Ostrum AM: Konjunkturdaten – Keine Anzeichen für schnelle Erholung erwartet

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Ein Kommentar von Philippe Waechter, Chefvolkswirt der französischen Fondsgesellschaft Ostrum Assset Management.

Am 14. Oktober wird das Statistische Bundesamt das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im 3. Quartal vermelden. Drei Tage zuvor (11.11.) kommen die BIP-Zahlen für Großbritannien und ebenfalls am 14.11. die zweite Schätzung für die gesamte Eurozone sowie für Japan.

Dazwischen, am Dienstag, 12.11. werden die Ergebnisse der November-Umfrage des ZEW zu den mittelfristigen Konjunkturerwartungen veröffentlicht.

Philippe Waechter, Chefvolkswirt der französischen Fondsgesellschaft Ostrum Assset Management,
schreibt dazu in seiner Wochenvorschau: „Während im zweiten Quartal das
Brutto­inlandsprodukt in Deutschland nur leicht (-0,3% auf Jahresbasis)
schrumpfte, erwarten wir für das dritte Quartal einen stärkeren
Rückgang der Wirtschaftstätigkeit. Sowohl der Index der
Industrieproduktion (-5% im dritten Quartal) als auch der
Dienstleistungssektor waren zuletzt schwächer (siehe Grafik). Auch die
globalen Einkaufsmanager-Indizes von Markit waren im September negativ,
und der Durchschnitt des dritten Quartals lag nur mit nur noch 50
Punkten mehr als 2 Punkte unter dem Durchschnitt des zweiten Quartals.
Die deutsche Wirtschaft wird sich in einer technischen Rezession
befinden, und es wird sich die Frage nach dem Beginn eines
Aufwärtstrends stellen. Wir erwarten jedoch keine schnelle Erholung.
Auch wenn die ZEW-Umfrage unter Finanzanalysten wohl weniger negativ
ausfallen wird als noch im Oktober, erwarten wir auch von diesem Daten
keine Anzeichen für eine schnelle Erholung.“

Germany - Industrial Production and GDP
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