Trump hat doch nicht geblufft

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Die USA haben die Zölle auf Exporte von 200 Milliarden US-Dollar aus China von 10 auf 25 Prozent angehoben. China ist bereit, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.

Der
Handelskrieg nach dem Motto „Wie Du mir, so ich Dir“ ist wieder im
Gange und droht, die konjunkturelle Erholung der ersten vier Monate
dieses Jahres rückgängig zu machen. Diese Woche sank der S&P 500 um
2,5 Prozent, der S&P China 500 um 7,6 Prozent, der Bloomberg
Commodity Industrial Metals Index um 2,4 Prozent. Einziger Lichtblick
war Gold, das in der vergangenen Woche um 0,4 Prozent zulegte und seiner
Rolle als Safe-Hafen-Asset gerecht wurde.

Sind
wir an einem Punkt angekommen, von dem es kein Zurück mehr gibt? Nein,
heute wird es einen Tag intensiver Verhandlungen zwischen den USA und
China geben. Aber da die Stimmung durch die höheren Zölle getrübt wurde,
werden die Chancen auf eine Umkehrung des Handelsprotektionismus
geringer. Für einen US-Präsidenten, der seinen Erfolg an der
Börsenperformance misst, ist dies eine besonders schlechte Woche.
Vielleicht wird er seine Haltung mäßigen und Chinas Falken, die ihn
umgeben, mächtig unter Druck setzen, wenn er tatsächlich noch immer die
Aktienmärkte als Maßstab für seine Popularität benutzt. Nach den
heutigen Verhandlungen werden wir etwas mehr Klarheit über den Zeitplan
künftiger Diskussionen erhalten. Da es derzeit keine positiven
Nachrichten gibt, erwarten wir, dass die Konjunkturzyklen weiterhin
einen schwachen Tag haben werden. Defensive Anlagen wie Gold dürften
sich als Reaktion auf diesen Schock gut entwickeln.“