Covid-19: Gewinner und Verlierer

Wer jetzt in Aktien von Unternehmen investiert, die genug Reserven und ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell haben, kann letztlich von der Krise profitieren meint Claus Walter, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Freiburger Vermögensmanagement GmbH

Es wird nicht nur Verlierer geben, denn Corona könnte ein ökonomischer Katalysator sein und bereits bestehende Trends verstärken. Zum Beispiel die Digitalisierung, die viele jetzt im Home-Office täglich erleben und die schon jetzt Gewinner wie Amazon hervorbringt. Unter diesem Aspekt auch interessant könnt Streaming-Dienstanbieter Netflix sein, der die zuletzt stark gestiegenen Nutzerzahlen in der aktuellen Großwetterlage weiter ausbauen und entsprechend profitieren könnte. Ebenfalls könnten längerfristig Allianz und Münchner Rück zu den Gewinnern zählen. Die beiden Großkonzerne dürften als Marktführer aufgrund ihrer soliden Bilanzen eine wirtschaftliche Durststrecke besser als andere überstehen. Die Corona-Pandemie eröffnet zudem neue Geschäftsfelder wie etwa Geschäftsausfallversicherungen, die künftiges Wachstum erhoffen lassen.

Deutlich schlechter hat es beispielsweise die Touristikbranche sowie die Fluggesellschaften getroffen. Sie leiden massiv unter der Krise, was Auswirkungen auf die tatsächlichen Flugstunden hat. Ein Turbinenhersteller wie Rolls Royce, dessen Wartungsverträge lukrative Erträge versprachen, dürfte im Zuge des rückläufigen Luftverkehrs nicht den erwarteten Ertrag einbringen.

Mit Einzelwerten konnten Anleger ggf. besser punkte als mit Gesamtlösungen, wenn die Aktienauswahl stimmt. Gerade die letzten Wochen haben den Nachteil von singulären ETF-Lösungen gezeigt, denn im Crash greift niemand ein und das Portfolio verfällt mit dem Markt. Aktiv gemanagte Fonds, die Einzeltitel nach Qualität und langfristiger Stabilität auswählen und dabei auf stringente Risikostreuung zum Beispiel auch durch die punktuelle Beimischung von ETFs achten, können besser auf Krisen reagieren und jetzt attraktive Zukunftstitel, -branchen und Märkte selektieren. Gerade wenn nur begrenzt Kapital vorhanden ist, lassen sich so auch Lösungen umsetzen, die über viele Anlageklassen wie Renten, Immobilien und Edelmetalle hinweg investieren und Vermögen dadurch stabilisieren.

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