Moventum: Stimmung in Deutschland pessimistisch

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In der Eurozone veröffentlichte derweil die EU-Kommission den neuesten Wert des Indikators für das Verbrauchervertrauen, welcher sich um 0,6 Punkte auf -6,6 Punkte im Juli erhöhte.

Im Mittelpunkt des Marktinteresses stand in der vergangenen Woche die Sitzung der EZB, die das Zinsniveau vorerst konstant belassen wird.

Außerdem wurde für die nächste Sitzung im September mehr
oder weniger direkt angedeutet, dass mit weiteren Zinssenkungen und der
Wiederaufnahme des QE-Programms gerechnet werden kann.

Zinsfantasie beflügelt

Marktrückblick

Im Mittelpunkt des Marktinteresses stand in der vergangenen Woche die
Sitzung der EZB, der Europäischen Zentralbank. Es wurde verkündet, dass
das Zinsniveau vorerst konstant belassen wird. Außerdem wurde für die
nächste Sitzung im September mehr oder weniger direkt angedeutet, dass
mit weiteren Zinssenkungen und der Wiederaufnahme des QE-Programms
gerechnet werden kann. In der Eurozone veröffentlichte derweil die
EU-Kommission den neuesten Wert des Indikators für das
Verbrauchervertrauen, welcher sich um 0,6 Punkte auf -6,6 Punkte im Juli
erhöhte. Konträr zu dieser positiven Entwicklung zeigte der
Markit-Einkaufsmanagerindex einen Rückgang um 0,7 Punkte auf 51,5 Punkte
im Juli.

Besonders in Deutschland zeigte sich eine weitere Ausprägung
der pessimistischen Geschäftserwartungen in Form des entsprechenden
Index des Ifo-Instituts: Der starke Rückgang um 1,8 Punkte auf 95,7 lag
deutlich unterhalb der Konsenserwartungen. In den USA gab es vorläufige
Zahlen zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal: 2,1 Prozent
(annualisiert) lautet hier die offizielle Schätzung, die damit einen
Prozentpunkt unterhalb der Wachstumsrate des Vorquartals liegt, jedoch
über der Markterwartung. Auftragseingänge zu langlebigen Gütern
verzeichneten im Juni einen Anstieg um 2,0 Prozent (1,2 ex Transport).

Der Preis für Öl der Sorte Brent
verteuerte sich gegenüber der Vorwoche um 2,46 Prozent auf 63,46 Dollar
je Barrel. Der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro auf und verteuerte
sich um 0,86 Prozent, während der Yen weitestgehend unverändert blieb
und lediglich 0,01 Prozent gegenüber dem Euro zulegte.

In diesem Marktumfeld konnten die globalen
Aktienmärkte deutlich zulegen. Besonders positiv schnitten dabei
US-amerikanische Titel, gefolgt von europäischen und japanischen Werten,
ab. Aktien aus den Schwellenländern blieben deutlich hinter der
Entwicklung der Industriestaaten zurück und verzeichneten nur ein
marginales Plus. Auf Sektorebene entwickelten sich in den USA die
Bereich Kommunikationsdienstleistungen, Finanzen und IT am besten und
die Sektoren Versorgung, Energie und Gesundheitswesen am schlechtesten.

In Europa zeigten Unternehmen aus den Bereichen
Kommunikationsdienstleistungen, IT und Gesundheitswesen die besten
Wertentwicklungen, während sich Titel aus den Feldern Finanzen,
Rohstoffe und Verbrauchsgüter schwächer entwickelten. In den USA
schnitten Growth-Werte besser als Value-Titel ab und Small Caps konnten
Large Caps outperformen. In Europa war das Bild vergleichbar: Growth war
besser als Value und Small Cap besser als Large Caps.

Auf dem europäischen Rentenmarkt
entwickelten sich Staatsanleihen positiv.
Investment-Grade-Unternehmensanleihen zeigten eine bessere
Wertentwicklung und auch Hochzinsanleihen konnten Staatsanleihen
outperformen. Lokalwährungsanleihen aus den Schwellenländern mussten im
Umfeld eines stärkeren US-Dollars hingegen Verluste verkraften.