Feiert die Aktie in 2019 ein Comeback?

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Wo liegen die Kurschancen 2019? Die Stimmung der Anleger ist immer noch vorsichtig. Die Zurückhaltung hat zu einer attraktiven Bewertung an vielen Märkten geführt, meint Fondsmanager Juan Nevado.

„Es
hat nicht viele gute Nachrichten gebraucht, um die Aktienkurse Anfang dieses
Jahres wieder anzukurbeln. Allein durch die Andeutung der US-Notenbank, in
Zukunft bei ihren Zinserhöhungen nicht mehr so aggressiv zu sein, sondern eher
einen „geduldigeren“ Ansatz zu verfolgen, dürfte einigen Anlegern ein Stein vom
Herzen gefallen sein. Denn bei den Börsenturbulenzen im Februar und Oktober
letzten Jahres spielte die Sorge, welche negativen Effekte steigende US-Zinsen
auf die Aktienbewertungen haben würden, aus unserer Sicht eine zentrale Rolle.

Eine
globale Rezession halten wir aus heutiger Sicht für unwahrscheinlich – trotz
des langsameren Wirtschaftswachstums und vorsichtigeren Prognosen der Analysten
zu Unternehmensgewinnen. Die Frage wird sein, ob sich der tiefgreifende
Pessimismus über den Zustand der Weltwirtschaft dieses Jahr fortsetzen wird.
Bemerkenswert ist doch, dass die Anleger – insbesondere in Ländern wie
Deutschland, Japan und Südkorea – positive Entwicklungen wie steigende
Unternehmensgewinne, Fortschritte in der Corporate Governance oder die
allgemeine Verbesserung der Binnenwirtschaft in Japan weitgehend ignorierten.
Stattdessen hielten sogar viele Schwarzmaler den Rückgang des
Wirtschaftswachstums in Ländern wie den USA (von einem sehr hohem Niveau) für
Anzeichen eines baldigen Absturzes. In Folge verlor zum Beispiel der Topix, der
Index japanischer Großunternehmen wie Toyota und Mitsubishi, im vergangenen
Jahr rund 17% seines Börsenwertes.

Wo
liegen die Investmentchancen 2019? Interessanterweise ist die Stimmung der
Anleger, ähnlich wie 2016, immer noch negativ. Die damit einhergehende
Zurückhaltung hat zu attraktiven Bewertungen an vielen Aktienmärkten außerhalb
der USA geführt. Deshalb mögen wir Japan, Asien im Allgemeinen und die
europäischen Märkte. Außerdem könnten einige branchenspezifische US-Werte wie
etwa Biotechnologie und Banken für eine gewisse Kapitalstreuung sorgen.

Festverzinsliche Anlagen halten wir für eher schlecht bewertet. So sind
beispielsweise 10-jährige japanische Staatsanleihen nahezu negativ verzinst und
bieten, ähnlich wie deutsche und britische Staatsanleihen, wenig Möglichkeiten
zur Portfoliodiversifizierung. Attraktiver sind da US-Treasuries sowie einige
Schwellenländer, wie beispielsweise Mexiko, Indonesien, Brasilien und
Südafrika.“