Der Rückzieher der Fed eröffnet Chancen

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Der „U-Turn“ der US-Notenbank hat die Spreads von Anleihen aus den Bereichen Corporate, High Yield und Emerging Markets wieder eingeengt. Die Fed spricht nun von zukünftigen "Anpassungen" der Leitzinsen, was Kürzungen natürlich nicht ausschließt.

Axel Botte, Head of Equity and Fixed Income Strategy beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management hält in diesem Umfeld an einer neutralen Haltung zu US-Treasuries fest.

Botte: „Dank der Deckelung durch die jüngste Fed-werden die Renditen für einige Zeit unter dem fairen Wert bleiben, den wir aktuell auf 3,04% schätzen. Die Zinsstrukturkurve hat Raum für weitere Steigerungen (+3bp letzte Woche bei 2y/10y). Ebenso sollte die Kurve im Zeitraum 10y/30y weiter steiler werden. Diese Strategie ist gut positioniert, um von den Zinssenkungs¬erwartungen zu profitieren (durch höhere Inflationserwartungen). Auch inflationsgebundene Anleihen sind auf dem aktuellen Break-even-Niveau attraktiv. Der leichte Rückgang des US-Dollars und der starke Ölpreisanstieg haben bereits zu einem Anstieg der Inflationsbreakevens geführt. Auch im Euroraum reagierten die Bundesanleihen auf den Umschwung in den USA, da sie die eigene akkomodierende Haltung der EZB nur verstärkten. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen liegt bei 0,20%. Die Abflachung bleibt umso mehr der Trend, als sich die wirtschaftlichen Rahmen¬bedingungen in mehreren Ländern des Euroraums verschlechtern.“

Den kompletten Wochenbericht und die dazugehörigen Daten finden Sie im beiliegenden englischen Original des „Strategy Weekly“ aus dem zu Natixis Investment Managers gehörenden Hause Ostrum.