Moventum: EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

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Die EZB veröffentlichte auch ihre Entscheidung zum Hauptrefinanzierungs- und Einlagensatz, welche beide mit 0,0 und -0,4 Prozent unverändert blieben.

Die EZB veröffentlichte auch ihre Entscheidung zum Hauptrefinanzierungs-
und Einlagensatz, welche beide mit 0,0 und -0,4 Prozent unverändert
blieben.

EZB belässt Leitzins auf Rekordtief
Marktrückblick

Die vergangene Woche war vor allem von der
EZB-Pressekonferenz und der Einigung im Grenzstreit zwischen den USA
und Mexiko geprägt. Auf der EZB-Pressekonferenz verkündete der Präsident
der EZB, Mario Draghi, dass es vorerst keine Änderungen in der
Geldpolitik der Eurozone geben werde. Nachdem die USA in der letzten
Mai-Woche mit der Einführung von Strafzöllen auf mexikanische Güter
gedroht hatten – mit dem Ziel Mexiko zu einer strikteren Kontrolle der
süd- und mittelamerikanischen Migrationsbewegung zu zwingen – kam es in
der vergangenen Woche zu einem Einlenken der mexikanischen Regierung.

In der Eurozone begann die vergangene
Woche mit stark reduzierten Inflationskennzahlen. So lag die Steigerung
der Konsumentenpreise gegenüber dem Vorjahr im Mai bei lediglich 1,2
Prozent. Die Kernrate lag mit 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr im Mai
ebenfalls weit unter dem Wert des Vormonats und wurde während der
EZB-Pressekonferenz als „mit Sorge zu betrachten“ beschrieben. Später in
der Woche veröffentlichte die EZB ihre Entscheidung zum
Hauptrefinanzierungs- und Einlagensatz, welche beide mit 0,0 und -0,4
Prozent unverändert blieben.

In den USA wurden zum Ende der Woche
Arbeitsmarktstatistiken veröffentlicht, welche im besten Fall als
enttäuschend bezeichnet werden können. So wurden im Mai lediglich 75.000
neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote verblieb konstant bei
3,6 Prozent und die durchschnittlichen nominalen Stundenlöhne lagen im
Mai 3,1 Prozent über dem Vorjahr.

Der Preis für Öl der Sorte Brent
verbilligte sich gegenüber der Vorwoche stark um 3,54 Prozent auf 63,29
US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro um 1,71
Prozent ab, während der Yen ebenfalls um 1,21 Prozent gegenüber dem Euro
abgewertet wurde.

Die globalen Aktienmärkte entwickelten
sich im Allgemeinen positiv. Europäische und amerikanische Titel
gewannen dabei im Durchschnitt mehr als asiatische. In den USA gewannen
große Unternehmen stärker an Wert als kleine Gesellschaften. Value-Titel
erwiesen sich als performancestärker als Growth-Titel, bei europäischen
Titeln war eine vergleichbare Entwicklung der Fall. In Europa wiesen
allerdings Growth-Titel höhere Wertsteigerungen auf als Value-Titel.

Auf
Sektorebene entwickelten sich in den USA Unternehmen aus den Bereichen
Materialien, IT und Verbrauchsgüter am besten, während Unternehmen aus
den Bereichen Kommunikation, Versorgung und Konsumgüter teilweise sogar
negative Entwicklungen hinnehmen mussten. Anders als in den USA konnten
in Europa Titel aus den Bereichen Versorger, Industrie und Konsumgüter
am besten abschneiden, während Unternehmen aus den Bereichen Finanzen
und Energie lediglich geringere Gewinne mitnehmen konnten.

Auf dem europäischen Rentenmarkt
entwickelten sich Staatsanleihen stark positiv. Unternehmensanleihen mit
Investment-Grade-Rating schnitten ebenfalls positiv ab, konnten jedoch
mit der Entwicklung der Staatsanleihen nicht ganz mithalten. Auch
Hochzinsanleihen entwickelten sich trotz einer insgesamt positiven
Entwicklung schwächer als Staatstitel. Einzig Lokalwährungsanleihen aus
den Schwellenländern schnitten überdurchschnittlich ab.

Der gesamte Marktkommentar von Moventum steht hier zum Download bereit.