Die besten Themenfonds

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So groß wie die Themenvielfalt beim Einkaufen sein kann, so groß ist die Themenvielfalt der Fonds, in die Anleger investieren können. Im Monat Dezember nimmt FundResearch die Performance von Themenfonds unter die Lupe.

Die Auswertung führen wir nicht wie gewohnt mit dem zuverlässigen „FVBS Finanzen FundAnalyzer“, sondern mit dessen Nachfolger „FVBS professional“ durch, da wir zur exklusiven Gruppe der Beta-Tester zählen.

Mit dem neuen Analysetool schauen wir auf die Entwicklung von Sparplänen für den kleinen Geldbeutel: monatliche Rate von 250 Euro, Fondsperformance 5 Jahre. Das ergäbe bei Nullverzinsung auf dem Sparbuch in Summe schlappe 15.000 Euro.

Nachhaltigkeitsthemen liegen vorne


Quelle: FVBS professional

Alle Top-Sieben-Themenfonds schlagen das Sparbuch um Längen. Besser: um Welten. Den besten Fondssparplan bietet der BZ Fine Funds – BZ Fine Infra T (ISIN: LU0574145370). Aufgelegt hat ihn die die schweizer BZ Bank über die luxemburgische Kapitalverwaltungsgesellschaft IPConcept. In den fünf Jahren liegt er mit 22.966 Euro gut 50 % über dem Ertrag eines Sparbuchs. Er investiert vorwiegend in Unternehmen aus dem Bereich Infrastruktur und Versorgung. Über die genauen Positionen sind keine Angaben bekannt. Mit einem kumulierten Plus von 126,3 % performt er doppelt so stark wie der Durchschnittsfonds der Kategorie (64,4 %). Das hat seinen Preis. FVBS professional listet ihn auf einer Risikoskala von 0-7 mit sechs. Dennoch liegt sein maximaler Drawdown noch im Soll. Seine Vola von fast 18 % entspricht gut dem Doppelten des Mittelwerts der Kategorie (9,5 %) – damit ist der Fonds Spitzenreiter der Peegroup. Dennoch kommt er mit einer Sharpe Ratio von nur knapp 1.00 schlechter weg als der Duschschnitt (1,11).

Nordea erklimmt mit dem Nordea 1 – Global Climate and Environment Fund BI (ISIN: LU0348927095) Rang zwei innerhalb der Peergroup. Am Ende des Vergleichszeitraums steht ein Plus von 115, 7 %. Das entspricht 21.624 Euro. Auch er gilt als risikoreiches Investment, weist aber gut vier Prozentpunkte weniger auf, als der BZ Fine Funds. Sein Thema: Umwelttechnologie und Klimawandel. Die größte Position im Aktienportfolio besetzt der britische Energieanbieter National Grid mit 4 %. In den letzten Jahren tat sich die Aktie enorm schwer. Seit Beginn des letzten Jahres verlor sie rund 30 % an Wert. Ebenfalls an Bord sind Wertpapiere von Ecolab, einem Anbieter von Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Energie. Seit Jahren kennt sie nur einen Weg: nach oben. Ihr Wert hat sich im Betrachtungszeitraum nahezu verdoppelt. Dem Fonds tut es gut. Seine Sharpe Ratio von 1,25 liegt 0,14 Punkte über dem Durchschnitt.

Der drittbeste Fonds im Feld ist der PMG Partners Funds – LP Active Value Fund (ISIN: LU0434213525). Er legt 19.170 Euro vor. Sein Wachstum erwirtschaftete er durch Anlagen in Unternehmen, die in Private Equity investieren. Allokiert ist er überwiegend in Europa und Nordamerika. Gegenüber den beiden bestplatzierten fällt seine kumulierte Performance von 82 % eher moderat aus. Das ist umso erstaunlicher, weil er mit einer Sharpe Ratio von 1,4 zur Top-Ten der Peergroup Themenfonds zählt. Ein Blick auf die Wertentwicklung nach Jahren schlüsselt das Ergebnis auf. Zwei Abschnitten mit überdurchschnittlicher Performance 2012/13 und 2016/17 stehen drei gegenüber, in denen es für den Fonds nur mittelprächtig lief.

Immer noch deutlich über dem Sparbuch performt der SEB Listed Private Equity Fund C (ISIN: LU0385668222). Mit 69,9 % rangiert der viertplatzierte Fonds aus der Schmiede von SEB Investment aber schon rund 60 Prozentpunkte hinter dem Besten. Wie der Name verrät beteiligt sich der Fonds überwiegend an Unternehmen. Generell halten sich die beiden Fondsmanager Victor Lang und Emilio Dauvin aber offen auch in ETFs anzulegen.  Größte Position bildet derzeit die französische Venture Capital Gesellschaft Altamir. Eine gute Entscheidung. In den letzten fünf Jahren hat sich der Börsenwert des Unternehmens verdoppelt. Ebenfalls vorn dabei ist die China Cord Blood Corp, ein Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, das sich auf das Geschäft mit Nabelschnurblut spezialisiert hat. Wie der Blick auf Ertragsseite andeutet fällt die Sharpe Ratio des Fonds mit 0,95 Punkten unterdurchschnittlich aus. Die Volatilität liegt glatt im Mittelfeld.

Macquarie Global Listed Infrastructure Fund A (ISIN: LU0433812962) schafft den Sprung unter die besten Fünf dank hervorragender Performance in den Jahren 2013/14. Um gut 50 % sprang der Kurs nach oben. Was folgte, war eine ebenso rasante Talfahrt bis Anfang 2016. Seitdem schnuppert der Fonds erneut Morgenluft. Am Ende steht ein Plus von 50,5 % oder 17.702 Euro. Gemanagt wird der Fonds von Jonathon Ong und David Dali. Auch sie gehen eher ins Risiko mit dem Fonds. Ihren Anlageschwerpunkt bilden Unternehmen in den Emerging Markets, die Infrastrukturanlagen betreiben oder anderweitig damit verbunden sind. Die australische Transurban, mit 6,2 % größter Aktientitel der Manager, unterhält und betreibt u.a. Mautstraßen in den USA und dem Kontinent down under. Das Geschäft brummt – die Aktie steigt seit 2014 von knapp vier auf jetzt knapp acht Euro. Die Vola erreicht fast exakt den Mittelwert. Die Sharpe Ratio des Fonds dotiert allerdings 0,9 Punkte unter dem Durchschnitt.

Von der größten deutschen Fondsgesellschaft Deutsche AM (in Kürze wieder DWS) kommt der Deutsche Invest I Global Infrastructure LC (ISIN: LU0329760770). Die beiden Fondsmanager Manoj Patel und Frank Greywitt investieren in Infrastruktur-Unternehmen. Unternehmen aus den USA belegen gut 47 % des Portfolios, dahinter folgt Kanada (14 %) vor Großbritannien und Frankreich mit je knapp 9 %. Aus dem Eifelturm-Land stammt auch der Baukonzern Vinci, in den Patel und Greywitt zu 7,4 % allokiert sind. Zweitgrößte Position nimmt die American Tower ein, die weltweit Funkmastnetze betreiben. In den vergangenen drei Jahren hat der Fonds im Schnitt nur 2,5 % Ertrag gebracht. Weil er mit knapp 33 % im Jahr 2013 signifikant besser performt hat, kommt er insgesamt auf 54,2 %. Am Ende stecken also 17.208 Euro im Säckel. Die Vola entspricht dem statistischen Mittel, die Sharpe Ratio beträgt 0,93 – das ist leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Peergroup.

Den letzten Platz in unserer Auswertung bekleidet der Pictet Funds – High Dividend Selection-I (ISIN: LU0503633769). Er wird von einem fünfköpfigen Managementteam um Bruno Lippens und Karen Kharmandarian geleitet. Ihr Thema mutet banal an: Unternehmen finden, die höhere Dividenden als der Markt versprechen und sich über Aktien beteiligen. Fündig geworden sind Lippens et al. vor allem auf dem US-Markt (44,3 %). Sie allokieren aber auch stark in Großbritannien (9,8 %) und deutsche Unternehmen (7,3 %). Die größten Positionen haben große Unternehmen aus dem S&P 500: Intel, Philip Morris, Pfizer, Exxon Mobil, Lockhead Martin. Insgesamt 17.125 Euro erwirtschaftet der Fonds mit dem Sparplan für den Anleger – ein Zuwachs von 50 %, auch, weil das Management in den vergangenen zwölf Monaten die Trendumkehr schaffte. Nach drei Mal in Folge sinkendender Jahresperfromance steht von 2016 bis 2017 ein Ertrag von knapp 4,8 %. Die Vola (10,5 %) ist knapp einen Punkt über dem Kategoriedurchschnitt – allerdings vertretbar. Seine Sharpe Ratio beträgt 0,815 also 0,3 Punkte unter dem Mittelwert der Peergroup.

(DW)

Bitcoin: Kein ernst zu nehmender Währungskandidat

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Die Krypto-Währung Bitcoin ist derzeit in aller Munde. Nicht wenige Anleger wünschen sie sich ins eigene Portfolio. Andere Marktteilnehmer wie Banken warnen in regelmäßigen Abständen vor Investments in die digitale Währung. 

Tatsächlich bringt die Krypto-Währung große Probleme mit sich, wenn sie als Ersatz für das im Umlauf befindliche Geld zum allgemeingültigen Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft eingesetzt würde. Das ergab die Studie „Zukunft des Geldes“ der Berenberg Bank und des Wirtschaftsinstitutes HWWI. 

Die Bitcoin-Technologie lässt eine geldpolitische Steuerung der Realwirtschaft kaum zu

In erster Konsequenz würde damit dem Staat die Zugriffsmöglichkeit auf eine zentral gesteuerte Geldpolitik entfallen. Denn Bitcoins werden dezentral, von den Nutzern der Währung „gemined“. 

Dieses Mining sichert nicht nur den gesamten Zahlungsverkehr, sondern stellt auch sicher, dass die Geldmenge stetig weiter wächst. Im Falle des Bitcoin ist die Menge allerdings begrenzt auf 21 Mio. Ungefähr 16 Mio. Bitcoin sind davon bereits im Umlauf. Die Bitcoinmenge wächst also jährlich um einen bestimmten Prozentsatz. Dieses Wachstum wird sich aber mit der Zeit verlangsamen und ungefähr im Jahr 2040, wenn die gesamte Menge an Bitcoins produziert worden ist, auf null zurück fallen. 

Bleibt in der Realwirtschaft das Geldmengen-Wachstum hinter der Wirtschaftsentwicklung zurück, fallen die Güter- und Dienstleistungspreise. Wenn die Marktteilnehmer auf weiter fallende Preise setzen, kann sich aus diesem Szenario leicht eine Deflationsspirale entwickeln. Da die Steuerung von Bitcoins dezentral erfolgt fehlt ein Korrektiv, was dieser Entwicklung über eine Anhebung der Bitcoinmenge entgegenwirken könnte. Einfluss ließe sich technisch allenfalls über die Anpassung der Wachstumsrate des Geldangebots nehmen. Über die Auswirkungen dieser Maßnahme besteht aber keine empirische Gewissheit. Welches die adäquate Wachstumsrate ist, bliebe also eine Wette.

Inflationsrisiken birgt die Bitcoin-Ökonomie dagegen weniger, weil die Geldmenge einerseits nicht exorbitant anwachsen kann und andererseits nur moderat wächst, so die Studie. 

Geldfunktion des Bitcoin ist eingeschränkt

Im Vergleich mit den bekannten klassischen Zahlungsmitteln fällt der Bitcoin ab. Geld muss aus volkswirtschaftlicher Sicht drei Funktionen erfüllen: es muss als Recheneinheit dienen können , seinen Wert erhalten und als Zahlungsmittel akzeptiert sein. Die Autoren der Studie schätzen den Bitcoin im Vergleich zu Gold, Naturalien oder Fiatwährungen am schlechtesten ein, was Wertstabilität und Sicherheit betrifft. Die Konservierbarkeit hänge von der Hardware ab, die Sicherheit sei angesichts gegenwärtiger Cyberkriminalität nicht gegeben. Die Rechenbarkeit sei zwar konzeptionell optimal angelegt, weil die Währung leicht teilbar und knapp sei. In der Realität bereite die Berechnung aufgrund der starken Volatilität aber Probleme. Im Grunde sei der Bitcoin wegen der anhaltenden Preisschwankungen nicht als wertstabil zu bezeichnen. 

Bitcoin ist keine Gefahr für gegenwärtige Währungen

Der Bitcoin sei daher in seiner jetzigen Form kein ernstzunehmender Konkurrent des heutigen Geldes. „Tatsächlich“, schließen die Autoren wird der Bitcoin heute nur als „Wertaufbewahrungsmittel“ bzw. aufgrund der hohen Preisvolatilität wohl eher als „Spekulationsobjekt“ genutzt“.

(DW)

FRWeekly-Briefing: DAX und Bitcoin vor Jahresendrallye

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Vergangenen Dezember startete der DAX seine Kletterpartie, die er knapp bis Ende Juli durchhalten konnte. Nach kurzer Korrektur hat er erneut den Anstieg begonnen bis ihm im November wieder die Luft ausging. Seitdem befindet sich der Blue-Chips-Index trotz weiterhin hervorragender Konjunkturdaten und -prognosen in einer Seitwärtsphase. Er pendelt beständig zwischen 12.850 und 13.250 Punkten. In der letzten Woche ging es wieder um knapp 60 Punkte bergab. Am Freitag dotierte der DAX um die 13.100er Marke.

Statistisch gesehen beginnt an diesem Montag die Zeit steigender Kurse. Aus den USA kamen in der Vorwoche positive Trendsignale. Sowohl S&P 500 als auch Dow Jones erreichten neue Rekordmarken. Die Steuerreform Trumps, auch wenn ihr Beschluss im Senat noch aussteht, sorgt für Aufwind.  Ob der DAX  von der positiven Stimmung profitiert bleibt offen.

„Für Optimismus sorgt nach wie vor der langfristig intakte Aufwärtstrend“, meint Andreas Büchler, Tradingexperte bei „Börse-Online“. Dennoch mahnt Büchler zur Vorsicht. Es sei ohne weiteres eine Korrektur bis zur 12.570 möglich.

„Nimmt der Index die positiven Tendenzen jetzt mit (wonach es vorbörslich aussieht), stellt sich das nächste Kursziel bereits auf die hartnäckige Barriere bei 13.200/13.220 Punkten“, meint die Deutsche Bank. Wenn das passiere könnten frische Long-Signale in den Markt kommen. 

Bitcoin-Rallye hält an

Während der DAX eher besinnlich auf die Feiertage zuschreitet, fetzt der Bitcoin weiter – gewohnt volatil – durch die Finanzwelt. Vor gut 12 Monaten war er noch 790 USD wert. Am Wochenende dotierte er auf der Handelsplattform Coinmarketcap erstmals kurz über 20.000 USD. Rendite: 2400 %. Wenn Sie auf dem Weihnachtsmarkt jemandem mit Dauergrinsen begegnen – möglicherweise ein Bitcoin-Investor der ersten Stunde. 

Fast exponentielle Steigung: Bitcoin bei knapp 20.000 EUR 

Quelle: Coinmarketcap, Preis in USD

Angetrieben wurde der Kurs durch den Handelsstart von Bitcoin-Futures an der Chicagoer CME Group, einem der größten Handelsplätze für Derivate. In der Vorwoche gingen an der US-Börse CBOE bereits die ersten Futures der Digitalwährung in den Handel. Für den Jahresbeginn hat eine weitere Börse den Derivatehandel anvisiert zudem plant die US-Börse Nasdaq nach Angabe von Branchenkennern ebenfalls, in das Geschäft einzusteigen. Auch in Deutschland hatte zuletzt die Eurex, Tochter und Derivateplattform der Deutschen Börse, bekannt gegeben, sich intensiv mit Terminkontrakten von Bitcoins zu befassen. 

EU verschärft die Handelsregeln

Am Freitag hatte Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, bekannt gegeben, dass man sich auf eine Verschärfung der Regeln für den Bitcoinhandel geeinigt habe. 

Die neuen Beschlüsse sehen vor, dass die Geldwäscherichtlinie auf Anbieter und Betreiber von elektronischen Geldbörsen und Handelsplätze virtueller Währungen ausgeweitet werden. Das bedeutet, dass künftig auch die Identität der Besitzer von Wallets, der Software, die für Transaktionen des Bitcoin nötig ist, offengelegt werden muss. Zudem sollen Anbieter die Nutzerdaten erfassen und zentral speichern. Auf diese Weise erhoffen sich die EU-Parlamentarier mehr Transparenz.

Land Hessen will nicht spekulieren

Probleme mit der Transparenz hat das Land Hessen nicht, zocken will es anscheinend auch nicht. Bei einer Razzia im Jahr 2014 hatten die Landesbehörden 126 Bitcoins im Wert von damals rund 50.000 EUR beschlagnahmt. Die Bitcoins sollen jetzt zum Verkauf angeboten werden. Ein schönes Geschenk für die hessischen Bürger. Bei heutigem Kurswert haben die Bitcoins einen Handelswert von gut 1,9 Mio. EUR.

(DW)

DekaBank setzt Fondsgeschäft neu auf

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Bereits im März diesen Jahres berichteten wir auf FundResearch über eine mögliche Verlegung der Deka-Tochter LBB-Invest nach Frankfurt. Am heutigen Freitag machte die Deka den Beschluss offiziell.  Die Zentrale der LBB-Invest wird Ende 2019 nach Frankfurt verlegt und künftig als Fondsboutique für die Auflegung und den Vertrieb fremdgemanagter und fremdberatener Publikumsfonds zuständig sein. Damit einher geht eine Umbenennung: die LBB-Invest wird zur Deka Vermögensmanagement GmbH (DVM) umfirmiert.

Mit diesem Schritt stellt die DekaBank ihr Assetmanagement neu auf. Anfang 2017 verwaltete die Deka ein Fondsvermögen von gut 236 Mrd. Euro. Einen Teil davon wird ab 2018 die DVM steuern. Nach Deka-Angaben wird die neue Tochtergesellschaft die Verwaltung der standardisierten und individualisierten Fondsvermögen, sowie von Dachfonds übernehmen.
Das Management von ETFs, Publikums- und Spezialfonds mit einem Volumen von insgesamt gut 158 Mrd. Euro übernimmt dagegen die Deka Investment GmbH. Fonds, die von der LBB-Invest gemanagt werden, überträgt die Gesellschaft der Deka Investment.
Nach Angaben des Unternehmens wird mit der Verlagerung der LBB-Invest-Zentrale nach Frankfurt ein Stellenabbau einhergehen. Wie viele der rund 115 Mitarbeiter übernommen werden, sei noch offen. Ein Wechsel in der Geschäftsführung steht bereits fest. Andreas Heß verlässt zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch die LBB-Invest.

 

(DW)

Altersvorsorge: Klassische Riester-Versicherungen auf dem Rückzug

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Im dritten Quartal 2017 ist die Zahl der netto abgeschlossenen Riester-Verträge erstmals in diesem Jahr gestiegen. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Statistik des Bundesamtes für Arbeit und Soziales hervor. 

Besonders starker Beliebtheit erfreuen sich 2017 Fondssparpläne. Schon im ersten Halbjahr wies die Nettobilanz einen Zuwachs von gut 20.000 neuen Verträgen auf. Im dritten Quartal wurden 50.000 neue Policen aufgesetzt – fünf Mal so viel wie in den einzelnen Vorquartalen. Insgesamt sind 3,24 Mio. Verträge abgeschlossen. Damit etabliert sich die fondsgebundene Variante als zweitstärkste Riester-Altersvorsorge. 

In die entgegengesetzte Richtung entwickeln sich dagegen die klassischen  Riester-Versicherungsverträge. Sie stellen zwar mit 10,79 Mio. Policen die verbreitetste Form der Altersvorsorge dar. Allerdings ist die Tendenz seit 2014 rückläufig. Seitdem werden netto gut 40.000 Policen pro Jahr weniger abgeschlossen als gekündigt. Auch 2017 verstärkte sich diese Entwicklung noch einmal. Pro Quartal sank die Bestandsquote im Mittel um knapp 37.000 Verträge. Insgesamt ging es um 113.00 Verträge bergab.
Anhaltenden Zuwachs verzeichnet dagegen das Wohnriestern bzw. die Eigenheimrente. Auch hier schwächt sich die Entwicklung allerdings ab. Während der Netto-Jahres-Zuwachs von 2010 bis 2014 um die 200.000 pendelte, fiel das Plus von 2015-2016 auf fast die Hälfte zurück. Eine Entwicklung, die nur durch einen exorbitanten Sprung im vierten Quartal korrigiert werden könnte. Im Jahresverlauf wurden bislang nur 60.000 neue Verträge aufsetzt. Auch wenn sich die Zuwachsrate im letzten Quartal deutlich abgeschwächt hat.

Riester Netto-Neuabschlüsse 2017 


Quelle: Versicherungsjournal

Der Anteil an Wohnriester-Verträgen an der Riester-Altzersvorsorge beträgt Stand 30. September 10,6 %. Ende 2016 waren es noch 10,2 % gewesen. Banksparpläne sind dagegen rückläufig, von 4,7 % auf aktuelle 4,5 %. Riester-Fondssparpläne nähern sich weiter der 20-Prozentmarke (2017: 19,6 %; 2016: 19,2%).  Die klassischen Riester-Versicherungen verlieren 2017 rund einen halben Prozentpunkt von 65,9 % auf 69,3 %. 2011 lag ihr Anteil noch bei über 70 %.

Altersvorsorge: Fondssparpläne mit starkem Zuwachs 

Quelle: BMSA

(DW)