Gute Aussichten für Japan-Investments

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Dadurch ergeben sich für Anleger
interessante Investmentmöglichkeiten. Akira Fuse, Investmentspezialist
bei Capital Group, und Steven Watson, Portfoliomanager bei Capital
Group, analysieren in ihrem Ausblick für das Jahr 2019, wo sich Chancen
ergeben könnten.

Geringe Abdeckung durch Analysten bietet Möglichkeiten für Stockpicker

„Wir denken, dass es für die japanische Wirtschaft nur ein begrenztes
Abwärtsrisiko gibt. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass das
US-amerikanische Wirtschaftswachstum auf einem guten Niveau bleiben
dürfte, auch wenn es wahrscheinlich etwas schwächer ausfallen wird, und
das Chinas Volkswirtschaft nicht signifikant nachgeben sollte“, so Fuse.
Er erwartet, dass die Gewinne japanischer Unternehmen weiterhin wachsen
werden, wenn auch in etwas geringerer Größenordnung als zuvor. „Die
Aktienkurse sind trotz des erwarteten Wachstums der Unternehmensgewinne
immer noch nicht sonderlich hoch, weshalb der Ausblick für den
japanischen Aktienmarkt insgesamt positiv ist.“

„Es gibt vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen attraktive
Möglichkeiten. Diese Anlageklasse wird häufig übersehen. Interessant
sind vor allem Small- und Mid-Caps, deren Börsenwert ungefähr zwischen
einer bis zu drei Milliarden US-Dollar liegt“, erklärt Fuse. Die
Investitionschancen ergeben sich aus seiner Sicht auch, weil die
Mitglieder des TOPIX Small Cap Index durchschnittlich nur von zwei
Analysten beobachtet würden. Eine Vielzahl von Unternehmen werde daher
nahezu kaum von Brokerage-Analysten beachtet. „Besonders wichtig für den
Anlageerfolg ist, dass lokale Research-Teams regelmäßig die Hauptsitze
und Fabriken dieser Unternehmen besuchen, um diejenigen zu
identifizieren, die kontinuierliches Wachstum in diesem Universum
erwarten lassen. Wir sind überzeugt davon, dass dieser Anlagebereich
derzeit ein sehr fruchtbarer Boden für Stockpicker ist.“

Kontinuierliche politische Fortschritte schaffen gutes Investmentumfeld

Japans Erfolg kommt dabei nicht von ungefähr, er liegt in der
Kontinuität begründet: Premierminister Shinzō Abes dritte Amtszeit
dauert bis 2021, und so lange hat er auch Zeit, seine Reformen
umzusetzen. Eines seiner wichtigsten Ziele wird sein, dass das nominale
japanische Bruttoinlandsprodukt weiter so stark wächst wie in den
letzten Jahren. Nur so kann das Haushaltsdefizit abgebaut und
gleichzeitig der Lebensstandard gesteigert werden.

Bei der Corporate Governance bleibt aus Sicht von Portfoliomanager
Steven Watson zwar noch viel zu tun, doch gab es auch dort beachtliche
Fortschritte. „Im März 2018 hat die Tokioter Börse ihren
Corporate-Governance-Kodex überarbeitet, und im weiteren Jahresverlauf
hat die Financial Services Agency den Stewardship-Kodex für
institutionelle Investoren verbessert. Die Richtlinien sind jetzt
wesentlich konkreter, und es gibt Anzeichen für dauerhafte
Verbesserungen“, sagt Watson.

Öffentliche Pensionsfonds verlangen ebenfalls mehr Rechenschaft von
ihren Investmentmanagern, sodass einige von ihnen den Dialog mit den
Investoren verbessern und stärker auf die Erträge achten. Der staatliche
japanische Pensionsfonds, der größte der Welt, nutzt seinen Einfluss,
um sich für eine gute Corporate Governance einzusetzen. Außerdem drängt
er auf höhere Dividenden und Aktienrückkäufe, was den Aktionärserträgen
nur guttun kann.

Der Schlüssel zu einer guten Corporate Governance ist Watson zufolge
regelmäßige Kommunikation. Daher sprechen die Investmentexperten von
Capital Group seit Langem mit Unternehmen über eine Verbesserung der
Corporate Governance, auch in Japan. „Japan hat große Fortschritte
gemacht und entfernt sich zunehmend vom Kansayaku-System mit seinen
satzungsmäßigen Buchprüfern, die vom Unternehmen bezahlt werden und
daher faktisch Angestellte sind“, sagt Portfoliomanager Steven Watson.
„Die Verbesserungen der Corporate Governance sind sehr ermutigend.“

Über Capital Group

Capital Group ist einer der ältesten und größten Investmentmanager der
Welt und managt Aktien, Anleihen und Private-Equity-Anlagen für
unterschiedliche Investoren. Seit 1931 hat Capital Group nur ein Ziel:
überdurchschnittliche, stabile Erträge für langfristige Investoren –
durch Portfolios aus überzeugenden Einzelwerten, sorgfältige Analysen
und Eigenverantwortlichkeit. Zurzeit verwaltet die Capital Group über
1,8 Billionen US-Dollar in langfristigen Anlagen für Privatanleger und
institutionelle Investoren auf der ganzen Welt. Capital Group hat ein
integriertes Researchnetz aus über 380 Investmentexperten. Die
Portfoliomanager haben durchschnittlich 27 Jahre Investmenterfahrung.