Die Fed macht´s richtig, aber Trump zu viele Schulden

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„Wenn die wirtschaftliche Aktivität stark war, sank die
Arbeitslosenquote. Gleichzeitig stiegen die Steuereinnahmen, und die Ausgaben
für die Unterstützung der Wirtschaftstätigkeit sanken, was zu einer
Verbesserung des Haushaltssaldos führt. Anders heute: Der Zyklus ist robust,
wie der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,7% im September 2018 (die
niedrigste seit 1969) zeigt. Doch der Haushaltssaldo wird nicht besser Im
Gegenteil, das öffentliche Defizit liegt bei fast 5 %, während der
Konjunkturzyklus zu einer deutlichen Verringerung hätte führen müssen. Die
Regierung belebt damit die Aktivität, während Vollbeschäftigung herrscht.
(Beiliegende Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosenquote der USA und des
Saldos der öffentlichen Finanzen in Prozent des BIP).

„Es
ist daher angemessen, dass die Fed gegen dieses Überschießen angeht, um das
Entstehen anhaltender Ungleichgewichte zu vermeiden. Das Risiko liegt jedoch
darin, dass bei einem schwerwiegenden Konjunkturschock kein Spielraum für
Anpassungen in der Fiskalpolitik besteht. Die US-Wirtschaft würde sich dann
langfristig abschwächen. Trumps expansive Haushaltspolitik würde am Ende den
Bessergestellten zu Gute kommen, die von der Steuersenkung profitieren, während
die Kosten dieser Politik über den daraus resultierenden Anstieg der Staatsverschuldung
verteilt werden. Schon jetzt sind einige Republikaner alarmiert über das Ausmaß
der Staatsverschuldung und plädieren für eine Reduzierung der Sozialausgaben.
Das wird noch mehr Ungleichheit schaffen.“

Den vollständigen Kommentar in englischer Sprache finden Sie hier.