Erneut Abflüsse aus Fonds

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Der negative Trend im Fondsabsatz hält an. Wie der
europäische Fondsverband Efama mitteilte, verzeichnete die Fondsbranche den zweiten
Monat in Folge Nettomittelabflüsse. Bereits im Mai war der Absatz eingebrochen.
Anleger zogen netto 9 Mrd. Euro ab. Im Juni verstärkte sich der Abfluss noch
einmal. Offene Publikumsfonds verzeichneten einen Nettoabfluss von 25 Mrd.
Euro. YTD bleibt die Bilanz dennoch positiv. Das in UCITS Fonds gesammelte Fondsvermögen
stieg um 186 Mrd. Euro.

Die mit Abstand meisten Gelder wurden im Juni aus Geldmarktfonds
abgezogen. Die Efama bezifferte die Abflüsse auf gut 21 Mrd. Euro. Ebenfalls
starke Abflüsse gab es erneut bei Anleihefonds. Bereits im Mai flossen 8,5 Mrd.
Euro aus der Anlageklasse. Im Juni reduzierte sich das Anlagevermögen um
weitere 5,9 Mrd. Euro. Ebenfalls starke Rückflüsse mussten Aktienfonds hinnehmen.
Ihr Gesamtvolumen reduzierte sich um 3,3 Mrd. Euro.

Europäischer Fondsabsatz:
Die Kurve neigt nach unten

EFAMA Juni
EFAMA Juni

Quelle: Efama, Stand
30.06.2018, Angaben in Mrd. Euro

Nettomittelzuflüsse gab es dagegen bei Multi-Asset Fonds,
die um gut 6,8 Mrd. Euro wuchsen. Auch hier ist der Trend seit Jahresbeginn anhaltend
stabil. Mit 82,6 Mrd. stellen sie hinter Aktienfonds die am stärksten wachsende
Asset-Klasse 2018 dar. Aktienfonds verzeichnen YTD einen Zufluss in Höhe von
96,1 Mrd. Euro. Insgesamt waren Ende Juni rund 9,9 Billionen Euro in UCITS
Fonds investiert.

Auch
Deutschlandgeschäft verläuft positiv

Im ersten Halbjahr läuft auch in Deutschland der Fondsabsatz
nach Angaben des Deutschen Fondsverbandes BVI rund. Offene Publikumsfonds
flossen in den ersten sechs Monaten klassenübergreifend gut 10,5 Mrd. Euro zu. Doch
das Geschäft hierzulande bestätigt die europäische Entwicklung. So verloren die
Fonds im Juni zusammen eine Milliarde Euro an Kundenkapital. Am stärksten
betroffen waren – wie auf kontinentaler Ebene –  Rentenfonds mit einem Minus von 2,5 Mrd. Euro,
gefolgt von Aktienfonds, die um 0,8 Mrd. Euro schrumpften. Multi-Asset-Produkte
konnten dagegen um 2,2 Mrd. Euro zulegen. YTD sind sie die beliebteste
Anlageklasse mit einem Plus von 12,2 Mrd. Euro. Aktienfonds kommen dagegen nur
auf 1,2 Mrd. Euro, Rentenfonds verlieren fast drei Milliarden.