielleicht


Weltweit glauben 54 % der Studien-teilnehmer daran, dass sie ihre eigenen Erwartungen erfüllen werden. Von den optimistischen Nordamerikanern sind aber nur 46 % überzeugt davon, die Ziel-Rendite auch erwirtschaften zu können. Die Europäer sind dagegen – angesichts der moderateren Erwartungen – deutlich zuversichtlicher, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als sechs von zehn Befragten gab dies zu Protokoll.

Diese Selbsteinschätzung spiegelt sich auch in der Einschätzung des nötigen Leistungsaufwands wieder. Im globalen Mittel gab mehr als die Hälfte (56 %) der Studien-Teilnehmer an, es werde 2018 schwerer Rendite zu erwirtschaften als im Vorjahr. In Europa glauben das vier Prozent mehr (58 %) als auf dem neuen Kontinent (54 %). 

Politische Krisen werden das Investment beeinflußen…

Quelle: Schroders

Geopolitischen Ereignissen, wie dem aktuellen Aufruhr im Iran oder der seit langem schwelende Konflikt zwischen Nord-Korea und den USA messen viele Anleger hohe Bedeutung zu. Fast zwei Drittel der nordamerikanischen Institutionellen meinen, 2018 würden ihre Investment-Entscheidungen davon beeinflusst werden. In Europa glauben dies nur 45 %

… und werden als Opportunitäten begriffen

Quelle: Schroders

Einen negativen Effekt fürchten aber die wenigsten. Institutionelle Investoren aus Übersee halten geopolitische Events überwiegend (73 %) für eine gute Gelegenheit zu investieren. In Europa ist dieser Wert nur um fünf Prozentpunkte geringer. Rund ein Drittel aller befragten Investoren zeigt sich gegenüber politischen Ereignissen gar völlig immun. 

 

 

Die Studie finden Sie hier.

(DW)

Riester-Verträge in der Praxis zu teuer

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Anfang 2016 verabschiedete die Regierung eine Novelle des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes. Sie sah eine Verstärkung der Kostentransparenz vor. Anbieter von Riester-, Eigenheim oder Basisrenten wurden verpflichtet, mit einheitlich gestalteten Produktinformationsblättern detailliert über die laufenden Effektivkosten von Verträgen Auskunft zu geben. Über die Einführung der Kostentransparenz erhoffte sich das Bundesfinanzministerium eine regulatorische Deckelung der Kosten zu umgehen – der Markt sollte es richten und zu teure Anbieter verdrängen. Im Januar 2017 trat das Gesetz in Kraft. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) hat nach einem Jahr Bilanz gezogen und kommt zu dem Urteil, dass die überwiegende Mehrheit der Verträge zu hohe Kosten aufweisen. „Die Erwartungen der Politik an kosteneffiziente Angebote zur kapitalgedeckten Altersvorsorge werden nicht erfüllt“, so das Fazit des Verbandes.

Riester-Verträge: fast alle Anbieter sind zu teuer

Die vzvb ermittelte zunächst einen Referenzwert, anhand dessen sie die Kosten von 18 großen Versicherungsanbietern bewerteten. Zugrunde legte der vzvb einerseits Zahlen des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung. Dieser geht davon aus, dass die Effektivkosten nicht mehr als 10 % betragen, sowie, dass die eingezahlten Beiträge über die gesamte Laufzeit mit satten vier Prozent verzinst werden. Auf diese Weise ermittelten die Verbraucherzentrale idealisierte Effektivkosten von 1,09 % für die Laufzeit von 12 Jahren, 0,77 % (20 Jahre), 0,65 % (30 Jahre) und 0,62 % (40 Jahre), die sie zu den veröffentlichten Effektivkosten der Versicherungsanbieter in Verhältnis setzte. 

Quelle: vzvb

Die durchschnittlichen Effektivkosten lägen im Mittel deutlich über den Vorgaben des Ministeriums, so der vzvb. Bei 12 Jahren ermittelten sie eine Teuerung von 52 %, bei 20 Jahren fiel die Steigerung mit 105 % noch höher aus. Auch bei 30 Jahren Laufzeit (+132 %) sowie bei 40 Jahren (+155 %) würden die angesetzten Kosten deutlich überstiegen.

Die Verbraucherschützer fordern daher die Einrichtung eines Basisprodukts für die Altersvorsorge in Form eines Non-Profit-Fonds.

(DW)

Korrigieren überbewertete Währungen?

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Bei der Frage der Währungsstärke hilft ein Vergleich der Preise. Ein Mobiltelefon sollte unter idealen Bedingungen (z.B. keine Steuern, Handelskosten) in Asien gleich teuer sein wie in Deutschland. Andernfalls könnte es in einem Land billig eingekauft und im anderen Land teurer verkauft werden. 

Für unsere Analyse nutzen wir zunächst den Big Mac als Vergleichsprodukt. Der Burger mit den zwei Buletten wird weitgehend einheitlich produziert und ist – trotz eingeschränkter Handelbarkeit – als gleichartiges Gut in über 120 Ländern verfügbar. In Deutschland kostet das Weizenbrötchen mit Rinderhackfleisch derzeit 3,90 EUR, in Zürich jedoch 6,50 CHF (Quelle: The Economist). Unter Berücksichtigung des aktuellen Wechselkurses von 1 EUR zu 1,17 CHF ist damit der Schweizer Big Mac um 42% teurer als in Deutschland. Das heißt, Deutsche erhalten in Zürich nur ca. 2/3 des Burgers zum gleichen Preis wie daheim. 

Der Vergleich von Big Mac-Preisen wird wegen der eingeschränkten Handelbarkeit und Repräsentativität kritisiert. Deshalb betrachten wir die Währungen zusätzlich anhand eines breiten Warenkorbes von Gütern und Dienstleistungen (Definition nach Weltbank ICP Vergleichsprogramm). Aktuell sind folgende Währungen aus Euro-Sicht über- bzw. unterbewertet:

Quelle: MARS Asset Management, The Economist, World Bank (ICP)  

Es fällt auf, dass 
1. keine großen Unterschiede bei der Beurteilung der Währungen existieren, ob nur die Big Mac-Preise oder ein breiter Warenkorb genutzt werden.
2. Überbewertungen vor allem bei Währungen der Industrieländer vorliegen, während die Währungen der Schwellenländer tendenziell unterbewertet sind. 

Sollen Anleger in unterbewertete Währungen anlegen? Dafür müssten sich die Wechselkurse langfristig der Kaufkraftparität, also dem „fairen“ Kurs, annähern. Für die Beantwortung dieser Frage wurden folgende Anlagestrategien in Währungen seit 1990 nachgebildet:

Am 31. Dezember eines jeden Jahres wurden aus dem Universum der G12-Währungen (nur Industrieländer) die 4 teuersten in einem Portfolio und die 4 günstigsten Währungen in einem anderen Portfolio gleichgewichtet allokiert und ein Jahr gehalten. Zwei weitere Portfolios wurden gebildet, indem aus dem Universum von 30 Währungen (Industrie- und Schwellenländer) die 10 teuersten und 10 günstigsten Währungen gleichgewichtet gehalten und am Silvestertag neu zusammengestellt wurden.

Die Wertentwicklung der 4 Währungsstrategien sieht wie folgt aus:

Quelle: MARS Asset Management

Im Universum der G12-Währungen haben sich die unterbewerteten Währungen besser entwickelt. Im Universum der 30 Währungen (Industrie- und Schwellenländer) hatten paradoxerweise die überbewerteten Währungen eine bessere Wertentwicklung. Die gleichen Ergebnisse werden erzielt, wenn für die Beurteilung der Währungen breite Währungskörbe, anstatt Big Mac-Preise, genutzt werden.

Wir kommen anhand der Daten zu dem Schluss, dass weder die Big Mac-Preise noch ein breiter Mix an Waren und Dienstleistungen die zukünftige Währungsentwicklung vorhersagen kann. Eine Über- bzw. Unterbewertung kann sehr viele Jahre anhalten und sich weiter ausbauen. 

 

Jens Kummer, Mars Research

Die besten Themenfonds

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So groß wie die Themenvielfalt beim Einkaufen sein kann, so groß ist die Themenvielfalt der Fonds, in die Anleger investieren können. Im Monat Dezember nimmt FundResearch die Performance von Themenfonds unter die Lupe.

Die Auswertung führen wir nicht wie gewohnt mit dem zuverlässigen „FVBS Finanzen FundAnalyzer“, sondern mit dessen Nachfolger „FVBS professional“ durch, da wir zur exklusiven Gruppe der Beta-Tester zählen.

Mit dem neuen Analysetool schauen wir auf die Entwicklung von Sparplänen für den kleinen Geldbeutel: monatliche Rate von 250 Euro, Fondsperformance 5 Jahre. Das ergäbe bei Nullverzinsung auf dem Sparbuch in Summe schlappe 15.000 Euro.

Nachhaltigkeitsthemen liegen vorne


Quelle: FVBS professional

Alle Top-Sieben-Themenfonds schlagen das Sparbuch um Längen. Besser: um Welten. Den besten Fondssparplan bietet der BZ Fine Funds – BZ Fine Infra T (ISIN: LU0574145370). Aufgelegt hat ihn die die schweizer BZ Bank über die luxemburgische Kapitalverwaltungsgesellschaft IPConcept. In den fünf Jahren liegt er mit 22.966 Euro gut 50 % über dem Ertrag eines Sparbuchs. Er investiert vorwiegend in Unternehmen aus dem Bereich Infrastruktur und Versorgung. Über die genauen Positionen sind keine Angaben bekannt. Mit einem kumulierten Plus von 126,3 % performt er doppelt so stark wie der Durchschnittsfonds der Kategorie (64,4 %). Das hat seinen Preis. FVBS professional listet ihn auf einer Risikoskala von 0-7 mit sechs. Dennoch liegt sein maximaler Drawdown noch im Soll. Seine Vola von fast 18 % entspricht gut dem Doppelten des Mittelwerts der Kategorie (9,5 %) – damit ist der Fonds Spitzenreiter der Peegroup. Dennoch kommt er mit einer Sharpe Ratio von nur knapp 1.00 schlechter weg als der Duschschnitt (1,11).

Nordea erklimmt mit dem Nordea 1 – Global Climate and Environment Fund BI (ISIN: LU0348927095) Rang zwei innerhalb der Peergroup. Am Ende des Vergleichszeitraums steht ein Plus von 115, 7 %. Das entspricht 21.624 Euro. Auch er gilt als risikoreiches Investment, weist aber gut vier Prozentpunkte weniger auf, als der BZ Fine Funds. Sein Thema: Umwelttechnologie und Klimawandel. Die größte Position im Aktienportfolio besetzt der britische Energieanbieter National Grid mit 4 %. In den letzten Jahren tat sich die Aktie enorm schwer. Seit Beginn des letzten Jahres verlor sie rund 30 % an Wert. Ebenfalls an Bord sind Wertpapiere von Ecolab, einem Anbieter von Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Energie. Seit Jahren kennt sie nur einen Weg: nach oben. Ihr Wert hat sich im Betrachtungszeitraum nahezu verdoppelt. Dem Fonds tut es gut. Seine Sharpe Ratio von 1,25 liegt 0,14 Punkte über dem Durchschnitt.

Der drittbeste Fonds im Feld ist der PMG Partners Funds – LP Active Value Fund (ISIN: LU0434213525). Er legt 19.170 Euro vor. Sein Wachstum erwirtschaftete er durch Anlagen in Unternehmen, die in Private Equity investieren. Allokiert ist er überwiegend in Europa und Nordamerika. Gegenüber den beiden bestplatzierten fällt seine kumulierte Performance von 82 % eher moderat aus. Das ist umso erstaunlicher, weil er mit einer Sharpe Ratio von 1,4 zur Top-Ten der Peergroup Themenfonds zählt. Ein Blick auf die Wertentwicklung nach Jahren schlüsselt das Ergebnis auf. Zwei Abschnitten mit überdurchschnittlicher Performance 2012/13 und 2016/17 stehen drei gegenüber, in denen es für den Fonds nur mittelprächtig lief.

Immer noch deutlich über dem Sparbuch performt der SEB Listed Private Equity Fund C (ISIN: LU0385668222). Mit 69,9 % rangiert der viertplatzierte Fonds aus der Schmiede von SEB Investment aber schon rund 60 Prozentpunkte hinter dem Besten. Wie der Name verrät beteiligt sich der Fonds überwiegend an Unternehmen. Generell halten sich die beiden Fondsmanager Victor Lang und Emilio Dauvin aber offen auch in ETFs anzulegen.  Größte Position bildet derzeit die französische Venture Capital Gesellschaft Altamir. Eine gute Entscheidung. In den letzten fünf Jahren hat sich der Börsenwert des Unternehmens verdoppelt. Ebenfalls vorn dabei ist die China Cord Blood Corp, ein Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, das sich auf das Geschäft mit Nabelschnurblut spezialisiert hat. Wie der Blick auf Ertragsseite andeutet fällt die Sharpe Ratio des Fonds mit 0,95 Punkten unterdurchschnittlich aus. Die Volatilität liegt glatt im Mittelfeld.

Macquarie Global Listed Infrastructure Fund A (ISIN: LU0433812962) schafft den Sprung unter die besten Fünf dank hervorragender Performance in den Jahren 2013/14. Um gut 50 % sprang der Kurs nach oben. Was folgte, war eine ebenso rasante Talfahrt bis Anfang 2016. Seitdem schnuppert der Fonds erneut Morgenluft. Am Ende steht ein Plus von 50,5 % oder 17.702 Euro. Gemanagt wird der Fonds von Jonathon Ong und David Dali. Auch sie gehen eher ins Risiko mit dem Fonds. Ihren Anlageschwerpunkt bilden Unternehmen in den Emerging Markets, die Infrastrukturanlagen betreiben oder anderweitig damit verbunden sind. Die australische Transurban, mit 6,2 % größter Aktientitel der Manager, unterhält und betreibt u.a. Mautstraßen in den USA und dem Kontinent down under. Das Geschäft brummt – die Aktie steigt seit 2014 von knapp vier auf jetzt knapp acht Euro. Die Vola erreicht fast exakt den Mittelwert. Die Sharpe Ratio des Fonds dotiert allerdings 0,9 Punkte unter dem Durchschnitt.

Von der größten deutschen Fondsgesellschaft Deutsche AM (in Kürze wieder DWS) kommt der Deutsche Invest I Global Infrastructure LC (ISIN: LU0329760770). Die beiden Fondsmanager Manoj Patel und Frank Greywitt investieren in Infrastruktur-Unternehmen. Unternehmen aus den USA belegen gut 47 % des Portfolios, dahinter folgt Kanada (14 %) vor Großbritannien und Frankreich mit je knapp 9 %. Aus dem Eifelturm-Land stammt auch der Baukonzern Vinci, in den Patel und Greywitt zu 7,4 % allokiert sind. Zweitgrößte Position nimmt die American Tower ein, die weltweit Funkmastnetze betreiben. In den vergangenen drei Jahren hat der Fonds im Schnitt nur 2,5 % Ertrag gebracht. Weil er mit knapp 33 % im Jahr 2013 signifikant besser performt hat, kommt er insgesamt auf 54,2 %. Am Ende stecken also 17.208 Euro im Säckel. Die Vola entspricht dem statistischen Mittel, die Sharpe Ratio beträgt 0,93 – das ist leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Peergroup.

Den letzten Platz in unserer Auswertung bekleidet der Pictet Funds – High Dividend Selection-I (ISIN: LU0503633769). Er wird von einem fünfköpfigen Managementteam um Bruno Lippens und Karen Kharmandarian geleitet. Ihr Thema mutet banal an: Unternehmen finden, die höhere Dividenden als der Markt versprechen und sich über Aktien beteiligen. Fündig geworden sind Lippens et al. vor allem auf dem US-Markt (44,3 %). Sie allokieren aber auch stark in Großbritannien (9,8 %) und deutsche Unternehmen (7,3 %). Die größten Positionen haben große Unternehmen aus dem S&P 500: Intel, Philip Morris, Pfizer, Exxon Mobil, Lockhead Martin. Insgesamt 17.125 Euro erwirtschaftet der Fonds mit dem Sparplan für den Anleger – ein Zuwachs von 50 %, auch, weil das Management in den vergangenen zwölf Monaten die Trendumkehr schaffte. Nach drei Mal in Folge sinkendender Jahresperfromance steht von 2016 bis 2017 ein Ertrag von knapp 4,8 %. Die Vola (10,5 %) ist knapp einen Punkt über dem Kategoriedurchschnitt – allerdings vertretbar. Seine Sharpe Ratio beträgt 0,815 also 0,3 Punkte unter dem Mittelwert der Peergroup.

(DW)

Bitcoin: Kein ernst zu nehmender Währungskandidat

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Die Krypto-Währung Bitcoin ist derzeit in aller Munde. Nicht wenige Anleger wünschen sie sich ins eigene Portfolio. Andere Marktteilnehmer wie Banken warnen in regelmäßigen Abständen vor Investments in die digitale Währung. 

Tatsächlich bringt die Krypto-Währung große Probleme mit sich, wenn sie als Ersatz für das im Umlauf befindliche Geld zum allgemeingültigen Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft eingesetzt würde. Das ergab die Studie „Zukunft des Geldes“ der Berenberg Bank und des Wirtschaftsinstitutes HWWI. 

Die Bitcoin-Technologie lässt eine geldpolitische Steuerung der Realwirtschaft kaum zu

In erster Konsequenz würde damit dem Staat die Zugriffsmöglichkeit auf eine zentral gesteuerte Geldpolitik entfallen. Denn Bitcoins werden dezentral, von den Nutzern der Währung „gemined“. 

Dieses Mining sichert nicht nur den gesamten Zahlungsverkehr, sondern stellt auch sicher, dass die Geldmenge stetig weiter wächst. Im Falle des Bitcoin ist die Menge allerdings begrenzt auf 21 Mio. Ungefähr 16 Mio. Bitcoin sind davon bereits im Umlauf. Die Bitcoinmenge wächst also jährlich um einen bestimmten Prozentsatz. Dieses Wachstum wird sich aber mit der Zeit verlangsamen und ungefähr im Jahr 2040, wenn die gesamte Menge an Bitcoins produziert worden ist, auf null zurück fallen. 

Bleibt in der Realwirtschaft das Geldmengen-Wachstum hinter der Wirtschaftsentwicklung zurück, fallen die Güter- und Dienstleistungspreise. Wenn die Marktteilnehmer auf weiter fallende Preise setzen, kann sich aus diesem Szenario leicht eine Deflationsspirale entwickeln. Da die Steuerung von Bitcoins dezentral erfolgt fehlt ein Korrektiv, was dieser Entwicklung über eine Anhebung der Bitcoinmenge entgegenwirken könnte. Einfluss ließe sich technisch allenfalls über die Anpassung der Wachstumsrate des Geldangebots nehmen. Über die Auswirkungen dieser Maßnahme besteht aber keine empirische Gewissheit. Welches die adäquate Wachstumsrate ist, bliebe also eine Wette.

Inflationsrisiken birgt die Bitcoin-Ökonomie dagegen weniger, weil die Geldmenge einerseits nicht exorbitant anwachsen kann und andererseits nur moderat wächst, so die Studie. 

Geldfunktion des Bitcoin ist eingeschränkt

Im Vergleich mit den bekannten klassischen Zahlungsmitteln fällt der Bitcoin ab. Geld muss aus volkswirtschaftlicher Sicht drei Funktionen erfüllen: es muss als Recheneinheit dienen können , seinen Wert erhalten und als Zahlungsmittel akzeptiert sein. Die Autoren der Studie schätzen den Bitcoin im Vergleich zu Gold, Naturalien oder Fiatwährungen am schlechtesten ein, was Wertstabilität und Sicherheit betrifft. Die Konservierbarkeit hänge von der Hardware ab, die Sicherheit sei angesichts gegenwärtiger Cyberkriminalität nicht gegeben. Die Rechenbarkeit sei zwar konzeptionell optimal angelegt, weil die Währung leicht teilbar und knapp sei. In der Realität bereite die Berechnung aufgrund der starken Volatilität aber Probleme. Im Grunde sei der Bitcoin wegen der anhaltenden Preisschwankungen nicht als wertstabil zu bezeichnen. 

Bitcoin ist keine Gefahr für gegenwärtige Währungen

Der Bitcoin sei daher in seiner jetzigen Form kein ernstzunehmender Konkurrent des heutigen Geldes. „Tatsächlich“, schließen die Autoren wird der Bitcoin heute nur als „Wertaufbewahrungsmittel“ bzw. aufgrund der hohen Preisvolatilität wohl eher als „Spekulationsobjekt“ genutzt“.

(DW)

FRWeekly-Briefing: DAX und Bitcoin vor Jahresendrallye

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Vergangenen Dezember startete der DAX seine Kletterpartie, die er knapp bis Ende Juli durchhalten konnte. Nach kurzer Korrektur hat er erneut den Anstieg begonnen bis ihm im November wieder die Luft ausging. Seitdem befindet sich der Blue-Chips-Index trotz weiterhin hervorragender Konjunkturdaten und -prognosen in einer Seitwärtsphase. Er pendelt beständig zwischen 12.850 und 13.250 Punkten. In der letzten Woche ging es wieder um knapp 60 Punkte bergab. Am Freitag dotierte der DAX um die 13.100er Marke.

Statistisch gesehen beginnt an diesem Montag die Zeit steigender Kurse. Aus den USA kamen in der Vorwoche positive Trendsignale. Sowohl S&P 500 als auch Dow Jones erreichten neue Rekordmarken. Die Steuerreform Trumps, auch wenn ihr Beschluss im Senat noch aussteht, sorgt für Aufwind.  Ob der DAX  von der positiven Stimmung profitiert bleibt offen.

„Für Optimismus sorgt nach wie vor der langfristig intakte Aufwärtstrend“, meint Andreas Büchler, Tradingexperte bei „Börse-Online“. Dennoch mahnt Büchler zur Vorsicht. Es sei ohne weiteres eine Korrektur bis zur 12.570 möglich.

„Nimmt der Index die positiven Tendenzen jetzt mit (wonach es vorbörslich aussieht), stellt sich das nächste Kursziel bereits auf die hartnäckige Barriere bei 13.200/13.220 Punkten“, meint die Deutsche Bank. Wenn das passiere könnten frische Long-Signale in den Markt kommen. 

Bitcoin-Rallye hält an

Während der DAX eher besinnlich auf die Feiertage zuschreitet, fetzt der Bitcoin weiter – gewohnt volatil – durch die Finanzwelt. Vor gut 12 Monaten war er noch 790 USD wert. Am Wochenende dotierte er auf der Handelsplattform Coinmarketcap erstmals kurz über 20.000 USD. Rendite: 2400 %. Wenn Sie auf dem Weihnachtsmarkt jemandem mit Dauergrinsen begegnen – möglicherweise ein Bitcoin-Investor der ersten Stunde. 

Fast exponentielle Steigung: Bitcoin bei knapp 20.000 EUR 

Quelle: Coinmarketcap, Preis in USD

Angetrieben wurde der Kurs durch den Handelsstart von Bitcoin-Futures an der Chicagoer CME Group, einem der größten Handelsplätze für Derivate. In der Vorwoche gingen an der US-Börse CBOE bereits die ersten Futures der Digitalwährung in den Handel. Für den Jahresbeginn hat eine weitere Börse den Derivatehandel anvisiert zudem plant die US-Börse Nasdaq nach Angabe von Branchenkennern ebenfalls, in das Geschäft einzusteigen. Auch in Deutschland hatte zuletzt die Eurex, Tochter und Derivateplattform der Deutschen Börse, bekannt gegeben, sich intensiv mit Terminkontrakten von Bitcoins zu befassen. 

EU verschärft die Handelsregeln

Am Freitag hatte Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, bekannt gegeben, dass man sich auf eine Verschärfung der Regeln für den Bitcoinhandel geeinigt habe. 

Die neuen Beschlüsse sehen vor, dass die Geldwäscherichtlinie auf Anbieter und Betreiber von elektronischen Geldbörsen und Handelsplätze virtueller Währungen ausgeweitet werden. Das bedeutet, dass künftig auch die Identität der Besitzer von Wallets, der Software, die für Transaktionen des Bitcoin nötig ist, offengelegt werden muss. Zudem sollen Anbieter die Nutzerdaten erfassen und zentral speichern. Auf diese Weise erhoffen sich die EU-Parlamentarier mehr Transparenz.

Land Hessen will nicht spekulieren

Probleme mit der Transparenz hat das Land Hessen nicht, zocken will es anscheinend auch nicht. Bei einer Razzia im Jahr 2014 hatten die Landesbehörden 126 Bitcoins im Wert von damals rund 50.000 EUR beschlagnahmt. Die Bitcoins sollen jetzt zum Verkauf angeboten werden. Ein schönes Geschenk für die hessischen Bürger. Bei heutigem Kurswert haben die Bitcoins einen Handelswert von gut 1,9 Mio. EUR.

(DW)

DekaBank setzt Fondsgeschäft neu auf

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Bereits im März diesen Jahres berichteten wir auf FundResearch über eine mögliche Verlegung der Deka-Tochter LBB-Invest nach Frankfurt. Am heutigen Freitag machte die Deka den Beschluss offiziell.  Die Zentrale der LBB-Invest wird Ende 2019 nach Frankfurt verlegt und künftig als Fondsboutique für die Auflegung und den Vertrieb fremdgemanagter und fremdberatener Publikumsfonds zuständig sein. Damit einher geht eine Umbenennung: die LBB-Invest wird zur Deka Vermögensmanagement GmbH (DVM) umfirmiert.

Mit diesem Schritt stellt die DekaBank ihr Assetmanagement neu auf. Anfang 2017 verwaltete die Deka ein Fondsvermögen von gut 236 Mrd. Euro. Einen Teil davon wird ab 2018 die DVM steuern. Nach Deka-Angaben wird die neue Tochtergesellschaft die Verwaltung der standardisierten und individualisierten Fondsvermögen, sowie von Dachfonds übernehmen.
Das Management von ETFs, Publikums- und Spezialfonds mit einem Volumen von insgesamt gut 158 Mrd. Euro übernimmt dagegen die Deka Investment GmbH. Fonds, die von der LBB-Invest gemanagt werden, überträgt die Gesellschaft der Deka Investment.
Nach Angaben des Unternehmens wird mit der Verlagerung der LBB-Invest-Zentrale nach Frankfurt ein Stellenabbau einhergehen. Wie viele der rund 115 Mitarbeiter übernommen werden, sei noch offen. Ein Wechsel in der Geschäftsführung steht bereits fest. Andreas Heß verlässt zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch die LBB-Invest.

 

(DW)

Altersvorsorge: Klassische Riester-Versicherungen auf dem Rückzug

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Im dritten Quartal 2017 ist die Zahl der netto abgeschlossenen Riester-Verträge erstmals in diesem Jahr gestiegen. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Statistik des Bundesamtes für Arbeit und Soziales hervor. 

Besonders starker Beliebtheit erfreuen sich 2017 Fondssparpläne. Schon im ersten Halbjahr wies die Nettobilanz einen Zuwachs von gut 20.000 neuen Verträgen auf. Im dritten Quartal wurden 50.000 neue Policen aufgesetzt – fünf Mal so viel wie in den einzelnen Vorquartalen. Insgesamt sind 3,24 Mio. Verträge abgeschlossen. Damit etabliert sich die fondsgebundene Variante als zweitstärkste Riester-Altersvorsorge. 

In die entgegengesetzte Richtung entwickeln sich dagegen die klassischen  Riester-Versicherungsverträge. Sie stellen zwar mit 10,79 Mio. Policen die verbreitetste Form der Altersvorsorge dar. Allerdings ist die Tendenz seit 2014 rückläufig. Seitdem werden netto gut 40.000 Policen pro Jahr weniger abgeschlossen als gekündigt. Auch 2017 verstärkte sich diese Entwicklung noch einmal. Pro Quartal sank die Bestandsquote im Mittel um knapp 37.000 Verträge. Insgesamt ging es um 113.00 Verträge bergab.
Anhaltenden Zuwachs verzeichnet dagegen das Wohnriestern bzw. die Eigenheimrente. Auch hier schwächt sich die Entwicklung allerdings ab. Während der Netto-Jahres-Zuwachs von 2010 bis 2014 um die 200.000 pendelte, fiel das Plus von 2015-2016 auf fast die Hälfte zurück. Eine Entwicklung, die nur durch einen exorbitanten Sprung im vierten Quartal korrigiert werden könnte. Im Jahresverlauf wurden bislang nur 60.000 neue Verträge aufsetzt. Auch wenn sich die Zuwachsrate im letzten Quartal deutlich abgeschwächt hat.

Riester Netto-Neuabschlüsse 2017 


Quelle: Versicherungsjournal

Der Anteil an Wohnriester-Verträgen an der Riester-Altzersvorsorge beträgt Stand 30. September 10,6 %. Ende 2016 waren es noch 10,2 % gewesen. Banksparpläne sind dagegen rückläufig, von 4,7 % auf aktuelle 4,5 %. Riester-Fondssparpläne nähern sich weiter der 20-Prozentmarke (2017: 19,6 %; 2016: 19,2%).  Die klassischen Riester-Versicherungen verlieren 2017 rund einen halben Prozentpunkt von 65,9 % auf 69,3 %. 2011 lag ihr Anteil noch bei über 70 %.

Altersvorsorge: Fondssparpläne mit starkem Zuwachs 

Quelle: BMSA

(DW)