Degroof Petercam AM: High Yield profitieren von einem aktiven Management

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Die Aktiv-Passiv-Debatte hat sich mittlerweile in den Bereich festverzinslicher Anlagen ausgedehnt, und dabei auch auf das Segment der Hochzinsanleihen. Die Anlageklasse konnte seit Jahresbeginn bedeutende Anlagemittel auf sich ziehen, wovon ein Großteil in passive, High Yield-Indizes nachbildende Exchange Traded Funds (ETFs) floss.

Überblick

  • Passive Investments in Hochzinsanleihen berücksichtigen nur
    den liquidesten Teil des Marktes. Dieser ist aber potenziell stark frequentiert
    und damit oft teuer. 
  • Aktiv gemanagte High Yield-Fonds erzielen über verschiedene
    Zeiträume seit 2013 in mehr als 70% eine bessere Performance als Hochzins-ETFs.
  • DPAM L Bonds EUR Corporate High Yield erhält Scope-Award als
    bester aktiv gemanagter Hochzins-Anleihenfonds sowie DPAM als bester
    Rentenmanager in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Anleger
sollten sich nicht darauf verlassen, dass bei passiven Instrumenten im
festverzinslichen Universum im Hinblick auf die Nachbildung von
Benchmarks dieselben Regeln gelten wie bei Aktien“, sagt Marc Leemans,
Fondsmanager Hochzinsstrategien bei DPAM. „Die den ETFs zugrunde
liegenden Indizes, wie etwa der Bloomberg Barclays Liquidity Screened Euro HY Index oder der Markit iBoxx EUR Liquid High Yield Index,
berücksichtigen nur den liquidesten Teil des Gesamtmarktes für
High-Yield-Anleihen. Denn Liquidität ist für ETFs wichtig, um die
Spreads niedrig zu halten. Der liquideste Teil des Marktes ist aber oft
auch der teuerste und potenziell stark frequentiert.“

Anleger
sollten sich also darüber im Klaren sein, dass sie mit dem Kauf eines
High Yield-ETF nicht dasselbe Exposure eingehen wie bei einem aktiv
verwalteten Fonds und eher nur in den Premiumteil des Marktes
investieren, dabei aber viele interessante Branchen bzw. innerhalb von
Branchen einzelne interessante Titel komplett
vernachlässigen. „Hochzins-ETFs schneiden tendenziell mit
durchschnittlich rund 60 Basispunkten schlechter ab als ihr jeweiliger
Index. Dies lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass auch sie mit
Gebühren belastet sind. Außerdem muss ein ETF Mittelzu- und -abflüsse
sofort verarbeiten und ist dadurch mit Geld-Brief-Spannen konfrontiert,
die einen starken Einfluss auf die Performance haben können“, sagt Marc
Leemans.

‚Aktiv‘ in fast drei Viertel aller Fälle besser

Das
High Yield-Team bei DPAM hat eine Stichprobe von breit vermarkteten
europäischen Hochzinsfonds mit den drei größten europäischen
High-Yield-ETFs über die vergangenen sechs Jahre verglichen. Dabei
zeigte sich, dass mindestens die Hälfte der aktiv verwalteten Fonds ihre
Pendants aus dem ETF-Universum übertrafen. Betrachtet man die
kumulativen Wertentwicklungen über verschiedene Zeiträume seit 2013
erzielten mindestens 70% der aktiv verwalteten Fonds eine bessere
Performance als die ETFs.

Aus
gutem Grund: Denn aktive Fondsmanager können nach taktischen
Gesichtspunkten abwarten, wenn der Markt teuer ist, und zudem von
Prämien auf Neuemissionen auf dem Primärmarkt profitieren. Da sie nicht
an Indizes gebunden sind, die den Markt wie bei ETFs nicht in seiner
ganzen Tiefe abbilden, können sie die gesamte Vielfalt des Marktsegments
nutzen und damit einen Mehrwert über die reine Indexperformance hinaus
generieren. In dieser Hinsicht besonders viel Potenzial bieten derzeit
der Telekommunikations- und Automobilsektor.

Einzelwerte mit attraktiven Rendite-Risiko-Profilen

„Dank
unseres fundamentalen Researchs finden wir auch abseits des
Index-Mainstreams kleinere Emittenten oder solche mit schwächerem Rating
bei dennoch guter Qualität und attraktiven Risikoprämien“, erklärt Marc
Leemans. Dazu zählt der Experte zum Beispiel Altice Holding, ein
niederländischer Emittent aus dem Telekomsektor. Das Unternehmen ist
qualitativ gut aufgestellt, bedient solide die Kupons seiner Anleihen
und hat sein Refinanzierungsrisiko voll im Griff.

Ebenso gefallen Marc Leemans aus der Telekombranche der belgische Kabelnetzwerkbetreiber Telenet NV und der in den Balkanländern aktive Anbieter United Group BV sowie aus der Automobilbranche die Zulieferer Schaeffler (Deutschland)und Faurecia (Frankreich).
Die aktuelle Bewertung der von ihnen begebenen Hochzinspapiere bieten
aktiven, Risikomanagement orientierten Managern eine attraktive
Entlohnung für das eingegangene Risiko, das reine Indexinvestoren nicht
für sich erschließen können. 

Bester High Yield-Fonds – Bester Rentenmanager im DACH-Raum

Eine sehr breit gefasste Benchmark, die alle Möglichkeiten des europäischen High Yield-Marktes berücksichtigt, liegt dem DPAM L Bonds EUR Corporate High Yield zugrunde. Der aktiv gemanagte Publikumsfonds wurde Ende November bei den diesjährigen Scope Investment Awards als bester Hochzinsanleihenfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

Nicht
nur die High Yield-Expertise, sondern auch die überzeugenden Ergebnisse
in weiteren Rentenstrategien wie Emerging Markets Debt sowie die
übergreifende Integration von ESG-Kriterien waren ausschlaggebend dafür,
dass DPAM (Degroof Petercam Asset Management) von Scope erneut als bester Asset-Manager von Rentenstrategien in der DACH-Region geehrt wurde. Bereits 2018 hatte DPAM diese Auszeichnung erhalten.

Die
Scope Awards sind seit mehr als zehn Jahren die traditionsreichste und
bedeutendste Auszeichnung für Fonds- und Asset Manager im
deutschsprachigen Raum – sowohl für Aktien- und Renten- als auch
Mischfonds. Beurteilt werden die Risiko- und Renditeprofile von
Investmentfonds und die Qualität von Asset Managern. Um auf die Zukunft
gerichtete Aussagen zur Qualität von Fonds und Managern treffen zu
können, berücksichtigt Scope neben quantitativen Kriterien auch
umfassend qualitative Kriterien. Für die Endauswahl wurden die letzten
zwölf Monate mit Fokus auf die Performance und das Fondsrating
betrachtet. In dieser Hinsicht schneiden die festverzinslichen Fonds von
DPAM am besten ab.