Diese Anlagen haben 2019 am besten performt

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Das laufende Jahr konnte Investoren mit satten Kursgewinnen entschädigen – wenn sie in die richtigen Vermögenswerte investiert waren. Welche Assets seit Jahresbeginn am besten abgeschlossen haben.

Das erste Quartal hat Investoren eine ordentliche  Kursrallye beschert – wenn sie zum richtigen Zeitpunkt in die richtigen Assets investiert waren. Eine Einstiegschance für ein (bisher) erfolgreiches Jahr 2019 bot sich ausgerechnet am Weihnachtsfest des vergangenen Jahres, als während des „Christmas Eve sell-off“ die Kurse purzelten. Und während in Deutschland schon die Lichter am Baum brannten, konnten mutige Investoren in den USA noch schnell ein paar Schnäppchen machen.

Doch auch Anleger, die erst nach den Feiertagen an die Märkte zurückkehrten, durften noch billig Aktien und andere Assets einsammeln. Danach kannten die Börsen nur noch eine Richtung: nach oben. Und so mancher wird sich heute ärgern, dass er nicht dabei war, und darauf hoffen, dass die Kurse noch einmal kurz durchsacken, damit er doch noch auf den Zug aufspringen kann.

Wer hingegen im Oktober beschlossen hat, Buy-and-Hold-mäßig die sich  abzeichnende Krise einfach auszusitzen, der ist heute just genauso weit wie vorher: Der S&P500 schickt sich soeben an, sein All-Time-High vom 20. September mit 2.930 Punkten einzustellen. Was kommt danach? Ist die die abkühlende Konjunktur in Deutschland doch kein Anlass zur Sorge? Oder bricht das Kartenhaus der überbordenden US-Staatsverschuldung zusammen und zieht die Bond-Märkte in den Abgrund? Häufen sich die Defaults der überschuldeten und ohnehin schon lange nicht mehr kreditwürdigen Unternehmen am High-Yield-Markt und lassen die Corporate-Credit-Blase platzen? Es bleibt spannend.

Aber wie haben sich nun die Asset-Klassen seit Jahresbeginn entwickelt? Wer waren die Verlierer und wer konnte Kasse machen?

Wertentwicklung verschiedener Assetklassen
Wertentwicklung verschiedener Assetklassen

Quellen: Bloomberg, Destatis, Coindesk

Wer Anfang des Jahres auf Gold setzte, weil er glaubte, nun bricht sich die Krise ihre Bahn, der muss sich seither mit einem kümmerlichen Viertelprozent Rendite zufrieden geben.

Auch der US-Dollar machte als Vermögensanlage nicht viel her: Nur 1,14 % legte der Greenback seit Januar gegenüber dem Euro zu.

Deutsche Immobilien brachten ihren Besitzern im März 4,8 % – gegenüber dem Vorjahresmonat. Aufs Quartal heruntergebrochen wären das 1,2 %.

Mit Bunds – Bundesanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit – ließen sich seit Sylvester 1,6 % verdienen, das liegt schon mal knapp über der Inflationsrate von 1,3 % für den März.

Die USA müssen für ihre üppige Neuverschuldung – rund 32 Milliarden US-Dollar allein im Januar und Februar – etwas tiefer in die Tasche greifen: Anleger konnten mit  Treasuries bislang knapp 2,4 % verdienen.

Hedgefonds, sonst die Porschefahrer unter den Anlagevehikeln, haben das Jahr eher gemächlich angehen lassen: Der HFRX Global Hedge Fund Index legte im ersten Quartal gerade einmal 2,9 % zu.

Mit etwas Enttäuschung und Neid schielen die Inhaber von deutschen Aktien auf andere Märkte: Die Titel aus dem DAX konnten seit Jahresbeginn nur 7,9 % zulegen.

Etwas besser schlugen sich Aktien aus den Schwellenländern: 9,92 % Kursgewinn beim MSCI Emerging Markets, immerhin.

Brexit hin, Brexit her: Britische Aktien brachten ihren Besitzern stolze 10,56 % Wertzuwachs, wenn diese am Jahresanfang den FTSE gekauft hatten.

Mit einem globalen Aktienportfolio wie dem MSCI World konnten Investoren bislang 12,48 % einstreichen.

Die zunehmende Verknappung von Edelmetallen hat auch ihr Gutes: Rohstoff-Enthusiasten mit Platin im Portfolio freuen sich über einen Wertzuwachs von 13,47 %.

Japanische Aktien entwickelten sich bislang prächtig: Seit Januar legte der Nikkei um 13,68 % zu.

Wären da die Deutschen nicht … : Europäische Aktien aus dem EURO STOXX 50 verwöhnen ihre Besitzer mit 14,46 % Werzuwachs. Ohne die Werte aus dem DAX wären es natürlich mehr.

Aktien aus den USA sind und bleiben das Maß aller Dinge: Der S&P500 gewann seit Jahresbeginn 15,91 %.

Erdöl stellt renditetechnisch locker die bisher genannten Assets in den Schatten: Um rund ein Drittel legte der Preis für das Fass der Sorte Brent im bisherigen Jahresverlauf zu – doppelt sowiel wie US-Aktien. Und da soll noch einer behaupten, fossile Brennstoffe hätten keine Zukunft …

Gestern noch macht sich die Welt Sorgen, ob die chinesische Wirtschaft unter der Schuldenlast zusammenbricht – am nächsten Tag steigen die Aktien wieder und die Party geht weiter: 33,88 % plus für den chinesischen Aktienindex CSI 300.

Etwas außer Konkurrenz läuft der Gewinner im Ranking: Wer Bitcoin ernsthaft als Vermögensanlage bezeichnet, riskiert vielerorts eine hochgezogene Augenbraue. Noch immer entspricht die Kaufkraft der Kryptowährung in etwa der von Überraschungseiern. Das hindert jedoch nicht wenige Enthusiasten daran, fleißig mitzuzocken und den Preis (mal wieder) in die Höhe zu treiben: Plus 37 % für Bitcoin seit Jahresbeginn.