Anlegen für die Enkel – aber bitte mit Rendite!

Früher war Geldanlage einfach – wenn es um die Enkel ging. In der Regel wurde kurz nach der Geburt ein Sparbuch oder ein Konto eröffnet und jeden Monat ein paar D-Mark einbezahlt. Bis zum 18. Geburtstag hatte sich dann eine hübsche Summe eingesammelt.

Doch nun sind Sparbuch, Tagesgeld und Co. aufgrund der Zinssituation keine Alternative mehr. Als Alternative bieten sich vor allem Sparpläne in Investmentfonds an, in die man regelmäßig einzahlen kann. Wichtig ist, ein ausgewogenes Instrument zu finden, das Renditechancen und Wertsicherung kombiniert.

Ein Fondssparplan ist für einen langfristigen Vermögensaufbau mit beispielsweise monatlichen Einzahlungen die sinnvollste Option. Zu achten ist auf die Kostenstruktur: je weniger Gebühren anfallen, desto mehr Geld steht später zur Verfügung. Daher kann ein ETF-Sparplan interessant sein, um die Wertentwicklung beispielsweise des MSCI oder MSCI-All-countries über die Jahre hinweg nachzuvollziehen, aber dafür nur Kosten von unter 0,5 Prozent jährlich zu verursachen. Auch kostengünstige und aktiv gemangte Dividendenfonds kommen in Frage und stellen eine ertragreiche Alternative dar.

Spezielle Angebote für diese Zielgruppe sind auch aus der Versicherungswirtschaft bekannt. Dann sind es in der Regel Fondspolicen im Versicherungsmantel. Diese sollte man sich – entsprechend ihrer Anlagestrategie und Kostenstruktur – genau anschauen. Oftmals sind diese auch mit anderen Versicherungsleistungen verknüpft, in die viele Beiträge fließen, beispielsweise ein Kinderpflegegeld oder ähnliches. Da sollte der Sparer genau wissen, was ihm wichtig ist. Interessanter sind aus unserer Sicht Sparpläne mit Investmentfonds.

Wie viel Geld man anlegen sollte, das ist die Frage nach den eigenen Möglichkeiten und Wünschen. Insbesondere bieten sich aber das Kindergeld oder Geldgeschenke an die Kinder dafür an. Was soll das Kind mit dem Vermögen tun? Soll das Studium damit finanziert werden oder geht es um eine Starthilfe für Auto oder erste eigene Wohnung? Aber wer 18 Jahre jeden Monat 50 Euro in einen Sparvertrag einzahlt, der nach Kosten durchschnittlich drei Prozent jährlich abwirft, kommt immerhin auf mehr als 14.000 Euro. Das ist eine ordentliche Summe für den Start in ein selbstständiges Leben.

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Von Dyrk Vieten, Sprecher der Geschäftsführung der unabhängigen Vermögensverwaltung/ Fondsboutique Ficon Börsebius Invest GmbH (Düsseldorf)