EdR AM: Marktfaktoren – Liquiditätszufuhr unterstützt die Märkte

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Im November legten die Aktienmärkte weiter zu und die Credit Spreads wurden enger, da sich die Konjunkturdaten stabilisierten. „Zu dieser positiven Stimmung an den Finanzmärkten trugen einige politische Bewegungen bei“, erläutert Benjamin Melman, Global Chief Investment Officer von Edmond de Rothschild Asset Management.

Sie deuteten darauf
hin, dass die USA und China in ihren laufenden Handelsgesprächen bald
die erste Phase eines Abkommens unterzeichnen könnten.

„Nach dem Anfang
Dezember von Donald Trump ausgelösten leichten Marktrückgang haben wir
beschlossen, unsere Aktiengewichtung taktisch zu erhöhen“, so Melman
weiter. Der Global Chief Investment Officer der französischen
Fondsgesellschaft nennt hierfür folgende Gründe:

§  Nach
dem Ausverkauf im vierten Quartal 2018 waren Anleger über das gesamte
laufende Jahr hinweg vorsichtig. Daher verfügen sie über
Liquiditätsreserven, die sie jetzt wieder investieren können. Dies
eröffnet die Aussicht auf Zuflüsse, die kurzfristig für weitere Dynamik
sorgen können.

§  Die
vorlaufenden Konjunkturindikatoren haben sich nicht durchgehend
deutlich verschlechtert. Im Gegenteil gibt es sogar Anzeichen einer
Verbesserung, auch wenn sich diese erst noch bestätigen muss. Und
nachdem die Zentralbanken ihren Beitrag zu fortgesetztem
Wirtschaftswachstum bereits geleistet haben, sollten Anleger zudem nicht
unterschätzen, dass auch die Regierungen hierzu entschlossen scheinen.
Beispielsweise könnte die neue Parteiführung der SPD auf eine geänderte
deutsche Fiskalpolitik einwirken. Zudem hat Japan die Marktteilnehmer
bereits mit der Einführung eines Konjunkturprogramms überrascht.

§  Weltweit
hat sich die Liquidität an den Märkten weiter verbessert. Die erneute
quantitative Lockerung der Europäischen Zentralbank sowie die
Entscheidung der US-Notenbank Fed, ihre Bilanzsumme auszuweiten, wird
deutliche Liquiditätsimpulse freisetzen. War die Liquidität 2018 noch
ein kritischer Faktor, wird sie jetzt die Märkte unterstützen.

„Vor diesem
Hintergrund haben wir unsere Risikoausrichtung auf ein ausgeglicheneres
Niveau angepasst“, so Melman. „Angesichts der wieder steileren
Zinsstrukturkurve in den USA haben wir auch unser Engagement in kurz-
und mittelfristig laufende US-Staatsanleihen erhöht.“ Benjamin Melman
ist der Meinung, dass die Marktteilnehmer praktisch alle Erwartungen
hinsichtlich weiterer Zinssenkungen der Fed ad acta gelegt haben. „Und
sollte tatsächlich ein ungünstigeres Szenario eintreten, bieten
US-Anleihen das Potenzial, die Portfolios effektiv zu schützen“, ist er
überzeugt.

Hier lesen Sie den vollständigen Kommentar als PDF in englischer Sprache.

Benjamin Melman
Benjamin Melman
Benjamin Melman, Global Chief Investment Officer von Edmond de Rothschild Asset Management.

Benjamin Melman, Global Chief Investment Officer von Edmond de Rothschild Asset Management.