Regelmäßig sparen mit Plan

Es handelt sich um ein Depot bei einer Direktbank – zunehmend auch bei Filialbanken –, in das regelmäßig investiert wird. Die Einzahlungen werden in Exchange Traded Funds oder passiv verwaltete börsengehandelte Investmentfonds angelegt. Wichtig ist dabei die Regelmäßigkeit und der Betrag, für den ETFs erworben werden sollen. In aller Regel offerieren die Sparpläne anbietenden Institute unterschiedliche Ausführungszeitpunkte. Die Einzahlungen können zum Monatsanfang oder zur Monatsmitte und in monatlichen, zweimonatlichen, viertel- oder auch halbjährlichen Rhythmen erfolgen. Ein sehr wichtiger Vorteil, wie wir gleich noch sehen werden.

Viele ETF-Sparpläne beginnen mit einer Mindesteinzahlungssumme von 25 Euro. Was heißt das? Nehmen wir an, Sie möchten 25 Euro in einen ETF auf den MSCI World investieren. Aus früheren OnStage-Ausgaben wissen Sie natürlich, dass dieser Index die Entwicklung von rund 1.700 Aktien aus 23 industrialisierten Ländern weltweit abbildet. Sie möchten jeweils am ersten Tag des Monats anlegen. Was passiert nun? Das Geld wird von Ihrem Girokonto abgebucht und Sie erwerben die MSCI World ETF-Anteile. Steigt der Kurs des MSCI World, dann werden Ihnen weniger Anteile in Ihr Depot eingebucht, als wenn der MSCI World fällt. Das ist genauso, wie wenn Sie immer nur für 20 Euro tanken. Ist der Benzinpreis gefallen, bekommen Sie für die gleichen 20 Euro mehr Benzin und können weiter fahren, als wenn der Ölpreis angezogen hat. Es handelt sich um den sogenannten Durchschnittskosteneffekt, der sich im Zeitablauf ergibt. Hier erkennen Sie schon, dass ETF-Sparpläne zum langfristigen Aufbau von Vermögen geeignet sind, denn nur dann kann sich der Durchschnittskosteneffekt auch auswirken.

Nun kennen Sie meinen Ratschlag, möglichst breit gestreut zu investieren. Ein zweiter oder auch dritter ETF-Sparplan wären nicht schlecht. Natürlich ein anderes Anlagethema abdeckend. Hier gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Sie könnten einfach die Sparrate erhöhen, also von 25 Euro in unserem Beispiel auf 50 Euro. Aber vielleicht stehen Sie noch ganz am Anfang Ihres Berufslebens, verdienen nicht so viel, wollen aber dennoch das Privileg einer noch vor Ihnen liegenden langen »Sparerkarriere« nutzen. Was können Sie tun? Sie nutzen die Möglichkeiten, die Sparplananbieter offerieren. Anstelle des monatlichen Ansparens im MSCI World ETF investieren Sie nur alle zwei Monate zu Monatsanfang 25 Euro. Sie beginnen im Januar, dann ist der nächste Monat der März, dann kommt der Mai und so weiter. In den dazwischenliegenden Monaten tun Sie dasselbe, nur eben mit einem anderen ETF. Der ComStage ETF auf den DAX könnte eine Idee sein. Auch dieser ETF wird für 25 Euro im Monat erworben. Am Jahresende haben Sie dann 300 Euro angelegt und dafür zwei ETFs auf bekannte Indizes erhalten. Dieses Beispiel lässt sich beliebig fortführen – mit anderen Beträgen, der Nutzung noch weiterer Investitionszeitpunkte und der Ausweitung des Anlageuniversums.

Beliebte ETFs in Sparplänen sind neben ETFs auf den MSCI World und den DAX der Schwellenländer abbildende MSCI Emerging Markets. ETFs auf Standardindizes sind übrigens bevorzugt geeignet für Sparpläne, denn Sparpläne sprechen den langfristig denkenden Anleger an. Denken Sie dabei auch an die Ergänzung Ihrer Altersvorsorge.

Sparpläne unterscheiden sich von anderen Anlageformen, was ein weiteres Plus ist: Wenn Sie einmal dringend Geld brauchen, dann können Sie dieses ohne Fristen oder Strafzinsen aus Ihrem Sparplan entnehmen. Aber nicht, dass wir uns an dieser Stelle falsch verstehen: Ein langfristiger Erfolg, nämlich der Aufbau eines Vermögens, stellt sich natürlich nur ein, wenn Sie diszipliniert und langfristig anlegen. Aber Sie sind eben flexibel.

Die ideale Anzahl von Sparplänen? Zwei bis sechs ist eine durchaus vernünftige Zahl, um breit gestreut an den internationalen Kapitalmärkten zu partizipieren. Neben ETFs auf Aktien steuern ETFs auf festverzinsliche Wertpapiere oder in Zeiten niedriger Zinsen ein separates Tagesgeld- oder Festgeldkonto das Risiko, das Sie mit Ihren Sparplänen eingehen wollen.

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Sind ETF-Sparpläne bei sich täglich verändernden Wertpapierkursen zum Vermögensaufbau geeignet? Die klare Antwort: Ja, sind sie. Sogar perfekt. Denn wer kann schon die Kurse von morgen voraussagen? Da das kaum jemand konsistent über lange Zeiträume kann, viele potenzielle Anleger morgen aber bereuen, dass sie gestern nicht doch zu dann noch niedrigeren Kursen gekauft haben, umgehen Sie mit Sparplänen die Herausforderung des sogenannten Market Timing.

Mit einem ETF-Sparplan kaufen Sie regelmäßig – mal mehr und mal weniger Anteile. Womit sich der Kreis der heutigen Kolumne schließt und Sie nicht eine der Hauptanlegersünden begehen. Nämlich gar nicht investiert zu sein!

Viel Erfolg mit Ihren Sparplänen! Bitte bleiben Sie ComStage ETFs gewogen.

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Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:

Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.