Mangelhafte Beratung der großen Filialbanken

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Bei der Anlageberatung ihrer Kunden leisten die großen bundesweit aktiven Filialbanken meist überzeugende Dienste. Sowohl bei der Bedarfsanalyse ihrer Kunden als auch im Bereich der Lösungskompetenz schnitten die Finanzhäuser laut einer Studie des S.W.I. Instituts im Durchschnitt mit einer guten Bewertung ab. Am besten aufgestellt präsentiert sich die Commerzbank. Die Deutsche Bank belegt Rang zwei, gefolgt von der HypoVereinsbank. Abgeschlagen auf den letzten Rang steht die Santander Bank. 
Trotz der guten Noten fällt es den Finanzhäuser immer noch schwer, die nötige Kostentransparenz in der Beratung umzusetzen. Zudem bleibt der Umgang mit Beratungsprotokollen ebenso fraglich wie der mit Diskretion. 

Das S.W.I. FINANCE Institut hat im Auftrag des Handelsblatt von Februar 2015 bis Oktober 2017 die Beratungsqualität der großen deutschen Filialbanken analysiert. Untersucht wurden jeweils die Produktbereiche Altersvorsorge, Baufinanzierung, Geldanlage und Ratenkredit. 

Entscheidend für die Bewertung der Beratungsqualität war zu einem Drittel, wie gründlich die Berater auf die persönliche und finanzielle Situation der Kunden eingingen, und ob das Kundenanliegen genau evaluiert werden konnte. Auf dieser Bedarfsanalyse sollte anschließend eine individualisierte Beratung stattfinden, an deren Ende die Bank auf das Anliegen zugeschnittene Produkte präsentieren sollte. Zu zwei Dritteln floss die Kompetenz der Berater in die Bewertung ein. Die Tester betrachteten einerseits die Richtigkeit und Vollständigkeit der Aussagen, sowie anderseits, ob und wie angemessen die Lösungsvorschläge ausfielen. Zur Ermittlung des Gesamturteils berücksichtigte das S.W.I. zudem das digitale Angebot der Banken.

Commerzbank überzeugt die Tester 

Quelle: S.W.I. FINANCE /Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). 100,0-80,0 Punkte = sehr gut; 79,9-70,0 Punkte = gut; 69,9-60,0 Punkte = befriedigend; 59,9-50,0 Punkte = ausreichend; < 50,0 Punkte = mangelhaft

Mit einer vom S.W.I. Institut sowohl im Bereich Bedarfsanalyse als auch bei der Lösungskompetenz als „sehr gut“ ausgezeichneten Qualität landete die Commerzbank auf Platz eins der getesteten Finanzhäuser. Sie punktete vor allem mit ihrer detaillierten Analyse der Lebenssituation sowie des finanziellen Spielraums der Kunden. Die Deutsche Bank erbrachte zwar ebenfalls durchweg gute Leistungen, wies aber produktspezifisch große Schwankungen auf und fiel insbesondere in der Kategorie „Ratenkredit“ ab. Gleiches gilt für die Hypovereinsbank, die hier nur ein „befriedigend“ erzielen konnte.

Jeweils unter dem Durchschnitt der Beratungsqualität rangierten die Targobank, Postbank und Santander Bank.

Die Leistungskategorien im Überblick

Quelle: S.W.I. FINANCE /Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). 100,0-80,0 Punkte = sehr gut; 79,9-70,0 Punkte = gut; 69,9-60,0 Punkte = befriedigend; 59,9-50,0 Punkte = ausreichend; < 50,0 Punkte = mangelhaft

Nicht alles Gold, was glänzt

Insgesamt zeigten sich die Tester mit der Leistung der Bankhäuser zufrieden. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie sei die Qualität insgesamt gestiegen, so das S.W.I. Dennoch moniert das Institut, dass in vielen Fällen Bankmitarbeiter nicht gründlich genug vorgingen. So sei nicht immer die finanzielle Situation der Kunden ausreichend ausführlich besprochen worden. In anderen Fällen seien die Bankmitarbeiter nicht hinreichend auf die Kundenwünsche eingegangen.

Auch wenn in fast neun von zehn Gesprächen fachlichen gut beraten wurde, konstatierte das S.W.I.  bei gut 20% der Gespräche eine Unzufriedenheit mit dem Beratungsverlauf. In 25 % der Beratungen hätten die Mitarbeiter darüber hinaus den Produktnutzen nicht ausführlich genug erläutert. 

Bemängelt wurde in vier von zehn Fällen zudem, dass die Darstellung der Kostenstruktur nicht transparent genug erfolgt sei. Auch der korrekte Umgang mit Beratungsprotokollen sei weiterhin eine „Achillesverse“ der Banken. Kaum ein Finanzhaus zeigte einen verständlichen und überzeugenden Umgang mit den Protokollen. 

Problem: Diskretion

Weiterer Minuspunkt: Bereits in der ersten Studie 2014 hatte das S.W.I. mangelhafte Diskretion in Beratungsgesprächen moniert. Anscheinend haben die Banken hier geschlafen. Es sei erneut keinem Institut gelungen, bei den Beratungsgesprächen die nötige Diskretion zu gewährleisten, so die Tester.  In mehr als einem Drittel aller Beratungsgespräche sei es Unbeteiligten möglich gewesen, sensible Daten mitzuhören.

An diesen Punkten müsse die Branche nachbessern, wolle sie ihre Vormachtstellung am Markt langfristig behaupten, so das S.W.I.

(DW)

Mit Multi-Strategien gegen das Risiko

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Die Renditeverlegenheit im Tiefzinsumfeld bereitete jedoch auch im institutionellen Lager Produkten den Weg, in denen ein Asset Manager über die Allokation von Aktien, Anleihen, Reits, Rohstoffen, Infrastruktur oder Geldmarkt und auch die einzelnen Assets entscheidet. Auf der Referenzkundenliste eines Multi-Asset-Spezialisten finden sich zwei große Sparkassen und je ein ­großer Corporate und ein großes Stadtwerk. Jürgen Huth, Consultant bei Faros Consulting: „Multi Asset, insbesondere mit Wertsicherung, hat an Bedeutung in Mandatsausschreibungen gewonnen.“ Gemäß einer Ted-Umfrage auf dem Faros Institutional Investors Forum ­Mitte November in Frankfurt plant etwas mehr als die Hälfte in Multi Asset zu investieren oder ist bereits investiert. Ein Fünftel ist „in Über­legung“. Knapp die Hälfte sieht in Multi-Asset-Mandaten mit Wert­untergrenze gar eine Alternative zu einem Masterfonds mit Overlay. 

„Diese Antworten passen in etwa zu dem, was wir machen“, sagte Manfred Bubenheim vom Group Pension & Asset Management der Deutschen Post und Teilnehmer an einer Multi-Asset-Diskussionsrunde. Die Deutsche Post hat bereits seit längerem eine Master-KVG mit Overlay, die allerdings nicht zur gänzlichen Zufriedenheit Bubenheims arbeitet: „Das Overlay ist sehr prozyklisch und von der Performance der in der Master-KVG aufgehängten Asset Manager hatte man sich mehr versprochen. Als im Jahr 2015 der Konzern für die Dotierung der Pensionsgelder Cash nachschoss, wurde dieses auch in Multi-Asset-Strategien allokiert. „Von den Multi-Asset-Managern erwarten wir, dass die Wertuntergrenzen eingehalten werden“, so Bubenheim. Auf Grund der Erfahrungen mit der Finanzkrise arbeitet die Deutsche Post seit 2010 mit Wertuntergrenzen und Risikobudgets.

Multi-Asset streut das Risiko und verhindert personale Abhängigkeit

Von vergleichbar großer Bedeutung ist die Einhaltung der an den ­Asset Manager kommunizierten Wertuntergrenze für Thomas Vaitl, Leiter Treasury, Finanz- und Investitionsmanagement beim ADAC: Die Bilanzierung erfolgt nach HGB unter Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips. Erst wenn der Anteilscheinpreis nachhaltig und deutlich unter die bei Auflage fixierte Wertuntergrenze fällt, bestünde Abschreibungsbedarf, den es absolut zu vermeiden gilt.“

Vaitl kam vor knapp fünf Jahren von Siemens Financial Services zum ADAC. Damals bestand das Portfolio im Wesentlichen aus kern­europäischen Staatsanleihen, Pfandbriefen sowie deutschen Schuldscheindarlehen. Im Zuge der anhaltenden „Niedrigzins-Phase“ wurde bis heute das Portfolio deutlich breiter über mehrere Asset-Klassen aufgestellt und granularer diversifiziert. Teil dieser Diversifikationsstrategie war auch die Auflage von zwei global und breit über ­mehrere Asset-Klassen investierten Multi-Asset-Fonds. Gegen ein Master-Fonds-Konstrukt – direkt abgeleitet aus der SAA und gesichert durch ein Risiko-Overlay – habe im Entscheidungsprozess seinerzeit unter anderem die starke Abhängigkeit von einem einzigen Overlay Manager im Hinblick auf die effiziente Sicherung der Wertuntergrenze und die generell etwas höhere Komplexität in der Umsetzung gesprochen, so Thomas Vaitl. 

Multi-Asset-Anbieter profitieren zwar im Vertrieb von der erfreu­lichen Nachfrage, das Portfoliomanagement hat sich jedoch deutlich erschwert. Vor allem fehlen auch Multi-Asset-Managern Zinserträge, die das Risikobudget erhöhen. Dies erschwert auch die Steuerung der Aktienquote, die für die Rendite den wesentlichen Faktor darstellt. Die mit Aktien verbundene Renditeerwartung sollte auch eher nach unten angepasst werden. Zumindest teilte Björn G. From, vom norwegischen Ölfonds auf der Faros-Veranstaltung mit, dass man zwar die Aktienquote von 60 auf 70 Prozent anhebe, gleichzeitig aber das reale Renditeziel von vier auf drei Prozent senke.

Zur wichtigen Steuerungsgröße für die Freigabe von Risikobudgets in Zeiten des zinslosen Risikos ist die Volatilität mutiert, was Multi-Asset-Management verkompliziert und zu steigenden Wertsicherungskosten führt. Letzeres führt wiederum dazu, dass die Manager vorsichtiger mit ­ihrem ­Risikobudget umgehen und somit Renditepotenziale sinken. Kurz: Über die Ausrichtung von Multi Asset besteht Gesprächsbedarf zwischen Anbieter und Kunde. Auch weil letztere mit Multi Asset ein Marktrisiko zugunsten eines Managerrisikos tauschen. 

Abstimmungsbedarf mit Kunden sehen auch die an der Diskussionsrunde teilnehmenden „Multis“ Robert Koch, Portfolio Manager bei Fisch Asset Management, und Stefan Löwenthal, Chief Investment Officer bei Macquarie Investment Management Austria. „Der Kunde hat Anforderungen und Erwartungen von Multi Asset, die realistisch oder weniger realistisch sein können. Wir als Asset ­Manager müssen dann aufzeigen, was möglich ist“, erläuterte Koch. Löwenthal erklärte, dass langjährige Investoren dazu neigen würden, die Renditen von vor 2008 fortzuschreiben. Bei Investoren, die erst in der jüngeren Vergangenheit aus dem Fixed-­Income-Lager kommend, sich Multi Asset nähern, seien die ­Erwartungen realistischer. Prinzipiell ist bei Multi Asset wichtig zu verstehen, dass sich Renditen und Risiken ­voneinander ableiten. „Gleiche Ertragserwartung mit gleichem ­Risiko: Das geht nicht mehr. Leider laufen in der Branche schwarze Schafe rum, die eben dies versprechen. In unseren Dialogen stellen wir fest, dass die Renditeziele eher nicht fallen. Damit stellt sich die Frage, wie und wo man Risiken erhöhen kann“, so Löwenthal.

Streuung des Risikos bedeutet nicht, dass es kein Risiko gibt

In den Dialog kommen sollten die beiden Parteien aber auch in ­Sachen Wertuntergrenze. Nicht nur zu deren Höhe, sondern auch für den Was-nun-Fall. Robert Koch: „Eine breite, durchdachte Strategische Asset-Allokation ist die wichtigste Wertsicherung. Alles Weitere muss im direkten Dialog mit dem Kunden geklärt werden. In der Wertsicherung zu sein, darf nur die Ultima Ratio sein.“ Bei Fisch kommt die Multi-Asset-Allokation übrigens ohne Aktien aus. Aber auch die Ultima Ratio hat für Robert Koch eine positive Seite. ­Schließlich geschehe dies dann, wenn die Märkte irrational sind. „Aber vorher muss man sich darüber austauschen, wie man reagiert, wenn man in der Wertsicherung steckt.“

Von der Zinsseite ist kein neues ­Risikobudget für den Neustart zu erwarten – auch nicht kurzfristig vom Investor. „Wir vergeben grundsätzlich das Risikobudget einmalig und nicht jährlich“, erklärte Thomas Vaitl. Bei der Vergabe des Risiko­budgets – gemessen an der erwarteten Zielrendite – sei der ADAC tendenziell dafür etwas großzügiger, um dem Asset Manager entsprechenden Handlungsspielraum gewähren zu können, so Vaitl weiter. Im Gegenzug setzt der Asset Manager aber Teile des gewährten Risiko­budgets erst in absoluten Stressphasen ein, um im Hinblick auf die Wertuntergrenze kurzfristige, prozyklische Eingriffe weit­gehend vermeiden zu können. Nach Phasen nachhaltig positiver Renditeentwicklung konnte die Wertuntergrenze durch den Investor bereits mehrfach angehoben werden. Dies dient neben der dargestellten konservativen Einteilung des Risikobudgets durch den Asset ­Manager als weitere antizyklische Steuerungskomponente. In guten, sprich Risikobudget-aufbauenden Zeiten sollten Investoren darüber nachdenken, das Risikobudget per order mufti zu reduzieren. ­

Manfred Bubenheim warnt davor, dass in steigenden Märkten die risky Assets immer mehr zunehmen. „Es ist schlecht, wenn Freiheitsgrade dazu führen, dass die strategische Asset Allocation sehr prozyklisch wird“, so Bubenheim. Statisch oder hyperaktiv darf die Strategische Asset ­Allocation aber auch nicht sein. Wer ersteres wünscht, ist mit ETFs besser bedient. Alle drei Wochen die Asset Allocation zu ändern macht aber auch keinen Sinn, selbst wenn die taktische Komponente Rendite­treiber für einen aktiven „Multi“ ist. Koch prägte den Begriff der „intelligenten Asset Allocation“. Diese brauche es, um effizient Risiko­prämien abzuschöpfen und Ausschüttungen zu generieren. 

Die verschiedenen Werttreiber bei Multi Asset bringen es mit sich, dass nicht nur eine Performance-Attribution, sondern auch eine Leistungsbeurteilung zwar nicht unmöglich aber doch deutlich anspruchsvoller ist bei einem globalen Aktienmanager, der gegen den MSCI World Index läuft. Ein Peergroup-Vergleich bietet sich auch deshalb an, weil Investoren meist mehrere Multi-Asset-Manager-Mandate ­vergeben. Ein solcher Split macht Sinn. Bubenheim: „Wir haben einen weiteren Multi Asset Manager gesucht und uns in einer Ausschreibung 21 weitere Asset Manager angeschaut. Zwei Gleiche haben wir aber nicht gefunden.“ Für einen fairen Vergleich muss aber jedem Manager das gleiche Risikobudget anvertraut werden. Eine statische Benchmark eignet sich ebenfalls für den Leistungstest, wobei diese gerade in Bullenmärkten für aktive Manager schwer zu schlagen ist. 

Die Performance muss nachvollziehbar sein

Beim ADAC erfolgt die Messung der Asset-Manager-Leistung primär gegen ein absolutes Renditeziel. „Als weiterer ‚Leistungstest‘ wird die Performance aber auch gegen eine vergleichbare symmetrische ‚Benchmark‘ gemessen. Zur Leistungsmessung zwischen den beiden Multi-Asset-Segmenten – die auf Basis identischer Anlagerichtlinien gemanagt werden – dienen neben der erreichten absoluten Performance auch risikoadjustierte Renditekennzahlen“, erklärte Treasurer Thomas Vaitl. Aber auch bei diesem Thema tendieren die Teilnehmer zum vertraulichen Austausch. Manfred Bubenheim: „Unser Maßstab ist das Renditeziel. Der Manager muss aber auch erklären, warum er in guten Zeiten nicht über dem Renditeziel gelandet ist. Er muss mir seine Performance erklären können.“ Intern hat die Deutsche Post noch eine weitere Benchmark: Multi Asset sollte langfristig mehr als drei Prozent oberhalb der Geldmarktrendite erzielen. 

Das Komplettangebot aus Allokation, Zielfonds(manager)-Selektion und Wertsicherung bietet sich nicht nur aber insbesondere für kleinere Investoren aus Sicht von Apo Asset Management in Form von institutionellen Dachfonds an. „Für kleinere Versorgungswerke managen wir einige Multi-Asset-Mandate im Dachfondsmantel. Das ist deren Alternative zu einer Master-KVG“, erklärt Claus Sendelbach, Geschäftsführer von Apo Asset. 

Bei diesem Vergleich stellt sich natürlich auch die Frage nach den Kosten. Master-KVGen bleiben unter anderem wegen der Losgröße, auch mitsamt Overlay und Sub-­Advisor-Gebühren, unter den Aufwendungen für einen solchen Multi-Asset-Fonds von grob einem halben Prozent. „Auch wenn bei Multi-Asset-Dachfonds keine Aufwendungen für Anlageausschuss­sitzungen und Kosten für externe Sub-Advisor anfallen: Multi Asset durch Dachfonds für kleinere Summen ist teurer als eine große ­Master-KVG“, so Sendelbach. Alles lässt sich aber auch nicht mit Geld bemessen, und institutionelle Kapitalanlage ist vielschichtig. Uwe Rieken von Faros Consulting: „Multi Asset bei kleineren Versorgungswerken ist ökonomisch nicht zwingend plausibel. Aus meiner Sicht gibt es keinen Zusammenhang zur Asset-Größe – aber sicher zur Verantwortlichkeit und Organisationsstruktur.“

Von Multi Asset zu Multi-Manager 

Eine breitere Diversifikation bieten Multi Manager – insbesondere, wenn diese auch Short-Positionen eingehen. Ein Mehr an Diversifikation ist praktisch nicht mehr möglich. Dies wirkt sich positiv auf die Volatilität aus, darf Renditepotenziale aber nicht zu stark eingrenzen. Diese Alleskönner stammen aus dem Hedgefonds-Lager. Mehr und mehr sind die Alpha-Künstler aber auch bereit, ihre Strategien in einer liquiden und transparenten Ucits-Variante anzubieten. Ein Markt für solche Produkte ist gegeben, auch wenn manche Alpha-Hoffnung von Hedgefonds trotz hoher Gebühren bitter enttäuscht wurde. Für alle die glauben, dass mit Betas die Renditeerzielung immer schwieriger wird, macht ein Blick auf Multi-Hedgefondsmanager Sinn. Denn: Solange das Alpha positiv ist, muss definitorisch das Verhältnis von Alpha pro Kosten bei Hedgefonds günstiger als bei ETFs sein!

Einer der Multi-Hedgefondsmanager-Vertreter ist Brooks Ritchey, Head of Portfolio Construction bei K2 Advisors, einer Tochter von Franklin Templeton. Er schürt die Hoffnung auf künftig größere Alphas und nennt zwei Gründe, warum sich das Alpha-Potenzial verbessern wird: „Ich erwarte, dass die Zinsen steigen, und historisch betrachtet folgte auf höhere nominale Renditen eine überdurchschnittliche Performance. Je höher die Zinsen, desto höher das potenzielle Alpha. Dies gilt für Hedgefonds-Strategien und auch – bis zu einem gewissen Maß – für Aktien.“ Zur Begründung nennt Ritchey als Beispiel, dass der bei Short- oder Convertible-Arbitrage-Strategien dem Fonds zufließende Cash besser verzinst wird. Allerdings verteuert sich bei steigenden Zinsen der Leverage – zumindest auf den Long-Positionen. Wer netto short positioniert ist, profitiert dagegen laut Ritchey von höheren Zinsen.

Die meisten Hedgefonds sind ­jedoch in der Regel netto long. Einen weiteren Grund für das sich ­verbessernde Alpha-Potenzial sieht Ritchey in der wachsenden ­Dispersion auf dem Aktienmarkt. Niedrigere Korrelationen der Aktien zueinander bieten Hedgefonds – aber auch aktiven Aktienmanagern – erfolgversprechende Rahmenbedingungen. Seit Mitte 2015 tendieren die Aktienkorrelationen im S&P 500 von 0,5 in Richtung 0,1. „Die Rendite kommt künftig aus dem Alpha und nicht aus dem Beta“, erwartet Brooks Ritchey. Seit Auflage im September 2014 rentierte der Franklin K2 Alternative Strategies Fund, ein Multi-­Hedgefondsmanager, mit jährlich 4,04 Prozent. „In der zurückliegenden Jahresperiode lag die Performance dank der verbesserten Alpha-Rahmenbedingungen bei 5,32 Prozent“, so Branchenveteran Ritchey, der in dem als ­Managed Account aufgesetzten Alternative Strategies Fund aus ­Investorensicht ein Volatilitäts-Proxy für Bonds und einen komplementären Rendite-Diversifikator sieht.

Geringe Kosten – mehr Rendite

Möglichkeiten, mehr Alpha zu schaffen, könnten für Investoren darin liegen, mehr Illiquidität in Kauf zu nehmen, die Zahl der Subadvisor zu reduzieren oder Co-Investments zu machen. „Mit der Rendite­erwartung würde dann aber auch die Volatilität über die bisherigen Werte von knapp fünf Prozent steigen“, wendet Ritchey ein. Der sicherste Weg – und ohne ein Plus an Vola – zu höheren Renditen würde über geringere Gebühren führen. Diese belaufen sich auf ein Prozent Management Fee für die Sub-Advisor plus 0,75 Prozent für die Franklin-Templeton-Tochter K2. Die Total Expense Ratio liegt bei 1,9 Prozent. Zwar beträgt das Renditeziel vier bis fünf Prozent nach Kosten und es wird tägliche Liquidität bei überschaubarer Volatilität auf einer breiten Basis an Renditequellen offeriert. Zudem existiert keine Performance Fee. Andererseits betragen die FX-Hedgekosten des Anlegers etwa ein Prozent, und man kann hinterfragen, ob für die Sub-Advisors wirklich eine Management Fee von einem Prozent dafür angemessen ist, dass sie bereits bestehende Strategien nur mit einem höheren Liquiditätsanspruch umsetzen müssen. Überlebensnotwendig dürfte die Ein-Prozent-Gebühr nicht sein: Die Assets under Management der den Segmenten Relative Value, Long-Short-Equity, Event Driven und Global Macro zuordenbaren 13 Sub-Advisors liegen ­zwischen einer knappen Milliarde und einer Billion Dollar.

Einen ebenfalls täglich liquiden Multi-Hedgefondsmanager beziehungsweise Multi-Strategy-Ucits-Fonds mit Sub-Advisors offeriert die Legg-Mason-Tochter Entrust Permal – allerdings konzentriert auf Unternehmenskredite. „Gegenwärtig wird das Risiko, das Credit-Investoren eingehen, nicht ausreichend entschädigt. Credit-Long-Short-Strategien stellen gerade in diesem Umfeld eine Alternative zu klassischen Fixed-Income-Investments dar“, so Fadi Fattouh, der einen weiteren Zinsanstieg erwartet. Entrust Permal fährt ein mit nur sechs Asset Managern und nur mit Long-Short-Credits ­konzentrierteres Portfolio. Das Netto-Renditeziel ist mit vier bis sechs Prozent per ­annum etwas höher. Die Volatilität liegt bei nur vier bis sechs Prozent. Letzteres sollte allerdings nicht allzu sehr überraschen, da es sich ausschließlich um alternatives Fixed Income handelt. Dies dürfte aber die Herausforderung, tägliche Liquidität zu bieten, nicht einfacher machen. Fattouh: „Um tägliche Liquidität zu gewährleisten, müssen wir bei der Auswahl der Strategien und der Manager sehr selektiv sein.“ Short-Positionen werden über Credit Default Swaps umgesetzt.

Die Sub-Advisor-Management-Fee beträgt wie bei K2 ebenfalls „hart verhandelte ein Prozent“, so Fadi Fattouh. Für den Multi Manager, Multi-Strategy Ucits insgesamt beträgt die Management Fee jährliche 1,65 Prozent, zuzüglich 20 Basispunkte für Administration und ­Custody. Hinzu kommt noch eine bereits bei einer Rendite von vier Prozent beginnende Hurdle Rate. Die kontinuierlichen Erträge der sechs Manager sind aber gesichert: Die Assets under Management der sechs Anlagespezialisten liegen zwischen einer halben Milliarde und sechs Milliarden Dollar. 

 

 

 

Copyright portfolio Institutionell/FR

Großinvestoren: Hehre Ziele für 2018

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Nach dem im letzten Jahr die Weltwirtschaft neuen Schwung gewonnen hat, blicken die institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Stiftungen und Staatsfonds mit großer Zuversicht auf das anstehende Jahr. Einer Studie des Forschungsinstituts CoreData Research zufolge gaben weltweit 43 % der Asset Manager an, in diesem Jahr mehr als sieben Prozent Rendite aus dem Portfolio heraus holen zu wollen. Weitere 28 % nannten eine Zielrendite von 5-6 %. 

Die Werte variieren nach Kontinent. So geben sich europäische Investoren vorsichtiger, was die Zielerwartungen betrifft. Auf dem alten Kontinent setzten nur 40 % die Erwartungen über der sieben Prozent-Marke an, etwas mehr als jeder Vierte (27 %) visiert 5-6 % an. Der Großteil hält Erträge von 1-4 % für realistisch. 

Auf dem nordamerikanischen Kontinent sind vergleichsweise mehr Optimisten zu Hause: 54 % der Befragten gaben sich zuversichtlich, mehr als sieben Prozent zu erzielen zu wollen. Immerhin noch 29 % gaben 5-6 % als Ziel aus.

Quelle: Schroders

Relativiert wird der Blick auf die Ertragsaussichten von der Einschätzung nach der Erreichbarkeit der angegebenen Zielstellungen. Gefragt nach der Wahrscheinlichkeit die anvisierten Erträge erwirtschaften zu können, kehrt sich das Verhältnis um.

Wollen: ja – Können: vielleicht


Weltweit glauben 54 % der Studien-teilnehmer daran, dass sie ihre eigenen Erwartungen erfüllen werden. Von den optimistischen Nordamerikanern sind aber nur 46 % überzeugt davon, die Ziel-Rendite auch erwirtschaften zu können. Die Europäer sind dagegen – angesichts der moderateren Erwartungen – deutlich zuversichtlicher, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als sechs von zehn Befragten gab dies zu Protokoll.

Diese Selbsteinschätzung spiegelt sich auch in der Einschätzung des nötigen Leistungsaufwands wieder. Im globalen Mittel gab mehr als die Hälfte (56 %) der Studien-Teilnehmer an, es werde 2018 schwerer Rendite zu erwirtschaften als im Vorjahr. In Europa glauben das vier Prozent mehr (58 %) als auf dem neuen Kontinent (54 %). 

Politische Krisen werden das Investment beeinflußen…

Quelle: Schroders

Geopolitischen Ereignissen, wie dem aktuellen Aufruhr im Iran oder der seit langem schwelende Konflikt zwischen Nord-Korea und den USA messen viele Anleger hohe Bedeutung zu. Fast zwei Drittel der nordamerikanischen Institutionellen meinen, 2018 würden ihre Investment-Entscheidungen davon beeinflusst werden. In Europa glauben dies nur 45 %

… und werden als Opportunitäten begriffen

Quelle: Schroders

Einen negativen Effekt fürchten aber die wenigsten. Institutionelle Investoren aus Übersee halten geopolitische Events überwiegend (73 %) für eine gute Gelegenheit zu investieren. In Europa ist dieser Wert nur um fünf Prozentpunkte geringer. Rund ein Drittel aller befragten Investoren zeigt sich gegenüber politischen Ereignissen gar völlig immun. 

 

 

Die Studie finden Sie hier.

(DW)

Riester-Verträge in der Praxis zu teuer

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Anfang 2016 verabschiedete die Regierung eine Novelle des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes. Sie sah eine Verstärkung der Kostentransparenz vor. Anbieter von Riester-, Eigenheim oder Basisrenten wurden verpflichtet, mit einheitlich gestalteten Produktinformationsblättern detailliert über die laufenden Effektivkosten von Verträgen Auskunft zu geben. Über die Einführung der Kostentransparenz erhoffte sich das Bundesfinanzministerium eine regulatorische Deckelung der Kosten zu umgehen – der Markt sollte es richten und zu teure Anbieter verdrängen. Im Januar 2017 trat das Gesetz in Kraft. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) hat nach einem Jahr Bilanz gezogen und kommt zu dem Urteil, dass die überwiegende Mehrheit der Verträge zu hohe Kosten aufweisen. „Die Erwartungen der Politik an kosteneffiziente Angebote zur kapitalgedeckten Altersvorsorge werden nicht erfüllt“, so das Fazit des Verbandes.

Riester-Verträge: fast alle Anbieter sind zu teuer

Die vzvb ermittelte zunächst einen Referenzwert, anhand dessen sie die Kosten von 18 großen Versicherungsanbietern bewerteten. Zugrunde legte der vzvb einerseits Zahlen des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung. Dieser geht davon aus, dass die Effektivkosten nicht mehr als 10 % betragen, sowie, dass die eingezahlten Beiträge über die gesamte Laufzeit mit satten vier Prozent verzinst werden. Auf diese Weise ermittelten die Verbraucherzentrale idealisierte Effektivkosten von 1,09 % für die Laufzeit von 12 Jahren, 0,77 % (20 Jahre), 0,65 % (30 Jahre) und 0,62 % (40 Jahre), die sie zu den veröffentlichten Effektivkosten der Versicherungsanbieter in Verhältnis setzte. 

Quelle: vzvb

Die durchschnittlichen Effektivkosten lägen im Mittel deutlich über den Vorgaben des Ministeriums, so der vzvb. Bei 12 Jahren ermittelten sie eine Teuerung von 52 %, bei 20 Jahren fiel die Steigerung mit 105 % noch höher aus. Auch bei 30 Jahren Laufzeit (+132 %) sowie bei 40 Jahren (+155 %) würden die angesetzten Kosten deutlich überstiegen.

Die Verbraucherschützer fordern daher die Einrichtung eines Basisprodukts für die Altersvorsorge in Form eines Non-Profit-Fonds.

(DW)

Korrigieren überbewertete Währungen?

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Bei der Frage der Währungsstärke hilft ein Vergleich der Preise. Ein Mobiltelefon sollte unter idealen Bedingungen (z.B. keine Steuern, Handelskosten) in Asien gleich teuer sein wie in Deutschland. Andernfalls könnte es in einem Land billig eingekauft und im anderen Land teurer verkauft werden. 

Für unsere Analyse nutzen wir zunächst den Big Mac als Vergleichsprodukt. Der Burger mit den zwei Buletten wird weitgehend einheitlich produziert und ist – trotz eingeschränkter Handelbarkeit – als gleichartiges Gut in über 120 Ländern verfügbar. In Deutschland kostet das Weizenbrötchen mit Rinderhackfleisch derzeit 3,90 EUR, in Zürich jedoch 6,50 CHF (Quelle: The Economist). Unter Berücksichtigung des aktuellen Wechselkurses von 1 EUR zu 1,17 CHF ist damit der Schweizer Big Mac um 42% teurer als in Deutschland. Das heißt, Deutsche erhalten in Zürich nur ca. 2/3 des Burgers zum gleichen Preis wie daheim. 

Der Vergleich von Big Mac-Preisen wird wegen der eingeschränkten Handelbarkeit und Repräsentativität kritisiert. Deshalb betrachten wir die Währungen zusätzlich anhand eines breiten Warenkorbes von Gütern und Dienstleistungen (Definition nach Weltbank ICP Vergleichsprogramm). Aktuell sind folgende Währungen aus Euro-Sicht über- bzw. unterbewertet:

Quelle: MARS Asset Management, The Economist, World Bank (ICP)  

Es fällt auf, dass 
1. keine großen Unterschiede bei der Beurteilung der Währungen existieren, ob nur die Big Mac-Preise oder ein breiter Warenkorb genutzt werden.
2. Überbewertungen vor allem bei Währungen der Industrieländer vorliegen, während die Währungen der Schwellenländer tendenziell unterbewertet sind. 

Sollen Anleger in unterbewertete Währungen anlegen? Dafür müssten sich die Wechselkurse langfristig der Kaufkraftparität, also dem „fairen“ Kurs, annähern. Für die Beantwortung dieser Frage wurden folgende Anlagestrategien in Währungen seit 1990 nachgebildet:

Am 31. Dezember eines jeden Jahres wurden aus dem Universum der G12-Währungen (nur Industrieländer) die 4 teuersten in einem Portfolio und die 4 günstigsten Währungen in einem anderen Portfolio gleichgewichtet allokiert und ein Jahr gehalten. Zwei weitere Portfolios wurden gebildet, indem aus dem Universum von 30 Währungen (Industrie- und Schwellenländer) die 10 teuersten und 10 günstigsten Währungen gleichgewichtet gehalten und am Silvestertag neu zusammengestellt wurden.

Die Wertentwicklung der 4 Währungsstrategien sieht wie folgt aus:

Quelle: MARS Asset Management

Im Universum der G12-Währungen haben sich die unterbewerteten Währungen besser entwickelt. Im Universum der 30 Währungen (Industrie- und Schwellenländer) hatten paradoxerweise die überbewerteten Währungen eine bessere Wertentwicklung. Die gleichen Ergebnisse werden erzielt, wenn für die Beurteilung der Währungen breite Währungskörbe, anstatt Big Mac-Preise, genutzt werden.

Wir kommen anhand der Daten zu dem Schluss, dass weder die Big Mac-Preise noch ein breiter Mix an Waren und Dienstleistungen die zukünftige Währungsentwicklung vorhersagen kann. Eine Über- bzw. Unterbewertung kann sehr viele Jahre anhalten und sich weiter ausbauen. 

 

Jens Kummer, Mars Research

Die besten Themenfonds

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So groß wie die Themenvielfalt beim Einkaufen sein kann, so groß ist die Themenvielfalt der Fonds, in die Anleger investieren können. Im Monat Dezember nimmt FundResearch die Performance von Themenfonds unter die Lupe.

Die Auswertung führen wir nicht wie gewohnt mit dem zuverlässigen „FVBS Finanzen FundAnalyzer“, sondern mit dessen Nachfolger „FVBS professional“ durch, da wir zur exklusiven Gruppe der Beta-Tester zählen.

Mit dem neuen Analysetool schauen wir auf die Entwicklung von Sparplänen für den kleinen Geldbeutel: monatliche Rate von 250 Euro, Fondsperformance 5 Jahre. Das ergäbe bei Nullverzinsung auf dem Sparbuch in Summe schlappe 15.000 Euro.

Nachhaltigkeitsthemen liegen vorne


Quelle: FVBS professional

Alle Top-Sieben-Themenfonds schlagen das Sparbuch um Längen. Besser: um Welten. Den besten Fondssparplan bietet der BZ Fine Funds – BZ Fine Infra T (ISIN: LU0574145370). Aufgelegt hat ihn die die schweizer BZ Bank über die luxemburgische Kapitalverwaltungsgesellschaft IPConcept. In den fünf Jahren liegt er mit 22.966 Euro gut 50 % über dem Ertrag eines Sparbuchs. Er investiert vorwiegend in Unternehmen aus dem Bereich Infrastruktur und Versorgung. Über die genauen Positionen sind keine Angaben bekannt. Mit einem kumulierten Plus von 126,3 % performt er doppelt so stark wie der Durchschnittsfonds der Kategorie (64,4 %). Das hat seinen Preis. FVBS professional listet ihn auf einer Risikoskala von 0-7 mit sechs. Dennoch liegt sein maximaler Drawdown noch im Soll. Seine Vola von fast 18 % entspricht gut dem Doppelten des Mittelwerts der Kategorie (9,5 %) – damit ist der Fonds Spitzenreiter der Peegroup. Dennoch kommt er mit einer Sharpe Ratio von nur knapp 1.00 schlechter weg als der Duschschnitt (1,11).

Nordea erklimmt mit dem Nordea 1 – Global Climate and Environment Fund BI (ISIN: LU0348927095) Rang zwei innerhalb der Peergroup. Am Ende des Vergleichszeitraums steht ein Plus von 115, 7 %. Das entspricht 21.624 Euro. Auch er gilt als risikoreiches Investment, weist aber gut vier Prozentpunkte weniger auf, als der BZ Fine Funds. Sein Thema: Umwelttechnologie und Klimawandel. Die größte Position im Aktienportfolio besetzt der britische Energieanbieter National Grid mit 4 %. In den letzten Jahren tat sich die Aktie enorm schwer. Seit Beginn des letzten Jahres verlor sie rund 30 % an Wert. Ebenfalls an Bord sind Wertpapiere von Ecolab, einem Anbieter von Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Energie. Seit Jahren kennt sie nur einen Weg: nach oben. Ihr Wert hat sich im Betrachtungszeitraum nahezu verdoppelt. Dem Fonds tut es gut. Seine Sharpe Ratio von 1,25 liegt 0,14 Punkte über dem Durchschnitt.

Der drittbeste Fonds im Feld ist der PMG Partners Funds – LP Active Value Fund (ISIN: LU0434213525). Er legt 19.170 Euro vor. Sein Wachstum erwirtschaftete er durch Anlagen in Unternehmen, die in Private Equity investieren. Allokiert ist er überwiegend in Europa und Nordamerika. Gegenüber den beiden bestplatzierten fällt seine kumulierte Performance von 82 % eher moderat aus. Das ist umso erstaunlicher, weil er mit einer Sharpe Ratio von 1,4 zur Top-Ten der Peergroup Themenfonds zählt. Ein Blick auf die Wertentwicklung nach Jahren schlüsselt das Ergebnis auf. Zwei Abschnitten mit überdurchschnittlicher Performance 2012/13 und 2016/17 stehen drei gegenüber, in denen es für den Fonds nur mittelprächtig lief.

Immer noch deutlich über dem Sparbuch performt der SEB Listed Private Equity Fund C (ISIN: LU0385668222). Mit 69,9 % rangiert der viertplatzierte Fonds aus der Schmiede von SEB Investment aber schon rund 60 Prozentpunkte hinter dem Besten. Wie der Name verrät beteiligt sich der Fonds überwiegend an Unternehmen. Generell halten sich die beiden Fondsmanager Victor Lang und Emilio Dauvin aber offen auch in ETFs anzulegen.  Größte Position bildet derzeit die französische Venture Capital Gesellschaft Altamir. Eine gute Entscheidung. In den letzten fünf Jahren hat sich der Börsenwert des Unternehmens verdoppelt. Ebenfalls vorn dabei ist die China Cord Blood Corp, ein Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, das sich auf das Geschäft mit Nabelschnurblut spezialisiert hat. Wie der Blick auf Ertragsseite andeutet fällt die Sharpe Ratio des Fonds mit 0,95 Punkten unterdurchschnittlich aus. Die Volatilität liegt glatt im Mittelfeld.

Macquarie Global Listed Infrastructure Fund A (ISIN: LU0433812962) schafft den Sprung unter die besten Fünf dank hervorragender Performance in den Jahren 2013/14. Um gut 50 % sprang der Kurs nach oben. Was folgte, war eine ebenso rasante Talfahrt bis Anfang 2016. Seitdem schnuppert der Fonds erneut Morgenluft. Am Ende steht ein Plus von 50,5 % oder 17.702 Euro. Gemanagt wird der Fonds von Jonathon Ong und David Dali. Auch sie gehen eher ins Risiko mit dem Fonds. Ihren Anlageschwerpunkt bilden Unternehmen in den Emerging Markets, die Infrastrukturanlagen betreiben oder anderweitig damit verbunden sind. Die australische Transurban, mit 6,2 % größter Aktientitel der Manager, unterhält und betreibt u.a. Mautstraßen in den USA und dem Kontinent down under. Das Geschäft brummt – die Aktie steigt seit 2014 von knapp vier auf jetzt knapp acht Euro. Die Vola erreicht fast exakt den Mittelwert. Die Sharpe Ratio des Fonds dotiert allerdings 0,9 Punkte unter dem Durchschnitt.

Von der größten deutschen Fondsgesellschaft Deutsche AM (in Kürze wieder DWS) kommt der Deutsche Invest I Global Infrastructure LC (ISIN: LU0329760770). Die beiden Fondsmanager Manoj Patel und Frank Greywitt investieren in Infrastruktur-Unternehmen. Unternehmen aus den USA belegen gut 47 % des Portfolios, dahinter folgt Kanada (14 %) vor Großbritannien und Frankreich mit je knapp 9 %. Aus dem Eifelturm-Land stammt auch der Baukonzern Vinci, in den Patel und Greywitt zu 7,4 % allokiert sind. Zweitgrößte Position nimmt die American Tower ein, die weltweit Funkmastnetze betreiben. In den vergangenen drei Jahren hat der Fonds im Schnitt nur 2,5 % Ertrag gebracht. Weil er mit knapp 33 % im Jahr 2013 signifikant besser performt hat, kommt er insgesamt auf 54,2 %. Am Ende stecken also 17.208 Euro im Säckel. Die Vola entspricht dem statistischen Mittel, die Sharpe Ratio beträgt 0,93 – das ist leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Peergroup.

Den letzten Platz in unserer Auswertung bekleidet der Pictet Funds – High Dividend Selection-I (ISIN: LU0503633769). Er wird von einem fünfköpfigen Managementteam um Bruno Lippens und Karen Kharmandarian geleitet. Ihr Thema mutet banal an: Unternehmen finden, die höhere Dividenden als der Markt versprechen und sich über Aktien beteiligen. Fündig geworden sind Lippens et al. vor allem auf dem US-Markt (44,3 %). Sie allokieren aber auch stark in Großbritannien (9,8 %) und deutsche Unternehmen (7,3 %). Die größten Positionen haben große Unternehmen aus dem S&P 500: Intel, Philip Morris, Pfizer, Exxon Mobil, Lockhead Martin. Insgesamt 17.125 Euro erwirtschaftet der Fonds mit dem Sparplan für den Anleger – ein Zuwachs von 50 %, auch, weil das Management in den vergangenen zwölf Monaten die Trendumkehr schaffte. Nach drei Mal in Folge sinkendender Jahresperfromance steht von 2016 bis 2017 ein Ertrag von knapp 4,8 %. Die Vola (10,5 %) ist knapp einen Punkt über dem Kategoriedurchschnitt – allerdings vertretbar. Seine Sharpe Ratio beträgt 0,815 also 0,3 Punkte unter dem Mittelwert der Peergroup.

(DW)

Bitcoin: Kein ernst zu nehmender Währungskandidat

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Die Krypto-Währung Bitcoin ist derzeit in aller Munde. Nicht wenige Anleger wünschen sie sich ins eigene Portfolio. Andere Marktteilnehmer wie Banken warnen in regelmäßigen Abständen vor Investments in die digitale Währung. 

Tatsächlich bringt die Krypto-Währung große Probleme mit sich, wenn sie als Ersatz für das im Umlauf befindliche Geld zum allgemeingültigen Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft eingesetzt würde. Das ergab die Studie „Zukunft des Geldes“ der Berenberg Bank und des Wirtschaftsinstitutes HWWI. 

Die Bitcoin-Technologie lässt eine geldpolitische Steuerung der Realwirtschaft kaum zu

In erster Konsequenz würde damit dem Staat die Zugriffsmöglichkeit auf eine zentral gesteuerte Geldpolitik entfallen. Denn Bitcoins werden dezentral, von den Nutzern der Währung „gemined“. 

Dieses Mining sichert nicht nur den gesamten Zahlungsverkehr, sondern stellt auch sicher, dass die Geldmenge stetig weiter wächst. Im Falle des Bitcoin ist die Menge allerdings begrenzt auf 21 Mio. Ungefähr 16 Mio. Bitcoin sind davon bereits im Umlauf. Die Bitcoinmenge wächst also jährlich um einen bestimmten Prozentsatz. Dieses Wachstum wird sich aber mit der Zeit verlangsamen und ungefähr im Jahr 2040, wenn die gesamte Menge an Bitcoins produziert worden ist, auf null zurück fallen. 

Bleibt in der Realwirtschaft das Geldmengen-Wachstum hinter der Wirtschaftsentwicklung zurück, fallen die Güter- und Dienstleistungspreise. Wenn die Marktteilnehmer auf weiter fallende Preise setzen, kann sich aus diesem Szenario leicht eine Deflationsspirale entwickeln. Da die Steuerung von Bitcoins dezentral erfolgt fehlt ein Korrektiv, was dieser Entwicklung über eine Anhebung der Bitcoinmenge entgegenwirken könnte. Einfluss ließe sich technisch allenfalls über die Anpassung der Wachstumsrate des Geldangebots nehmen. Über die Auswirkungen dieser Maßnahme besteht aber keine empirische Gewissheit. Welches die adäquate Wachstumsrate ist, bliebe also eine Wette.

Inflationsrisiken birgt die Bitcoin-Ökonomie dagegen weniger, weil die Geldmenge einerseits nicht exorbitant anwachsen kann und andererseits nur moderat wächst, so die Studie. 

Geldfunktion des Bitcoin ist eingeschränkt

Im Vergleich mit den bekannten klassischen Zahlungsmitteln fällt der Bitcoin ab. Geld muss aus volkswirtschaftlicher Sicht drei Funktionen erfüllen: es muss als Recheneinheit dienen können , seinen Wert erhalten und als Zahlungsmittel akzeptiert sein. Die Autoren der Studie schätzen den Bitcoin im Vergleich zu Gold, Naturalien oder Fiatwährungen am schlechtesten ein, was Wertstabilität und Sicherheit betrifft. Die Konservierbarkeit hänge von der Hardware ab, die Sicherheit sei angesichts gegenwärtiger Cyberkriminalität nicht gegeben. Die Rechenbarkeit sei zwar konzeptionell optimal angelegt, weil die Währung leicht teilbar und knapp sei. In der Realität bereite die Berechnung aufgrund der starken Volatilität aber Probleme. Im Grunde sei der Bitcoin wegen der anhaltenden Preisschwankungen nicht als wertstabil zu bezeichnen. 

Bitcoin ist keine Gefahr für gegenwärtige Währungen

Der Bitcoin sei daher in seiner jetzigen Form kein ernstzunehmender Konkurrent des heutigen Geldes. „Tatsächlich“, schließen die Autoren wird der Bitcoin heute nur als „Wertaufbewahrungsmittel“ bzw. aufgrund der hohen Preisvolatilität wohl eher als „Spekulationsobjekt“ genutzt“.

(DW)

FRWeekly-Briefing: DAX und Bitcoin vor Jahresendrallye

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Vergangenen Dezember startete der DAX seine Kletterpartie, die er knapp bis Ende Juli durchhalten konnte. Nach kurzer Korrektur hat er erneut den Anstieg begonnen bis ihm im November wieder die Luft ausging. Seitdem befindet sich der Blue-Chips-Index trotz weiterhin hervorragender Konjunkturdaten und -prognosen in einer Seitwärtsphase. Er pendelt beständig zwischen 12.850 und 13.250 Punkten. In der letzten Woche ging es wieder um knapp 60 Punkte bergab. Am Freitag dotierte der DAX um die 13.100er Marke.

Statistisch gesehen beginnt an diesem Montag die Zeit steigender Kurse. Aus den USA kamen in der Vorwoche positive Trendsignale. Sowohl S&P 500 als auch Dow Jones erreichten neue Rekordmarken. Die Steuerreform Trumps, auch wenn ihr Beschluss im Senat noch aussteht, sorgt für Aufwind.  Ob der DAX  von der positiven Stimmung profitiert bleibt offen.

„Für Optimismus sorgt nach wie vor der langfristig intakte Aufwärtstrend“, meint Andreas Büchler, Tradingexperte bei „Börse-Online“. Dennoch mahnt Büchler zur Vorsicht. Es sei ohne weiteres eine Korrektur bis zur 12.570 möglich.

„Nimmt der Index die positiven Tendenzen jetzt mit (wonach es vorbörslich aussieht), stellt sich das nächste Kursziel bereits auf die hartnäckige Barriere bei 13.200/13.220 Punkten“, meint die Deutsche Bank. Wenn das passiere könnten frische Long-Signale in den Markt kommen. 

Bitcoin-Rallye hält an

Während der DAX eher besinnlich auf die Feiertage zuschreitet, fetzt der Bitcoin weiter – gewohnt volatil – durch die Finanzwelt. Vor gut 12 Monaten war er noch 790 USD wert. Am Wochenende dotierte er auf der Handelsplattform Coinmarketcap erstmals kurz über 20.000 USD. Rendite: 2400 %. Wenn Sie auf dem Weihnachtsmarkt jemandem mit Dauergrinsen begegnen – möglicherweise ein Bitcoin-Investor der ersten Stunde. 

Fast exponentielle Steigung: Bitcoin bei knapp 20.000 EUR 

Quelle: Coinmarketcap, Preis in USD

Angetrieben wurde der Kurs durch den Handelsstart von Bitcoin-Futures an der Chicagoer CME Group, einem der größten Handelsplätze für Derivate. In der Vorwoche gingen an der US-Börse CBOE bereits die ersten Futures der Digitalwährung in den Handel. Für den Jahresbeginn hat eine weitere Börse den Derivatehandel anvisiert zudem plant die US-Börse Nasdaq nach Angabe von Branchenkennern ebenfalls, in das Geschäft einzusteigen. Auch in Deutschland hatte zuletzt die Eurex, Tochter und Derivateplattform der Deutschen Börse, bekannt gegeben, sich intensiv mit Terminkontrakten von Bitcoins zu befassen. 

EU verschärft die Handelsregeln

Am Freitag hatte Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, bekannt gegeben, dass man sich auf eine Verschärfung der Regeln für den Bitcoinhandel geeinigt habe. 

Die neuen Beschlüsse sehen vor, dass die Geldwäscherichtlinie auf Anbieter und Betreiber von elektronischen Geldbörsen und Handelsplätze virtueller Währungen ausgeweitet werden. Das bedeutet, dass künftig auch die Identität der Besitzer von Wallets, der Software, die für Transaktionen des Bitcoin nötig ist, offengelegt werden muss. Zudem sollen Anbieter die Nutzerdaten erfassen und zentral speichern. Auf diese Weise erhoffen sich die EU-Parlamentarier mehr Transparenz.

Land Hessen will nicht spekulieren

Probleme mit der Transparenz hat das Land Hessen nicht, zocken will es anscheinend auch nicht. Bei einer Razzia im Jahr 2014 hatten die Landesbehörden 126 Bitcoins im Wert von damals rund 50.000 EUR beschlagnahmt. Die Bitcoins sollen jetzt zum Verkauf angeboten werden. Ein schönes Geschenk für die hessischen Bürger. Bei heutigem Kurswert haben die Bitcoins einen Handelswert von gut 1,9 Mio. EUR.

(DW)

DekaBank setzt Fondsgeschäft neu auf

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Bereits im März diesen Jahres berichteten wir auf FundResearch über eine mögliche Verlegung der Deka-Tochter LBB-Invest nach Frankfurt. Am heutigen Freitag machte die Deka den Beschluss offiziell.  Die Zentrale der LBB-Invest wird Ende 2019 nach Frankfurt verlegt und künftig als Fondsboutique für die Auflegung und den Vertrieb fremdgemanagter und fremdberatener Publikumsfonds zuständig sein. Damit einher geht eine Umbenennung: die LBB-Invest wird zur Deka Vermögensmanagement GmbH (DVM) umfirmiert.

Mit diesem Schritt stellt die DekaBank ihr Assetmanagement neu auf. Anfang 2017 verwaltete die Deka ein Fondsvermögen von gut 236 Mrd. Euro. Einen Teil davon wird ab 2018 die DVM steuern. Nach Deka-Angaben wird die neue Tochtergesellschaft die Verwaltung der standardisierten und individualisierten Fondsvermögen, sowie von Dachfonds übernehmen.
Das Management von ETFs, Publikums- und Spezialfonds mit einem Volumen von insgesamt gut 158 Mrd. Euro übernimmt dagegen die Deka Investment GmbH. Fonds, die von der LBB-Invest gemanagt werden, überträgt die Gesellschaft der Deka Investment.
Nach Angaben des Unternehmens wird mit der Verlagerung der LBB-Invest-Zentrale nach Frankfurt ein Stellenabbau einhergehen. Wie viele der rund 115 Mitarbeiter übernommen werden, sei noch offen. Ein Wechsel in der Geschäftsführung steht bereits fest. Andreas Heß verlässt zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch die LBB-Invest.

 

(DW)

Altersvorsorge: Klassische Riester-Versicherungen auf dem Rückzug

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Im dritten Quartal 2017 ist die Zahl der netto abgeschlossenen Riester-Verträge erstmals in diesem Jahr gestiegen. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Statistik des Bundesamtes für Arbeit und Soziales hervor. 

Besonders starker Beliebtheit erfreuen sich 2017 Fondssparpläne. Schon im ersten Halbjahr wies die Nettobilanz einen Zuwachs von gut 20.000 neuen Verträgen auf. Im dritten Quartal wurden 50.000 neue Policen aufgesetzt – fünf Mal so viel wie in den einzelnen Vorquartalen. Insgesamt sind 3,24 Mio. Verträge abgeschlossen. Damit etabliert sich die fondsgebundene Variante als zweitstärkste Riester-Altersvorsorge. 

In die entgegengesetzte Richtung entwickeln sich dagegen die klassischen  Riester-Versicherungsverträge. Sie stellen zwar mit 10,79 Mio. Policen die verbreitetste Form der Altersvorsorge dar. Allerdings ist die Tendenz seit 2014 rückläufig. Seitdem werden netto gut 40.000 Policen pro Jahr weniger abgeschlossen als gekündigt. Auch 2017 verstärkte sich diese Entwicklung noch einmal. Pro Quartal sank die Bestandsquote im Mittel um knapp 37.000 Verträge. Insgesamt ging es um 113.00 Verträge bergab.
Anhaltenden Zuwachs verzeichnet dagegen das Wohnriestern bzw. die Eigenheimrente. Auch hier schwächt sich die Entwicklung allerdings ab. Während der Netto-Jahres-Zuwachs von 2010 bis 2014 um die 200.000 pendelte, fiel das Plus von 2015-2016 auf fast die Hälfte zurück. Eine Entwicklung, die nur durch einen exorbitanten Sprung im vierten Quartal korrigiert werden könnte. Im Jahresverlauf wurden bislang nur 60.000 neue Verträge aufsetzt. Auch wenn sich die Zuwachsrate im letzten Quartal deutlich abgeschwächt hat.

Riester Netto-Neuabschlüsse 2017 


Quelle: Versicherungsjournal

Der Anteil an Wohnriester-Verträgen an der Riester-Altzersvorsorge beträgt Stand 30. September 10,6 %. Ende 2016 waren es noch 10,2 % gewesen. Banksparpläne sind dagegen rückläufig, von 4,7 % auf aktuelle 4,5 %. Riester-Fondssparpläne nähern sich weiter der 20-Prozentmarke (2017: 19,6 %; 2016: 19,2%).  Die klassischen Riester-Versicherungen verlieren 2017 rund einen halben Prozentpunkt von 65,9 % auf 69,3 %. 2011 lag ihr Anteil noch bei über 70 %.

Altersvorsorge: Fondssparpläne mit starkem Zuwachs 

Quelle: BMSA

(DW)