REITS – „What have you done for me lately?“ fragt Janet Jackson in ihrem Hit

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Seit Ende September 2018 haben Immobilien-Investmenttrusts, kurz REITs, an Wert gewonnen. Wie aber geht es weiter und welche Rolle können Immobilienaktien für Anleger spielen, fragen Tim Gibson und Guy Barnard, Co-Heads of Global Property Equities bei Janus Henderson.

„Better than all the rest!“, lautet die Antwort von Tina Turner.

Seit Ende September 2018 haben Immobilien-Investmenttrusts, kurz REITs, weltweit 3,2 Prozent an Wert gewonnen, während der MSCI World Equities Index 8,5 Prozent eingebüßt hat.1.

Wie aber geht es weiter und welche Rolle können Immobilienaktien für Anleger spielen?

„Don’t look back in anger“: Wie fällt die Bilanz 2018 für globale Immobilienaktien aus?

Der FTSE EPRA NAREIT Developed Index musste im letzten Jahr 5,6 Prozent abgeben2. Auch wenn die absoluten Zahlen nicht berauschend sein mögen: REITs boten Anlegern wertvolle Diversifizierungsvorteile, nachdem sie im Februar ihren Tiefpunkt erreicht hatten. Im weiteren Jahresverlauf machten sie Boden gut, während die Wachstums- und Reflationserwartungen nach und nach zurückgeschraubt wurden und Anleger Schutz in defensiveren und resilienteren Ertragsanlagen suchten. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt angesichts der gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit und Volatilität an den Kapitalmärkten, die wir 2018 gesehen haben.

Volatilität am US-Aktienmarkt

Volatilität am US-Aktienmarkt
Volatilität am US-Aktienmarkt

Quelle: Thomson Reuters Datastream, S&P 500 Kursindex, 31. Dezember 2016 bis 31. Dezember 2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.


„Another brick in the wall“: Diversifizierung, Diversifizierung, Diversifizierung.
„Lage, Lage, Lage“: Die alte Maxime gilt immer noch, wenn es um Immobilien geht. Den Charme von REITs machen aber auch die Diversifizierungsvorteile aus, die sie Anlegern bieten.
Globale REITs punkten neben der Diversifizierung des Aktienrisikos auch mit der Streuung des regionalen Risikos, legen sie doch zu rund 50 Prozent in Nordamerika, 30 Prozent in der Region Asien-Pazifik und 20 Prozent in Europa an. Diese geografische Streuung trägt zur Diversifizierung makroökonomischer Risiken bei, zu denen konjunkturelle, geldpolitische und politische Unwägbarkeiten gehören. Immobilien sind schließlich ein stark ortsgebundenes Geschäft, bei dem sich die verschiedenen Immobilienarten, Städte und Länder an unterschiedlichen Punkten des Immobilienzyklus befinden. Aktiv gemanagten Fonds eröffnet diese geografische Vielfalt ein größeres Chancenuniversum, aus dem die Fondsmanager attraktive Anlagen für ihre Portfolios auswählen können.

Während die Diversifizierungsvorteile von US-REITs aus ihrer geringeren Korrelation mit den breiteren Aktienmärkten resultieren, sorgen internationale REITs durch ihre entsprechend geringere Korrelation mit den US-Aktienmärkten für eine weitere Diversifizierungsebene:

Korrelation des S&P 500 mit …
nordamerikanischen REITs 0.75
europäischen REITs 0.69
asiatischen REITs 0.63

Quelle: S&P 500, Indizes von FTSE EPRA NAREIT für Nordamerika, Europa und Asien, 31.12.2005 bis 30.09.2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.

REITs weisen zudem die niedrigste Korrelation mit dem Technologiesektor auf, was auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase und erst kürzlich ein großer Pluspunkt war (siehe Grafik unten). Für Anleger, die Technologieaktien übergewichten, können REITs damit als Gegengewicht fungieren.

Korrelation von Immobilienaktien mit Informationstechnologieaktien und relative Sektor-Performance:

Korrelation von Immobilienaktien mit Informationstechnologieaktien und relative Sektor-Performance
Korrelation von Immobilienaktien mit Informationstechnologieaktien und relative Sektor-Performance

Quelle: Bloomberg, Janus Henderson Investors, 31. Dezember 2018. Vergleich von MSCI Real Estate und Informationstechnologiesektoren in USD. Rote Kästchen verdeutlichen Phasen mit geringer Korrelation auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase sowie in jüngster Zeit. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.

„The times they are a-changin’“: Wie aber steht es mit den Zinsen und ihren Auswirkungen auf den Sektor? In den letzten Jahren haben REITs verglichen mit dem breiteren Aktienmarkt schwach abgeschnitten und immer wieder ist zu hören, dass sie sich „in einem Umfeld mit steigenden Zinsen schwer tun“. Nun scheint der Zinshöhepunkt in den USA in greifbare Nähe gerückt – was sich günstig auf REITs auswirken dürfte.
Auch die Annahme, der Sektor sei lediglich ein Ersatz für Rentenanlagen, erweist sich als haltlos: Langfristig betrachtet liegt die Korrelation zwischen Immobilienaktien und Staatsanleihen tatsächlich bei nahe null:

Korrelation 1999 – 2018 Globale Staatsanleihen Globale Unternehmensanleihen
​Globale Immobilienaktien 0.01 0.48
Korrelation 1999 – 2018 Globale Staatsanleihen Globale Unternehmensanleihen
​Globale Immobilienaktien 0.01 0.48

Quelle: FTSE EPRA Nareit Developed Index stellvertretend für einen globale Index von Immobilienaktien. ICE BofAML Global Corporate Index stellvertretend für globale Unternehmensanleihen. Bloomberg Barclays Global Treasury stellvertretend für globale Staatsanleihen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.


Fazit … „Life in the fast lane“? 

REITs haben Anlegern in jüngster Zeit und über die Jahre betrachtet wertvolle Diversifizierungsvorteile und zusätzliche Renditen geboten. Ihre Performance kommt zwar nicht immer an ein „Leben auf der Überholspur“ heran, und Zeiten mit steigenden Zinsen machen ihnen zu schaffen. In der aktuellen Phase des Konjunkturzyklus aber dürften die im Vergleich defensiven REITs mit ihren verlässlichen Ertragsströmen für viele Anleger attraktiv sein.

1 Quelle: Bloomberg, 28.09.2018 bis 29.01.2019, Gesamtrendite in US-Dollar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. 

2 Quelle: Bloomberg, 29.12.2017 bis 31.12.2018, Gesamtrendite in US-Dollar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Gold, Öl und Industriemettale werden teurer

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Nitesh Shah, Director Research bei WisdomTree, zeigt die wichtigsten Trends der Warenströme des vergangenen Monats auf.

Im vergangenen Monat verzeichneten die Gold-ETPs über 190 US-Dollar an Zuflüssen, da ihr Preis um 1,7 Prozent anstieg. Vor dem Hintergrund der Erschütterungen an den Finanzmärkten im Dezember 2018 und unterschiedlichen geopolitischen Risiken (Schließung der US-Regierung, Brexit-Unsicherheit, Handelskriegsängste usw.) versuchten die Anleger, zur Absicherung Gold in ihre Portfolios aufzunehmen.

Die Anleger profitierten zudem von Investments in Öl, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn um 14 Prozent gestiegen war. Im vergangenen Monat flossen 254 Mio. USD ab. Öl-ETP-Investoren neigen dazu, konträr zu agieren. Als die Preise im letzten Quartal 2018 sanken, verzeichneten wir im Zuge der Schnäppchenjagd einen Zufluss von Strings.

Die ETPs für Industriemetallkörbe verzeichneten im vergangenen Monat Zuflüsse in Höhe von 52 Mio. USD, da eine Erholung der Metallpreise den Bloomberg Industrial Metals Index in diesem Jahr um fast 10 Prozent nach oben trieb, bevor er in der vergangenen Woche etwas nachließ. Die Anzeichen für eine Entspannung des Handelskrieges haben einen Teil der Verluste, die Industriemetalle im vergangenen Jahr erlitten haben, wieder aufgehoben.

Der Markt bleibt weiterhin in Atem, da die Investoren diese Woche einen Blick auf die Entwicklungen beim Treffen hochrangiger Verhandlungsführer in Peking werfen. Letzte Woche gerieten die Metallpreise ins Stocken, als Trump signalisierte, dass er Xi nicht treffen wird, bevor der vereinbarte Burgfrieden ausläuft. In dieser Woche allerdings scheinen die Chancen auf ein persönliches Treffen der Kontrahenden höher zu sein.

Echiquier World Equity Growth setzt auf Megatrends

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David Ross, Co-Manager des Megatrend-Aktienfonds Echiquier World Equity Growth aus dem Hause LFDE gibt einen Ausblick auf das Anlagejahr 2019 und einen Einblick in die Investmentphilosophie des französischen Vermögensverwalters.

Im Jahr 2019 steht für David Ross das Thema „Cloud Computing“ im Fokus. Die Unternehmen, die aus diesem Aspekt heraus interessant sind: Alibaba, Adobe, Salesforce und Microsoft. Insbesondere an Microsoft schätzt der Manager, der die Aktie schon seit 30 Jahren verfolgt, als diese noch zu den Small Caps zählte, die Energie und den Unternehmergeist, der überall zu spüren sei: „Microsoft verkörpert voll und ganz den Geist des Silicon Valley“, betont Ross.

Als Top Pick nennt er Amazon, das nicht nur führend in der Cloud sei, sondern auch Branche für Branche maßgeblich verändere und dabei stets den Ton angebe.

Sein Rat für 2019: Anleger sollten sich nicht allzu viel Sorgen wegen der Volatilität an den Märkten machen. Aber: „Wenn eine Aktie einbricht, besteht Handlungsbedarf!“

Dass Volatilität nicht immer schlecht sein muss, weiß er aus bester Erfahrung, wie sich im vierten Quartal des vergangenen Jahres gezeigt hat, als viele seiner Favoriten im Rahmen der Marktkorrektur massiv an Wert verloren. Dann stelle sich die Frage: Verkaufen? Oder nachkaufen? Der Echiquier World Equity Growth hat zum Jahresschluss die Chancen genutzt, die sich boten, präferierte Aktien zu stark verminderten Kursen einzusammeln, was sich bereits ausgezahlt hat.

Das herausfordernde Anlagejahr 2018 konnte der 387 Millionen Euro schwere Echiquier World Equity Growth gegen Trend mit einem leichten Plus von 0,8 Prozent abschließen, während der Vergleichsindex 4,8 Prozent verloren hat. Seit Auflegung im April 2010 addiert sich die Fondsperformance auf jährlich 9,56 Prozent, gegenüber 7,96 Prozent, die der Index zulegte. Die Outperformance addiert sich auf inzwischen durchschnittlich 1,60 Prozent pro Jahr.

Erleben Sie David Ross live im Video…

Deutschland: Auftragseingänge in der Industrie fielen erneut enttäuschend aus

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Die Industrieproduktion für Deutschland rutscht in eine technische Rezession. Der deutsche Handelsbilanzsaldo dagegen stieg an. Mit 1,317 Bio. Euro konnte für das Gesamtjahr erneut ein Exportrekord gefeiert werden.

Die vergangene Woche war geprägt von einer
Vielzahl ökonomischer Daten aus Europa wie dem Einkaufsmanagerindex im
Dienstleistungssektor. Dieser stand für die Eurozone im Monat Januar zur
Veröffentlichung bereit und verharrte mit 51,2 Punkten auf dem Vormonatsniveau
(Konsens: 50,8 Punkte). Er befindet sich damit weiterhin oberhalb des
Expansionsbereichs von 50 Indexpunkten. Auch die Lage der Industrie in
Deutschland stand im Fokus der Marktbeobachter. Dabei fielen die Auftragseingänge
in der Industrie erneut enttäuschend aus. Mit einem Monatsminus von 1,6 Prozent
im Dezember (Konsens: plus 0,3 Prozent) verzeichnete die Jahresrate mit minus
7,0 Prozent den niedrigsten Stand seit Juni 2012. Einziger Lichtblick stellte
die Revision des Vormonatswertes von minus 1,0 auf minus 0,2 Prozent gegenüber
dem Vormonat dar. Auch die Industrieproduktion konnte im Dezember kein starkes
Zeichen setzen. Trotz eines signifikanten Anstiegs bei der Automobilproduktion
sank die Produktion im verarbeitenden Gewerbe erneut um 0,4 Prozent gegenüber
dem Vormonat (Konsens: plus 0,7 Prozent). Damit rutschte die
Industrieproduktion für Deutschland nach dem zweiten negativen Quartalswachstum
in eine technische Rezession. Der deutsche Handelsbilanzsaldo dagegen stieg im
Dezember von 18,9 Mrd. Euro im November auf 19,4 Mrd. Euro an (Konsens: 18,4
Mrd. Euro) und lag damit knapp über dem Jahrdurchschnitt in Höhe von 19,2 Mrd.
Euro. Mit 1,317 Bio. Euro konnte für das Gesamtjahr erneut ein Exportrekord
gefeiert werden. Nach dem Zinsentscheid der Fed folgt traditionell die Bank of
England. Das geldpolitische Entscheidungskomitee der britischen Notenbank
sprach sich hierbei einstimmig für die Beibehaltung der Bank Rate bei 0,75
Prozent aus. Vor dem Hintergrund der Brexit-Querelen zeigten sich die
Währungshüter pessimistisch. So rechnet die Notenbank nur noch mit einem
BIP-Wachstum von 1,2 Prozent für 2019 und 1,5 Prozent für 2020 (zuvor: jeweils
1,7 Prozent).

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent
bewegte sich im Vergleich zur Vorwoche kaum und blieb im Bereich von 62,09
US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar erholte sich in der vergangenen Handelswoche
deutlich um 1,24 Prozent gegenüber dem Euro. Auch der japanische Yen wertete
mit 0,90 Prozent im Vergleich zum Euro spürbar auf.

In der
vergangenen Handelswoche verzeichnete der amerikanische Aktienmarkt eine
positive Wertentwicklung. Verluste mussten hingegen europäische und japanische
Titel hinnehmen. Innerhalb Europas verzeichnete die Eurozone aus relativer
Perspektive eine Underperformance. Die Emerging Markets zeigten mit Ausnahme
der USA erneut eine bessere Performance als die Industrienationen. Auf
Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren
Gesundheit, Öl & Gas und Energie am besten. Schwäche zeigten dagegen die
Bereiche Grundstoffe, Kommunikations-Dienstleistung sowie zyklischer Konsum. In
den USA zeigten die Sektoren Versorger, IT und Industrie eine Outperformance,
während die Segmente Finanzen, Grundstoffe und Energie zu den größten
Verlierern gehörten. In den USA entwickelten sich die Nebenwerte besser als
Large Caps, während in Europa große Unternehmen gefragt waren. Hinsichtlich
„Value“ und „Growth“, entwickelten sich in den USA und in Europa „Growth“-Titel
besser.

Im Rentenbereich setzte sich die positive Wertentwicklung im
Kreditbereich fort. Überzeugen konnten dabei die Unternehmensanleihen mit
IG-Rating, gefolgt von den Hochzinsanleihen. Minimale Wertverluste mussten
erneut Anleihen mit kurzer Duration sowie Euro-Staatsanleihen verkraften.

Michael Jensen
Michael Jensen

Michael Jensen,
Head of Asset Management, Managing Director, Moventum AM

Meilenstein: Capital Group feiert 50 Jahre Präsenz in Europa

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Capital Group war einer der ersten US-amerikanischen Asset Manager, der im Jahr 1969 einen in Luxemburg domizilierten Fonds auflegte – den Capital Group Global Equity Fund (LUX), der seitdem durchgehend für Anleger aus Europa erhältlich ist.

Derzeit umfasst das Angebot an in Luxemburg
beheimateten UCITS-Fonds 23 Strategien. Capital Group ist mit über 1,6
Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der weltweit größten und
erfahrensten Investmentfirmen.

In den vergangenen fünf Jahren hat Capital Group den Fokus darauf gelegt, in
den USA seit langer Zeit erfolgreiche Strategien auch auf dem europäischen
Markt einzuführen. Die erste Strategie, die Capital Group dem Luxemburger
Fonds-Portfolio hinzugefügt hat, war die New Perspective Strategy im Jahr 2015,
eine globale Aktienstrategie, die in den USA bereits 45 Jahre zuvor aufgelegt
wurde. Der Capital Group New Perspective Fund (LUX) hat im Jahr 2019 ein
Anlagevolumen von vier Milliarden US-Dollar erreicht. Capital Group plant das
Angebot an Luxemburger UCITS-Fonds in den kommenden drei Jahren zu erweitern
und dabei ein bis zwei neue Fonds pro Jahr aufzulegen.1

Capital Group setzt engagiert auf das wachsende Europa-Geschäft und stärkt die
lokale Marktpräsenz. Rund 520 Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Capital Group
in Europa an acht Büro-Standorten in Amsterdam, Frankfurt, Genf, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand und Zürich.2

Mike Gitlin, Mitglied des Capital Group Management Committee, sagt:
„Wir freuen uns sehr, dass wir europäischen Investoren nun schon seit 50 Jahren
Zugang zu den erfolgreichen Strategien von Capital Group bieten. Wir sind
stolz, zu den ersten US-amerikanischen Asset Managern zu gehören, die in
Luxemburg domizilierte Fonds aufgelegt haben und gleichzeitig unsere globale
Präsenz weiter stärken. Wir wollen Investoren auf der ganzen Welt dabei
unterstützen, ihre Anlageziele zu erreichen. Alles was wir tun – von der
Neueinstellung unserer Mitarbeiter, über die Auflage neuer Fonds bis hin zu
unserem langfristigen Investmentansatz – dient diesem gemeinsamen Ziel. Wir
sind schon jetzt sehr motiviert, unseren europäischen Kunden unseren Service
auch für in den kommenden 50 Jahren zu bieten.“

Hamish Forsyth, President Europa & Asien bei Capital Group: „Unser
50-jähriges Jubiläum, Fonds für Investoren in Europa anzubieten, ist ein
bedeutender Meilenstein. In den vergangenen fünf Jahren haben wir zehn Fonds in
Luxemburg aufgelegt und unseren europäischen Kunden so einige der größten,
ältesten und erfolgreichsten Strategien von Capital Group zugänglich gemacht.
Mit über 500 Mitarbeitern an acht verschiedenen Standorten in Europa liegen wir
klar auf Wachstumskurs. Ich bin stolz über unsere zurückliegenden Leistungen
und den gegenwärtigen Erfolg.”

Drei prägende Themen für 2019

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Keith Wade, Chefvolkswirt bei Schroders, erörtert drei Themen, die die Marktentwicklung dieses Jahr prägen werden, und vier Ereignisse, die die Anleger überraschen könnten.

2018 war ein schwieriges Jahr für Anleger, was nicht zuletzt daran abzulesen ist, dass die wichtigen Anlageklassen US-Aktien und US-Staatsanleihen nicht angemessen rentierten. Zwei Faktoren waren dafür ausschlaggebend: ein enttäuschendes globales Wachstum und weniger Kapital, das durch die Weltwirtschaft floss (knappere Liquidität).

Beide werden die Märkte auch im kommenden Jahr beeinflussen. Wir haben drei wesentliche Themen identifiziert, von denen wir ausgehen können, dass sie den Anlagemarkt 2019 dominieren werden. Zudem befassen wir uns mit den „schwarzen Schwänen“, das heißt Ereignissen, die plausibel sind, denen die Marktteilnehmer derzeit jedoch kaum Aufmerksamkeit schenken.

Thema 1: Knapperes billiges Geld bringt jene in Gefahr, die auf Darlehen und Kredite angewiesen sind

2019 rechnen wir damit, dass die Geldmenge im weltweiten Finanzsystem sinkt. Hauptgrund dafür ist die Neuausrichtung der meisten großen Zentralbanken. Nachdem die US-Notenbank Fed eine Zeit lang Staatsanleihen gekauft hat, plant sie einen Teil dieser Anlagen nun wieder zu verkaufen und so Geld aus dem Verkehr zu ziehen. Die Europäische Zentralbank EZB hat ebenfalls die Absicht, ihre Anleihekäufe einzustellen. Somit ist die Bank of Japan die einzige große Zentralbank, die das Finanzsystem weiterhin mit neuem Geld versorgt (über den Kauf japanischer Staatsanleihen).

Das ist wichtig, da Anleger risikofreudiger sind, wenn Geld leicht verfügbar ist und billig ausgeliehen werden kann. In den vergangenen Jahren flossen auf diese Weise mehr Direktinvestitionen in die Peripheriemärkte der Eurozone (z.B. Griechenland, Portugal, Spanien und Italien), in einige Schwellenländer und auch in Unternehmensanleihen mit niedrigerem Rating. Wenn dem System Liquidität entzogen wird, verschwindet eine wichtige Stütze für diese Märkte. Die ersten Auswirkungen dieser Tendenz waren in den Schwellenländern bereits 2018 zu beobachten. 2019 dürften sie sich verstärken. 

Thema 2: Das Comeback der Schwellenländer

Angesichts der oben erörterten Situation mag es sonderbar anmuten, dass Schwellenländer unserer Meinung nach 2019 ein Comeback feiern – sofern die Leitzinsen in den USA nicht weiter steigen. Sollte dies eintreffen – wir rechnen mit einer weiteren Erhöhung des US-Zinssatzes auf 2,50%–2,75% im Juni –, ist davon auszugehen, dass der US-Dollar an Wert verliert. Somit wäre den Anlegern geholfen, die Darlehen in US-Dollar aufzunehmen. Viele davon stammen aus den Schwellenländern.

Diese Entwicklung könnte sich positiv auswirken und den Druck mehr als ausgleichen, der aufgrund der knapperen Liquidität und den steigenden Handelsspannungen auf dem globalen Finanzsystem lastet. Die Preise der Schwellenländeranlagen berücksichtigen wohl schon das Schlimmste, da sowohl die Aktien als auch die Devisen dieser Länder deutliche Einbußen erlitten. Im Falle erfreulicher Meldungen besteht nun also genügend Spielraum für einen Aufschwung.

Die makroökonomische Entwicklung ist ebenfalls wichtig. Um das Vertrauen der Anleger nachhaltig wiederherzustellen, müsste China allerdings höhere staatliche Ausgaben und/oder Steuerkürzungen beschließen. Die Sorge über einen Handelskrieg zwischen den USA und China ist nach wie vor groß. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass das Handelsvolumen insgesamt deutlich sinkt, da sich Wirtschaftsaktivität voraussichtlich verlagert.

Thema 3: Der Druck der Populisten verleitet die Regierungen zu oberflächlichen Lösungen

Ohne den Antrieb der Nachfrage aus den USA und China dürfte sich das Weltwirtschaftswachstum verlangsamen. Die USA schnitt 2018 in Bezug auf das Wachstum besser ab, da Präsident Trump die Steuern kürzte. Andere Staats- und Regierungschefs verfolgen die Entwicklung aufmerksam. In Frankreich erfüllte Präsident Macron aufgrund vieler Protestwochenenden die Forderungen der Populisten nach Steuersenkungen. Falls es zu einem harten Brexit kommt, plant auch Großbritannien ein Haushaltspaket. Japan bildet wohl die Ausnahme, da die Verbrauchersteuer im Oktober 2019 angehoben werden soll. Doch auch hier werden Maßnahmen getroffen, um die Auswirkungen auszugleichen.

Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass Regierungen, die das Wachstum fördern wollen, keine Wirtschaftsreformen mehr durchführen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen oder die Arbeitsmärkte flexibler zu gestalten. Heutzutage wird zu schnellen Lösungen gegriffen, etwa Steuerkürzungen, höheren Staatsausgaben oder gesetzlichen Maßnahmen wie die Anhebung der Mindestlöhne. Einige dieser Maßnahmen sind sinnvoll und bereits überfällig, andere sind jedoch einfach eine Reaktion der Regierungen auf den Druck der Populisten.

Wie prägen diese Themen im Jahr 2019 voraussichtlich die Wertentwicklung am Markt?

Die meisten schlechten Nachrichten wurden von den Märkten bereits eingepreist. Diese Tatsache gewährleistet 2019 zwar keine positiven Erträge, jedoch sind die Märkte im Falle einer Enttäuschung besser aufgestellt und daher möglicherweise auch widerstandsfähiger gegen Krisen als im vergangenen Jahr.

Schwarze Schwäne: das Undenkbare denken

Die vorstehenden Themen sind ziemlich gut bekannt. Schwarze Schwäne sind die unbekannte Unbekannte. Wir können sie definitionsgemäß nicht vorhersehen, haben jedoch vier plausible Szenarien identifiziert. Unseres Erachtens sollten auch sie erwogen werden.

1. Eine weitere Krise in der Eurozone

Die erste Eurokrise begann 2009. Mehrere Mitgliedstaaten des Euroraums (vor allem Griechenland) Konnten ihre Schulden nicht mehr tilgen (oder refinanzieren). Einige Staaten waren außerdem nicht dazu in der Lage, ihre überschuldeten Banken zu retten. Die Europäische Zentralbank EZB griff ein und druckte Geld, um die Märkte weiterhin mit ausreichend Liquidität zu versorgen. So verhinderte sie die Einstellung der wirtschaftlichen Aktivität und einen möglichen Zusammenbruch der Wirtschaft.

Seitdem ruft vor allem Präsident Macron dazu auf, einen gemeinsamen Fonds zu gründen, um das Wachstum zu fördern, sollte sich eine solche Krise wiederholen. Dieser Forderung wurde noch nicht stattgegeben. Ende 2018, als die geplanten Haushaltsausgaben der neuen populistischen Koalition in Italien die strengen Regeln der Europäischen Kommission auf die Probe stellten, wurde eine neue Krise nur knapp vermieden. 2019 dürfte sich das Drama wiederholen, da die Populisten überall immer stärkeren Anklang finden.

2. Kein Brexit 

Diese Möglichkeit mutet unvorstellbar an, da derzeit so viel Zeit und Energie für die Ausgestaltung eines Austrittsabkommens aufgewandt wird. „Kein Brexit“ ist jedoch die einzige Alternative (abgesehen von „kein Deal“), die keine Abstimmung erfordert. Da das Parlament das derzeitige Angebot abgelehnt hat und die EU wohl kaum weitere Zugeständnisse macht, muss die Möglichkeit bestehen, dass die Regierung die Austrittserklärung zurückzieht und in der Union bleibt.

3. Militärische Auseinandersetzungen 

Leider gibt es viele Brennpunkte, die sich 2019 entzünden könnten. Der Stellvertreterkrieg in Jemen und Syrien könnte sich zu einem Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran entwickeln. China würde seine Macht gern auf Taiwan und andere Gebiete in der Region ausdehnen. Der jüngste Rücktritt des US-Verteidigungsministers James Mattis deutet auf eine isolationistischere US-Politik hin, die anderen die Gelegenheit bietet, die Lücke zu schließen. Sollte die negative Einstellung von Präsident Trump gegenüber den Vereinten Nationen zu weniger gut koordinierten internationalen Reaktionen auf bewaffnete Gebietskonflikte führen, könnt Russland erneut versuchen, seinen Machtbereich auszudehnen.

4. Trump tritt 2020 nicht mehr zur Wahl an 

Obwohl es oft schwierig ist, die Absichten des US-Präsidenten zu entziffern, scheint er ständig im Wahlkampf zu sein und sich auf eine zweite Amtszeit vorzubereiten. Er muss jedoch erst das Ergebnis der Untersuchungen von US-Sonderermittler Robert Mueller zu der mutmaßlichen russischen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 abwarten. Zudem ist er bereits die älteste Person, die zum Präsidenten gewählt wurde. Er trat sein Amt im Alter von 70 Jahren an und wäre am Ende einer zweiten Amtszeit 78. Seine Gesundheit könnte ebenfalls eine Rolle spielen. Oder er könnte ganz einfach beschließen, etwas anderes zu machen. Es wird gemunkelt, dass er einen Medienkonzern gründen möchte – Trump TV.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie nachstehend als PDF-Datei. Bitte beachten Sie jedoch, dass er in englischer Sprache verfasst wurde und sich nur an professionelle Anleger und Finanzberater richtet.

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Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Der Beitrag wurde am 08.02.19 auch auf schroders.com veröffentlicht.

Italien – Populismus trifft auf Realität

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Der Spread zwischen italienischen Staatsanleihen (BTP) und deutschen Bundesanleihen weiten sich aus. Doch der populistische Diskurs aus Elitenschelte und radikalen Parolen treffe nun auf die ökonomische Realität, so Igor de Maack, Fondsmanager bei DNCA.

Erneut hat die Berichtssaison den Anlegern in der letzten Woche eine Reihe böser
Überraschungen
beschert, obwohl sie ohnehin nach den Kursgewinnen im Januar
schon recht vorsichtig waren. Enttäuscht haben BNP Paribas, Société Générale, Tarkett und Publicis, wenngleich mit sehr unterschiedlichen Börsenschicksalen.
Der
Volatilitätsindex VIX hat ebenfalls leicht zugelegt, ohne jedoch in allzu
gefährliche Höhen aufzusteigen.

Solange sich die Ängste vor einer starken Konjunkturabkühlung nicht zerstreuen, bleibt ein kräftiger
und
nachhaltiger Aufschwung
der
europäischen Aktienmärkte nur sehr schwer vorstellbar. Zu
beachten ist indes, dass europäische Aktien letzte Woche zum ersten Mal seit 22 Wochen wieder
Netto-Zuflüsse vermelden konnten (0,2 Mrd. US-Dollar).

Zugleich sendet Italien jedoch sowohl wirtschaftspolitisch als auch finanziell
negative Signale aus. Der Spread zwischen italienischen Staatsanleihen (BTP) und deutschen Bundesanleihen beträgt derzeit 280 Basispunkte, liegt damit aber noch deutlich unter dem
Rekordstand des vergangenen
Jahres von 325 Basispunkten.
Jüngst veröffentlichte korrigierte Schätzungen gehen für 2019 von
einem
nur
schwachen Wachstum des italienischen BIP (+0,2 %) aus, wobei auch ein leichter BIP-
Rückgang nicht ausgeschlossen wird.
In
diesem letzten Fall
wäre dies die vierte Rezession seit der ersten Krise des Euroraums – eine in der Geschichte der Industrienationen beispiellose Entwicklung. Die populistischen Angriffe auf Europa haben nicht zum erhofften Ergebnis geführt.
Im
Haushaltsstreit musste Rom klein beigeben, und sowohl das Verbraucher- als auch das Industrievertrauen
haben sich eingetrübt (wie übrigens in ganz Europa).
Allerdings ist das Land mit einem ohnehin geringeren Wachstum und mit stärker strukturell
bedingten Defiziten ins Rennen gestartet. Kurz:
Italien könnte den Anlegern noch einigen Angstschweiß auf die Stirn treiben, was auch bereits seit letztem
Freitag der Fall ist. All diese Unruhe droht die Rückkehr der Kapitalflüsse in Richtung Europa
zumindest bei risikobehafteten Anlagen zu erschweren.
Der
populistische Diskurs aus Elitenschelte und radikalen Parolen trifft in Europa nun auf die ökonomische Realität.
Seine Versprechen freilich verpflichten nur diejenigen, die ihnen Glauben schenken.

Der Backstop – ein 500 km langer Disput

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Die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland ist einer der größten Knackpunkte bei den Brexit-Verhandlungen. Aneeka Gupta, Associate Director bei WisdomTree, befasst sich mit den Details zum Backstop, den möglichen Szenarien und damit verbundenen Chancen für Investoren.

Die Abstimmung des britischen Parlaments am 29. Januar lieferte eine klare
Botschaft: Das Parlament lehnt den „no deal“ Brexit ab, war aber
nicht bereit, den Brexit zu verzögern. Dies unterstreicht den gemeinsamen
Erfolg des Brady- und Spelman-Antrags unter den sieben anderen, die den
Parlamentariern vom Sprecher des Houses of Common John Bercow zur Abstimmung
unterbreitet wurden. Der Änderungsantrag von Brady sieht vor, den
umstrittensten Teil des Brexit-Deals mit der Europäischen Union (EU) – den
Irish Backstop – zu streichen. Die 500 Kilometer lange Grenze zwischen der
Republik Irland und Nordirland war einer der größten Knackpunkte während der
Brexit-Verhandlungen. Der Änderungsantrag von Spelman hingegen stellt klar,
dass eine Mehrheit des Unterhauses einen ungeordneten Brexit vermeiden möchte. Zwei
weitere wichtige Änderungsanträge wurden abgelehnt: Der Antrag von Cooper, der
die Verlängerung der Übergangsphase von Artikel 50 vorsah und der Antrag von Grieve,
der mehr Zeit für alternative Brexit-Optionen gewinnen wollte.

Der irische Backstop

Die neuen Verhandlungsziele im Rahmen der Brady-Novelle stehen im
Widerspruch zu den von Theresa May festgelegten drei roten Linien, die derzeit erstens
das Verlassen der Zollunion der EU und zweitens die Aufrechterhaltung einer
offenen Grenze zwischen Irland und Nordirland vorsehen. Drittens soll der
reibungslose Handel mit den kontinentalen Partnern des Vereinigten Königreichs
weiterhin Bestand haben. Eine Einigung über den Backstop ist von entscheidender
Bedeutung, denn es handelt sich dabei um ein Sicherheitsnetz, das für die
irische Grenze gelten wird, nachdem Großbritannien die EU verlassen hat. Dieser
Backstop orientiert sich an den britischen roten Linien, er gewährleistet die
Aufrechterhaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, unterstützt die
gesamte Inselwirtschaft und schützt das irische Friedensabkommen. May´s aktuellem
Vorschlag nach bliebe Nordirland an einige Regeln des EU-Binnenmarktes gebunden,
wenn bis zum Ende der Übergangszeit im Dezember 2020 keine andere Lösung
gefunden wird. Demzufolge würden nach Nordirland importierte Waren zusätzlichen
Kontrollen unterliegen, um die Einhaltung der EU-Standards zu gewährleisten.
Dies ist nach wie vor die Hauptstreitfrage der Abgeordneten, die befürchten,
dass für das Vereinigte Königreich die EU-Vorschriften auf unbestimmte Zeit gelten
könnten, ohne über einen Mechanismus zu verfügen, um sich einseitig von ihnen
zu lösen. Der Backstop wurde auch von der DUP, der unionistischen Partei
Nordirlands, abgelehnt. Sie akzeptiert zusätzliche nordirische Kontrollen nicht,
da diese die Integrität der irischen Union gefährden könnten. Solange sich die
britischen roten Linien in Bezug auf Zollunion und Binnenmarkt nicht ändern,
ist es unwahrscheinlich, dass die EU ihr Konzept für den Backstop ändert.

Figure
1: The UK-Ireland border

Source:
Bloomberg

Was kommt als nächstes?

Theresa May steht nun vor
der schwierigen Aufgabe, innerhalb einer Frist von zwei Wochen auf die EU zuzukommen
und ein überarbeitetes Angebot vorzulegen, das den Backstop schmackhafter
macht. Es ist unwahrscheinlich, dass die EU den Ball spielen wird, und die
Aussicht auf weiteres Festfahren der Situation ist groß. Es sieht so aus, als
wären wir wieder da, wo wir angefangen haben. Alle, sowohl der Präsident der
Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker als auch die stellvertretende
Verhandlungsführerin Sabine Weyand und der französische Präsident Emmanuel
Macron haben gesagt, dass der so genannte Backstop nicht neu verhandelt werden
kann. In einer Erklärung, die nach der Abstimmung abgegeben wurde, sagte die
irische Regierung, dass sich ihre Position zum Brexit-Deal nicht geändert habe
und sie ihre Vorbereitungen für ein No-Deal-Szenario fortsetzen werde. Zwischenzeitlich
betreibt die Regierung auch eine Arbeitsgruppe namens „The Alternative
Arrangements Working Group“ (AAWG), die dem doppelten Zweck dient, sich
auf den Backstop zu konzentrieren und gleichzeitig die Labour-Parlamentarier durch
Zugeständnisse im Sozial- und Arbeitnehmerrecht einzubeziehen. Die AAWG beinhaltet
sowohl „Leaver“ als auch „Remainer“, um eine Alternative zum Backstop an der
irischen Grenze zu suchen. Die nächste sinnvolle Abstimmung sollte am 13.
Februar nach dem überarbeiteten May-Abkommen mit der EU erfolgen, dann wird die
parlamentarische Mehrheit gegen die „No-Deal“ Fraktion Druck ausüben.
Bislang kann kein wesentliches Brexit-Ergebnis vollständig ausgeschlossen
werden. Während es Theresa May in der Zwischenzeit gelungen ist, die Kontrolle
über die Agenda zu behalten, indem sie die harten Brexiters auf ihre Seite
brachte, ist am 13. Februar die Verlängerung der Übergangsphase nach Artikel 50
denkbar, wenn die EU sich nicht bewegt.

Chancen nutzen, da die Unsicherheit beim Brexit
ihren Höhepunkt erreicht hat

Die anhaltende
Brexit-Saga hat in den letzten zwei Jahren sowohl die britische als auch die
europäische Wirtschaft beeinflusst. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs
hat spürbare Verluste erlitten, so beispielsweise eine Abschwächung des
BIP-Wachstums und einen Rückgang der Immobilienpreise. Die meisten Messgrößen
für das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern im Vereinigten Königreich
sind unter ihre langfristigen Durchschnittswerte gefallen. Dennoch sind die
britischen Vertrauensdaten zwar schwach, aber nicht schlechter als die der
Eurozone. Auch das Wachstum im Euroraum ist auf das niedrigste Tempo seit vier
Jahren zurückgegangen. Dies ist vor allem auf externe Gegenwinde wie die
globalen Handelsspannungen und eine Wachstumsverlangsamung in den
Schwellenländern (EM) zurückzuführen, die bekanntlich eine wichtige Nachfragequelle
europäischer Exporte sind. Seit Anfang 2019 erleben wir eine Trendwende in den
Schwellenländern und die Handelskonflikte beginnen nachzulassen, so dass die
Aktien der Eurozone eine leichte Erholung verzeichnen können.

Das schleppende Wachstum
wird die Bemühungen um eine weitere Normalisierung der Geldpolitik
wahrscheinlich behindern. Die politische Landschaft in Europa wird sich 2019
deutlich verändern – mit dem Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach
20 Jahren an der Spitze, den europäischen Parlamentswahlen im Mai, dem Ende der
achtjährigen Amtszeit des EZB-Präsidenten Mario Draghi und dem Rückzug
Großbritanniens aus Europa. Wir glauben, dass Europa stark unterbesetzt ist,
die Risiken weitgehend eingepreist sind, die Bewertungen zudem überzeugend sind
und Raum für weitere Aufwärtsbewegungen bieten. Für Anleger, die ein taktisches
Engagement in Europa anstreben, könnte sich die Strategie in renditestärkeren
Marktsegmenten wie Finanzen, Energie, Kommunikation und Versorgung ausrichten. Bei
britischen Aktien kam es im Laufe des letzten Jahres zu starken Korrekturen.
Sie werden inzwischen zu Bewertungen gehandelt, die zuletzt während der großen
Finanzkrise 2007-2008 beobachtet wurden. Angesichts der Tatsache, dass die
Brexit-Unsicherheit ihren Höhepunkt erreicht hat und die Stimmung bezüglich
europäischer Aktien nach wie vor schwach ist, könnte ein High Yield Income
Ansatz für den Aufbau eines Engagements in europäischen Aktien eine vernünftige
Option sein. Obwohl es in der Politik schwierig ist, exakte Ergebnisse
vorherzusagen: Wir erwarten, dass sich der gesunde Menschenverstand in letzter
Minute durchsetzen wird und beide Volkswirtschaften alles daransetzen, ein
ungeordnetes Brexit-Szenario zu vermeiden.

Der Gegenwind für Emerging Markets dürfte 2019 nachlassen

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Bessere technische Bedingungen und attraktive Bewertungen dürften nach Meinung von Marcelo Assalin, Head of Emerging Market Debt bei NN Investment Partners, eine positive Wende an den Emerging Markets bringen.

2018 war für alle
Risikoanlagen ein schwieriges Jahr. Eine negative Kombination aus
Risikofaktoren hat die Anlegerstimmung zu einem Zeitpunkt beeinträchtigt, als
die Bewertungen von Schwellenländeranleihen nach der starken Wertentwicklung in
den Jahren 2016 und 2017 nicht attraktiv waren. Steigende US-Zinsen, ein
aufwertender US-Dollar und die Erwartung eines schwächeren globalen Wachstums
angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA und China schufen ein
schwieriges Umfeld. Auch spezifische Probleme in Staaten wie Argentinien und
der Türkei, schwierige Wahlen in vielen Schwellenländern und negative
Schlagzeilen aus Europa schürten eine negative Stimmung.

Die meisten Risikofaktoren
dürften sich 2019 verflüchtigen

Zwar ist davon auszugehen,
dass die US-Wirtschaft sich 2019 vor allem aufgrund der nachlassenden
fiskalischen Stimulusmaßnahmen leicht in Richtung ihres potenziellen
Wachstumsniveaus abschwächen wird. Allerdings sieht NN Investment Partners (NN
IP) keine bedeutenden Rezessionsrisiken und ist überzeugt, dass die Märkte das
Risiko einer Rezession in den vergangenen Monaten überschätzt haben. Diese
Einschätzung basiert auf dem Wachstumszyklus, der eine spätzyklische Dynamik
reflektiert. Die Abkühlung des Wirtschaftswachstums beeinflusst auch die US-Notenbank,
vor allem vor dem Hintergrund einer sehr moderaten Inflation. NN IP geht davon
aus, dass die Fed ihren Straffungszyklus nahezu beendet hat und wir erwarten
keine wesentlich höheren US-Zinsen. Diese Aussichten sowie das
US-Zwillingsdefizit im Haushalt und im Außenhandel implizieren, dass der
US-Dollar mittelfristig leicht abwerten wird.

Obwohl eine Abkühlung des
globalen Wachstums erkennbar ist, sieht NN IP in den meisten Schwellenländern
immer noch gesunde Wirtschaftsbedingungen. Zudem dürfte die chinesische
Regierung in der Lage sein, die Wirtschaft des Landes über fiskal- und
geldpolitische Maßnahmen und Wirtschaftsreformen zu steuern. Außerdem glauben
wir, dass die politischen Risiken in Europa das allgemeine globale Makroumfeld
nicht beeinträchtigen werden. Insgesamt dürfte das Umfeld für
Schwellenländeranleihen im Jahr 2019 günstiger sein als 2018.

Das fundamentale Bild in
den Emerging Markets selbst sieht freundlich aus

In der Vergangenheit
resultierten Krisen in den Schwellenländern im Wesentlichen aus drei Faktoren:
Ungleichgewichten in den Zahlungsbilanzen, Haushalts- und Schuldenkrisen und
Krisen im Finanzsektor. In den vergangenen Jahren haben die Schwellenländer ihre
systemischen Abwehrkräfte gegen diese drei Risiken deutlich verbessert. Die
Leistungsbilanzen haben sich seit dem Taper Tantrum 2013 erheblich verbessert,
während die Haushaltssalden und der Verschuldungsgrad nur moderat gestiegen
sind und der Bankensektor abgesehen von einigen Ausnahmen sehr gut
kapitalisiert ist. Darüber hinaus sollte das aus Sicht der Schwellenländer
positive Wachstumsgefälle zwischen ihnen und den Industriestaaten seinen
Aufwärtstrend fortsetzen.

Technische Faktoren drehen
ins Positive

Aufgrund der hohen
Korrelation zwischen diesem Wachstumsgefälle und den Kapitalzuflüssen in die
Schwellenländer erwartet NN IP dieses Jahr einen Anstieg der Kapitalflüsse.
Eine günstige Kombination aus moderaten Nettoanleiheemissionen und der wieder
aufgenommenen Kapitalflüsse in Schwellenländeranleihen untermauert die gute
Anlegerstimmung und gibt den Ton für eine Kurserholung an. Zudem liegen die
Bewertungen auf attraktiven Niveaus. Die Rendite des Index für Schwellenländerstaatsanleihen
in Hartwährung (EMBI-GD) liegt bei knapp 6,5%, und die Rendite des Index für
Schwellenländerunternehmensanleihen in Hartwährung (CEMBI-DIV) liegt bei knapp
6%. Auch die Renditen für Lokalwährungsanleihen sind attraktiv, und die Währungen
der Schwellenländer sind nach wie vor unterbewertet.

Emerging Markets Debt
übergewichten

Für Schwellenländerstaatsanleihen in Hartwährung geht NN IP davon aus,
dass der Emerging Markets Bond Index-Global Diversified (EMBI-GD) dieses Jahr
in US-Dollar Gesamterträge zwischen 7% und 10% erzielen wird. Bei
Schwellenländerunternehmensanleihen in Hartwährung dürfte der Corporate
Emerging Market Bond Index-Diversified (CEMBI-DIV) in 2019 Gesamterträge
zwischen 6 und 8% in US-Dollar generieren. An den Märkten in Lokalwährung
können Anleger 2019 nach Ansicht von NN IP Gesamterträge von 6 bis 7% in
US-Dollar erwarten.

KI bietet Potenzial für immense wirtschaftliche Erträge

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Innerhalb einer Generation dürfte künstliche Intelligenz in nahezu jeden Bereich unseres Lebens vorgedrungen sein. Wie wir uns auf die KI-Revolution vorbereiten können.

Künstliche Intelligenz (KI) lässt umwälzende soziale und wirtschaftliche Veränderungen erwarten. Sie sind vergleichbar mit denen der industriellen Revolution.  Anstatt sich wie damals über mehrere Generationen zu erstrecken – wodurch sich die Gesellschaft in der ersten industriellen Revolution an die Auswirkungen anpassen konnte –, wird sich dieser tief greifende Wandel jedoch im Laufe einer einzigen Generation vollziehen.

Die Folgen der KI machen sich gerade erst bemerkbar. Es ist unmöglich, das volle Ausmaß ihrer künftigen Auswirkungen vorauszusagen. Im Folgenden verweisen wir jedoch auf vier große Wirkungsbereiche, die sich unserer Meinung nach als besonders wichtig erweisen werden:

  • Potenzial für immense wirtschaftliche Erträge
  • Disruption am Arbeitsmarkt und soziale Anpassung
  • Machtkonzentration und regulatorische Herausforderungen
  • Öffentliche Einrichtungen und solide Staatsfinanzen

Wir erwarten, dass Regierungen im Lauf der Zeit auf die durch künstliche Intelligenz gestellten Herausforderungen reagieren werden. Der Anpassungsprozess dürfte sich holprig gestalten. Der Staat könnte sich schwer damit tun, mit den Entwicklungen Schritt zu halten und ihr negatives Potenzial zu begrenzen.

Potenzial für immense wirtschaftliche Erträge

Die Berater und Branchenexperten, die sich bislang mit dem Thema beschäftigt haben, sind sich größtenteils einig darin, dass KI erhebliche wirtschaftliche Erträge bringen wird. Schätzungen zufolge könnte künstliche Intelligenz allein bis 2030 eine zusätzliche Produktion im Wert von 16 Bio. US-Dollar bewirken, gestützt durch einen deutlichen Anstieg der Arbeitsproduktivität (zwischen 11 % und 40 %).

Wenn sich diese Zahlen bewahrheiten, werden die Auswirkungen weit über die Nische des Technologiesektors hinausgehen. Dem McKinsey Global Institute zufolge werden 70 % der Unternehmen bis 2030 mindestens eine Form von KI verwenden. Auch unsere selbst geführten Gespräche deuten darauf hin, dass das Thema bereits in den meisten Vorständen erörtert wird.

Disruption am Arbeitsmarkt und soziale Anpassung

Eine Technologie, die eigenständig Entscheidungen treffen kann, könnte Arbeitsplätze revolutionieren, die bisher auf Urteilsvermögen, Wissen und Erfahrung angewiesen waren. In der Folge könnte die Erwerbsbevölkerung beträchtliche Verwerfungen erfahren.

Es geht jedoch weniger um den dauerhaften Verlust von Arbeitsplätzen als vielmehr um die Anforderung an Arbeitskräfte, sich Fähigkeiten im Berich dieser Technologie anzueignen und sich an die verschiedenen Rollen anzupassen, die sie in einer neu vernetzten Wirtschaft ausüben werden. Für die Wettbewerbsfähigkeit und den künftigen Erfolg von Unternehmen ist dies ganz entscheidend.  

Die Einführung von künstlicher Intelligenz in die Erwerbstätigkeit wird voraussichtlich damit beginnen, dass heutige Marktführer menschliche Experten durch KI-Techniken ergänzen werden. Sobald ihre Wirksamkeit erwiesen ist, werden Entscheidungen im Laufe der Zeit zunehmend von künstlicher Intelligenz getroffen werden.

Um soziale Unruhen zu entschärfen, ist es unerlässlich, die Gesellschaft darin zu unterstützen, den Übergang reibungslos zu vollziehen, sowie ein Sicherheitsnetz für alle zu knüpfen, die das nicht leisten können. Angesichts von Gesellschaften, die der Entwicklung zunehmend weniger entgegensetzen können, wäre dieses Sicherheitsnetz der Schlüssel, um die Rolle öffentlicher Institutionen sicherzustellen.

Machtkonzentration: Wie Unternehmen reagieren sollten

Künstliche Intelligenz wird voraussichtlich eine selbstverstärkende Dominanz für etablierte Marktführer erzeugen. Die größten Unternehmen sammeln mehr Daten und verschaffen sich so einen Wettbewerbsvorteil. Wenn diese Daten sinnvoll genutzt werden, können sie den Unternehmen die Entwicklung wirksamerer Erkenntnisse und Maßnahmen ermöglichen, die ihnen dabei helfen, ihren Einfluss auszubauen und ihre Wettbewerbsposition zu stärken.

Auf absehbare Zeit dürften die Technologieführer ihre Stellung behaupten, wobei die Unternehmensmacht in den Händen einiger weniger liegen dürfte. Dies birgt die Gefahr eines ungesunden monopolistischen Verhaltens, das die allgemeine Wohlfahrt sowie die Interessen der Verbraucher und Arbeitnehmer dem Profit unterordnet und keiner ausreichenden Kontrolle unterliegt.

Diese Machtkonzentration bereitet den Regulierungsbehörden Kopfschmerzen, insbesondere wenn es darum geht, immaterielle Technologien zu überwachen, deren Vermögenswerte international mobil sind. Wir erwarten, dass die Politik ihren Fokus verstärkt auf die Begrenzung der potenziellen Macht von KI-Marktführern legt. Im Laufe der Zeit ist eine regulatorische Reaktion wahrscheinlich, die den Umfang der Nutzung von künstlicher Intelligenz einschränkt oder zur Unterstützung des Wettbewerbs einen Informationsaustausch erfordert. Ein Schwerpunkt dürfte dabei auf der Schaffung von Transparenz liegen, sodass Unternehmen erklären müssen, wie Entscheidungen von Algorithmen getroffen werden.

Unseres Erachtens wird es immer wichtiger, dass Unternehmen die Vorteile, die ihnen die Verwendung von Daten und KI bieten kann, nutzen, anstatt sich auf ihre Kontrolle zu konzentrieren, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Schutz öffentlicher Einrichtungen – und Steuereinnahmen

Den Regierungen fällt es bereits schwer, mit ihren Steuereinnahmen den wachsenden Anforderungen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden. Das Einkommen wird sich vermutlich in den Händen einiger weniger Privatpersonen oder Unternehmen konzentrieren. Das wird die Besteuerung erschweren. Der Trend zum Wachstum in Branchen mit großem geistigem Eigentum hat ebenfalls begonnen, finanzschwache Regierungen vor fiskalische Herausforderungen zu stellen. Als Reaktion darauf haben viele dieser Regierungen ihre Bemühungen aufeinander abgestimmt (vor allem die G20), um sicherzustellen, dass Technologieunternehmen, die in der Vergangenheit ihr Geschick bei der Minimierung von Steuerzahlungen bewiesen haben, ihrer Größe entsprechend Steuern zahlen. Die EU erwägt die Einführung einer Steuer von 3 % auf die Einnahmen in diesem Sektor.

In Zukunft dürften eine revolutionäre Steuerreform und eine stärkere internationale Zusammenarbeit notwendig sein, um der Gefahr von Defiziten entgegenzuwirken. Andernfalls könnte die Fähigkeit der Regierungen, die von der Gesellschaft erwarteten Dienstleistungen zu erbringen, beeinträchtigen werden. Es wird wichtiger sein denn je, dass Unternehmen ihr Augenmerk auf Geschäftsmodelle richten, die sozialen Nutzen und zugleich Profitabilität bieten, ohne sich auf aggressive Steuerstrategien zu verlassen, um die Gewinne zu steigern.

Die Erfolgsformel für KI

Die künstliche Intelligenz steckt noch in den Kinderschuhen. Ihre Auswirkungen können nur erahnt werden.  Der Bereich zieht immer mehr Aufmerksamkeit auf sich und wir erwarten, dass sich erfolgreiche Unternehmen wahrscheinlich durch die Erfüllung folgender Voraussetzungen auszeichnen werden:

  • Strukturiert geplante Schulung ihrer Belegschaft
  • Aufbau eines Wettbewerbsvorteils durch die Verwendung von Daten und KI, um sozialen Nutzen zu schaffen und die Betrieberlaubnis zu schützen, anstatt auf kommerzielle Anwendungen zu setzen, die ihren Wert für die Allgemeinheit nicht unter Beweis stellen können
  • Vermeidung aggressiver und untragbarer Steuerstrategien sowie des Überschreitens regulatorischer Grenzen, die der zunehmenden Verschärfung der fiskalischen Interventionen möglicherweise nicht standhalten können

Soziale Herausforderungen sind unvermeidlich und wir erwarten, dass Regierungen und Regulierungsbehörden den Schwerpunkt zunehmend auf Maßnahmen legen, mit denen die bevorstehenden Schwierigkeiten in Angriff genommen werden können. Diese politische Reaktion wird dazu beitragen, Unternehmen zu identifizieren, die sich auf die Herausforderungen vorbereitet haben.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Der Beitrag wurde am 07.02.19 auch auf schroders.com veröffentlicht.