Moventum: Kommentar zur Zinssenkung der FED

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Auf einer Pressekonferenz betonte Fed-Präsident Powell jedoch, dass es sich bei der Zinssenkung um einen „Versicherungsschritt“ im Rahmen eines „Mid Cycle Adjustments“ handele und nicht um den Auftakt zu einem umfassenden Senkungszyklus.

Die US-Notenbank Fed senkte wie erwartet ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent.

Auf der anschließenden Pressekonferenz betonte Fed-Präsident
Powell jedoch, dass es sich um einen „Versicherungsschritt“
im Rahmen eines „Mid Cycle Adjustments“ handele und nicht um den
Auftakt zu einem umfassenden Senkungszyklus. Mit dieser Aussage erwischte er
viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß, da viele sich schon auf einen
ausgeprägten Zinssenkungszyklus eingestellt hatten.

Marktrückblick

In der vergangenen Woche war erneut das Stichwort „Handelsstreit“
in aller Munde. So verkündete der US-amerikanische Präsident zur Überraschung
vieler Marktteilnehmer die Einführung weiterer Strafzölle in Höhe von 10
Prozent auf Importe aus China im Wert von 300 Milliarden US-Dollar. Die
US-Notenbank Fed senkte zudem wie erwartet ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf
eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent.

Auf der anschließenden Pressekonferenz
betonte Fed-Präsident Powell jedoch, dass es sich um einen „Versicherungsschritt“
im Rahmen eines „Mid Cycle Adjustments“ handele und nicht um den
Auftakt zu einem umfassenden Senkungszyklus. Mit dieser Aussage erwischte er
viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß, da viele sich schon auf einen
ausgeprägten Zinssenkungszyklus eingestellt hatten.

In der EU veröffentlichte die Kommission Zahlen zu einigen
ihrer Wirtschaftsindikatoren im Juli: Für das Konsumentenvertrauen wurde ein
Anstieg um einen Punkt auf -5,9 Punkte verzeichnet, während der Indikator für
das Geschäftsklima einen Rückgang um 0,29 auf -0,12 Punkte verzeichnete. Außerdem
veröffentlichte die Kommission ihre erste Schätzung zum BIP im zweiten Quartal
2019 in der Eurozone, welches um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen
zu sein scheint.

Zum Ende der Woche veröffentlichte schließlich das US-Amt für
Arbeitsmarktstatistiken neueste Kennzahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt im
Juli. So stieg die Anzahl der Beschäftigten (ex Agrar) um 164.000, während die
Arbeitslosenquote konstant bei 3,7 Prozent verblieb. Die Daten bewegten sich im
Rahmen der Erwartungen.

Der Preis für Öl der Sorte Brent verbilligte sich gegenüber
der Vorwoche deutlich um 2,26 Prozent auf 61,88 US-Dollar je Barrel. Der
US-Dollar wertete gegenüber dem Euro auf und verteuerte sich um 0,22 Prozent, während
der Yen 2,19 Prozent gegenüber dem Euro aufwertete.

In diesem Umfeld gaben die globalen Aktienmärkte deutlich
nach. Angeführt wurden die Verluste von den europäischen Aktienmärkten, gefolgt
von den USA. Relativ stabil entwickelten sich japanische Aktien. Schwellenländer
wiesen höhere Verluste auf als die Industriestaaten. Auf dem europäischen Markt
zeigten Growth-Titel eine bessere Wertentwicklung als Value-Titel und große
Unternehmen entwickelten sich äquivalent zu kleinen Gesellschaften.

In den USA
konnte eine leicht andere Dynamik beobachtet werden: Growth-Titel entwickelten
sich hier schlechter als Value-Titel und große Unternehmen entwickelten sich
schwächer als kleine Gesellschaften. Auf Sektorebene entwickelten sich in den
USA die Sektoren Versorgung, Gesundheitswesen und Verbrauchsgüter am besten und
die Sektoren Konsumgüter, IT und Finanzen am schlechtesten. In Europa zeigten
Unternehmen aus den Bereichen Verbrauchsgüter, IT und Finanzen die besten
Wertentwicklungen, während sich Titel aus den Feldern Rohstoffe, Energie und
Konsumgüter am schlechtesten entwickelten.

Auf dem europäischen Rentenmarkt entwickelten sich
Staatsanleihen sehr positiv, während Investment-Grade-Unternehmensanleihen nur
ein kleines Plus aufwiesen. Hochzinsanleihen mussten eine negative
Wertentwicklung in Kauf nehmen. Anleihen aus Schwellenländern in Lokalwährung
gaben dagegen deutlich nach.

Den vollständigen Moventum-Marktkommentar können Sie sichhier im PDF-Format downloaden.