Kames Capital: Entwicklung von Infrastrukturbeteiligungen langfristig besser als weltweite Aktienmärkte

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Das aktuelle Investitionsumfeld ist äußerst günstig für Sachanlagen. Dazu gehören beispielsweise Infrastrukturbeteiligungen oder Immobilien.

Jacob
Vijverberg, Co-Manager des Kames Global Diversified Income Fund
beschreibt in seiner Analyse, dass die niedrigen Zinssätze in den
Industrieländern in Kombination mit den attraktiven Merkmalen gelisteter
Infrastruktur-Investitionen diese Anlageklasse besonders interessant
für Multi-Asset-Fonds machen. Diese zeichnen sich durch eine solide
Stabilität, hohe Dividendenrendite sowie Ertragswachstum und Liquidität
aus.

„Infrastrukturbeteiligungen
als Anlageklasse haben sich längerfristig gesehen besser als die
weltweiten Aktienmärkte* entwickelt“, erläutert Vijverberg in seiner
Analyse. „Kurzfristig tendiert der Bereich Infrastruktur dazu, bei
sinkenden Zinsen hinsichtlich der Wertentwicklung im Vergleich zu
Aktien, diese zu übertreffen. Dies zeigt sich in der jüngsten
Performance.

Die Anlageklasse Infrastruktur erreichte über ein Jahr
hinweg 17%, verglichen mit 5% für weltweite Aktien*.“ Der Kames Global
Diversified Income Fund investiert in das gesamte Spektrum gelisteter
Infrastruktur, vor allem in regulierte Versorgungsunternehmen,
Mautstraßen und Flughäfen, die laut Vijverberg die besten
Differenzierungs- und Diversifizierungsmerkmale gegenüber globalen
Aktien aufweisen. Folgende Infrastrukturbeteiligungen gehören aktuell
zum Fonds:

Aena und Sydney Airport – Wachstum trotz anhaltender Bedenken

Der
Flughafensektor ist tendenziell zyklisch und die ersten Sorgen
hinsichtlich des Wachstums mehrten sich gegen Ende 2018. Als Folge
wurden Flughafenbereiche verkauft. Die Portfolio Manager nutzten die
Gelegenheit, sich zu beteiligen, da die Bewertungen sehr attraktiv
geworden waren. Beteiligungen wurden an Aena, einem spanischen
Flughafenbetreiber, und am Flughafen Sydney erworben. Beide
Beteiligungen entwickelten sich trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich
des globalen Wachstums gut.

Transurban – Profiteur niedriger Zinsen

Transurban
ist ein Mautstraßenbetreiber in Australien. Zu seinem Besitz gehören
Straßen um Sydney, Melbourne und Brisbane. Das Unternehmen investiert in
mehrere größere Mautstraßenprojekte mit dem Ziel, den Cashflow zu
steigern und das langfristige Dividendenwachstum zu begünstigen.
Transurban ist ein gutes Beispiel dafür, wie Infrastrukturprojekte von
niedrigere Zinsen profitieren. Die australischen 10-Jahres-Zinsen sind
um 1,3% gesunken, seit dem Anteilskauf an Transurban im Oktober 2018.
Noch währenddessen lieferte das Infrastrukturprojekt einen Return von
fast 40%**.

Eiffage – Mautstraßenbetreiber mit klaren Wettbewerbsvorteilen

Eiffage
ist über seine Tochtergesellschaft APRR Teil des französischen
Mautstraßennetzes. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Bauabteilung
(typisch für Infrastrukturunternehmen) und gibt nach wie vor große
Rabatten gegenüber seinen Wettbewerbern. Die Bauabteilung hat
angemessene Erträge erzielt, was zum Teil auf das Projekt „Grand Paris“
zurückzuführen ist. Hier baut das Unternehmen mehrere Metrolinien.

Auch
Verkehrswachstum und die Gebühren von Mautstraßen sind ein wesentlicher
Faktor. Der Leichtkraftwagenverkehr hängt hauptsächlich vom
Beschäftigungswachstum und dem Verbrauchervertrauen ab, während der
Schwerverkehr stärker mit dem Industriesektor verbunden ist.

„Trotz
einiger Bedenken betrachten wir die Reformen des französischen
Arbeitsmarktes als positiven Wachstumstreiber. Außerdem erwarten wir,
dass Europa den Einbruch im Handel in den Industriesektoren überwindet,
sobald eine Lösung des Handelskonflikts zwischen China und den USA
unterzeichnet ist. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass diese Art
von Beteiligungen langfristig starke Renditen liefern werden. Allerdings
müssen Zinsen, Wachstum und individuelle Faktoren kurzfristig
berücksichtigt werden.“

*Quelle:
Bloomberg, DJ Brookfield Global Infrastructure, MSCI World index

**Quelle:
Bloomberg as at 21/06/2019.