Moventum: Deutscher Leitindex zeigt sich weiter gut gelaunt

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Die Aktienmärkte konnten ihre Verluste aus der Vorwoche wieder wettmachen. Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei die US-Aktienmärkte, gefolgt von Europa und Japan. Die Schwellenländer entwickelten sich im Rahmen der Industriestaaten.

Im Berichtszeitraum schien die Mehrzahl der Markteilnehmer davon auszugehen, dass die Ausbreitung des Coronavirus ihren Höhepunkt überschritten habe und es bei der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in China, zu einer V-förmigen Erholung kommen werde. Unterstützt von guten Sentiment- und Konjunkturdaten konnten die Aktienmärkte entsprechend kräftig zulegen. Vor allem in den USA zeigte die Konjunktur weiter Stärke. Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar wies 225.000 neu geschaffene Stellen aus, was deutlich über der Konsenserwartung lag. Auch die Stundenlöhne konnten gegenüber dem Vorjahr stärker als erwartet um 3,1 Prozent zulegen. Positiv ebenfalls die Entwicklung bei der Einkaufsmanagerumfrage: Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe legte deutlich zu und notierte mit 50,9 Punkten wieder über der Expansionsschwelle von 50. Auch der entsprechende Indexwert für das Dienstleistungsgewerbe legte stärker als erwartet auf 55,5 Punkte zu. Derweil lässt in Deutschland die Trendwende im industriellen Sektor weiter auf sich warten. So verzeichneten sowohl die Auftragseingänge der Industrie für den Monat Dezember als auch die Industrieproduktion einen regelrechten Einbruch. Die Auftragseingänge gingen um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, die Industrieproduktion sogar um 3,5 Prozent. Zu beachten ist, dass diese Daten sogar noch den Zeitraum vor der Ausbreitung des Coronavirus und dem Stillstand der chinesischen Wirtschaft betrachten.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent gab um circa vier US-Dollar nach und schloss auf einem Niveau von 54,47 US-Dollar. Auf der Währungsseite konnte der US-Dollar gegenüber dem Euro 1,08 Prozent zulegen. Der japanische Yen verbuchte hingegen einen Verlust von 0,20 Prozent.

In diesem Umfeld konnten die Aktienmärkte ihre Verluste aus der Vorwoche wieder wettmachen. Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei die US-Aktienmärkte, gefolgt von Europa und Japan. Die Schwellenländer entwickelten sich im Rahmen der Industriestaaten. Growth-Aktien legten sowohl in den USA als auch in Europa stärker zu als Value-Titel. Small Caps lieferten in den USA und in Europa eine Underperformance. Auf Sektorebene dominierten in den USA die Segmente IT, Rohstoffe und Gesundheit, während die Sektoren Versorger, Energie und Konsum relative Schwäche zeigten. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Am besten entwickelten sich die Sektoren IT, Finanzen und Gesundheit. Am schlechtesten war die Entwicklung der Sektoren Energie, Telekommunikation und Versorger.

Im Rentenbereich mussten Euro-Staatsanleihen im Risk-on-Umfeld Verluste hinnehmen. Auch Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating gaben aufgrund der Zinsentwicklung etwas nach. Die eher aktiensensitiven Hochzinsanleihen legten hingegen zu. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets zeigten sich im Wochenverlauf ebenfalls positiv.

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