DAX startet richtungslos in die Woche

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Ölpreis auf dem Rückzug

Trotz der anstehenden Sanktionen gegen den Iran befindet sich der Ölpreis seit Anfang Oktober im Sinkflug: Nach dem bisherigen Jahreshöchstkurs bei 80 US$ notiert das Fass der Sorte Brent aktuell nur mit rund 72 US$. Welche Wirkung die heute beginnenden Sanktionen haben, bleibt abzuwarten: “Wir werden unser Öl weiter verkaufen […] und die Sanktionen brechen“, sagte Präsident Hassan Ruhani am Montag im iranischen Staatsfernsehen.

Von den niedrigeren Ölpreisen können die Verbraucher hierzulande aktuell noch nicht profitieren: Durch das Niedrigwasser auf dem Rhein verringert sich die Menge der ladbaren Fracht für die Kähne, was die Transportkosten erhöht; am teuersten ist der Sprit gerade am Bodensee, dort kostet der Liter Diesel 1,78 €, während es in Hamburg nur 1,35 € sind.

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Asien schließt im Minus

An den Börsen in Asien halten die Bären das Steuer: Die Leitindizes in Japan, Asien und Hongkong beginnen die Börsenwoche im Minus. Der Nikkei verliert 1,5 Prozent, der Shenzhen knapp ein Prozent und der Hang Seng sogar über zwei Prozent. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben sich offenbar zerschlagen.

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DAX startet richtungslos in die Woche

Der DAX startet ohne klare Tendenz in die neue Woche. Am Morgen stehen E.On, Linde und Fresenius Medical mit jeweils einem halben Prozent auf der Gewinnerseite. Lufthansa, Infineon und COVESTRO geben jeweils mehr als 1,5 Prozent ab.

Unterdessen berichtet das ifo-Institut, dass die Wirtschaftsstimmung im Euroraum auf 6,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2016 gefallen ist. Sowohl Lageeinschätzung als auch Erwartungen wurden kräftig nach unten korrigiert, insbesondere die Exporterwartungen für den Euroraum. Die befragten Wirtschaftsexperten erwarten, dass sich die globalen Handelsschranken erhöhen, die kurz- und langfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten steigen und der US-Dollar weiter an Wert zulegen wird.

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Anleihen-Renditen steigen weiter

An den Bondmärkten steigen die Renditen weiter. Die 10-jährige US-Staatsanleihe wirft aktuell 3,20 Prozent ab, Anleihen der Republik Italien rentieren mit 3,35 Prozent. Im Euroraum zahlt nur Griechenland mit 4,25 Prozent noch mehr. Deutsche 10-jährige Bundesanleihen notieren aktuell mit 0,43 Prozent.

Rendite US-Staatsanleihen
Rendite US-Staatsanleihen

Quelle: Bloomberg

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Warren Buffet kauft eigene Aktien zurück

Der
Asset Manager Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal eigene Aktien im Wert
von fast einer Milliarde US$ zurückgekauft – ein seltenes Ereignis und
Anzeichen dafür, das der Aufsichtsrat derzeit einen Mangel an lohnenden
Investments am Markt sieht. Der Rückkauf, der am Samstag in einem
Quartals-Filing angekündigt wurde, ist der erste seit 2012. Aktuell wird
der Cash-Bestand von Berkshire Hathaway auf etwas über 100 Milliarden
US$ taxiert. Die B-Aktien von Berkshire Hathaway notieren bei 206 US$.