Gewinne in den Schwellenländern wachsen stark

Schlagworte: ,
Viele Schwellenländer haben noch Möglichkeiten, in der Wertschöpfungskette nach oben zu steigen. Sie können ihren Kapitalstock vertiefen, was zu mehr Produktivität führt.

in seinen aktuellen „Market Notes“ hebt David
Lafferty, Chefstratege von Natixis Investment Managers, das starke
Gewinnwachstum der Unternehmen in den Schwellenländern hervor. Der MSCI
Emerging Markets Aktienindex notiere bei dem 13fachen der “Trailing
Earnings” und dem 12,6fachen der „Forward Earnings“. „Das ist weder
billig noch teuer“, so Lafferty. Die durchschnittliche jährliche
Wachstumsrate liege aber für den MSCI EM, auf drei Jahre prognostiziert,
bei 14 Prozent. Für den S+P 500 liege die entsprechende CAGR-Größe bei 9
Prozent.

Lafferty: „Die entwickelten Volkswirtschaften
USA, Europa und Japan sind nach wie vor gefangen in erheblichen
angebotsseitigen Beschränkungen – vor allem was die Demographie, das
Arbeits­kräftewachstum und die Produktivität betrifft.“

 Die meisten Schwellenländer hingegen hätten noch
viel Potenzial, in der Wertschöpfungskette nach oben zu steigen. Sie
könnten ihren Kapitalstock vertiefen (mehr Technologie, Roboter,
anspruchsvollere Fertigung, Infrastruktur usw.), was zu einer höheren
Produktivität führe. In den letzten 15 Jahren habe sich in der EM
bereits ein Wandel vollzogen. Die Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen
sei zurückgegangen, und viele Schwellenländer seien jetzt stärker in
globale Produktionsprozesse, Lieferketten und Handel integriert.