US-Notenbank lässt die Zinsen unverändert

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Der vom Conference Board ermittelte Index zum US-Konsumentenvertrauen gab gegenüber der Vorperiode um 6,0 auf 120,2 Punkte nach. Damit fiel die Eintrübung im Januar deutlich größer aus, als von Experten erwartet (124,6 Punkte). Die schlechtere Stimmung bei den Konsumenten wurde allerdings nicht von den US-Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe geteilt. So kletterte der ISM-Index für die Industrie im Januar entgegen der Markterwartung auf 56,6 Punkte an (Konsens: 54,2 Punkte) und untermauert damit die optimistische Grundstimmung des Gewerbes. Dieses Bild wurde zudem durch die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Januar unterstrichen. Diese konnten mit 304.000 Stellen gegenüber dem Vormonat überraschend deutlich zulegen (Konsens: 165.000 Stellen). Deshalb blieb die Revision der Dezemberzahl um 90.000 Stellen weitestgehend unbeachtet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne bestätigten hingegen die Konsensschätzung und legten auf Jahresbasis um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Neue Daten hatte auch die Eurozone zu vermelden: Die Inflationsrate der Währungsunion sank im Januar erneut und fiel laut Vorabschätzung von 1,6 auf 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Dieser Effekt wurde maßgeblich durch die niedrigeren Energiepreise getrieben. Trotz eines leichten Anstiegs der Kerninflationsrate um 0,1 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieb die Inflationsdynamik deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Europa stand zudem eine Reihe von BIP-Zahlen zur Veröffentlichung bereit. Für die Eurozone ergab sich im vierten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Diese Entwicklung deckte sich mit der Konsensschätzung.

Weniger erfreulich präsentierte sich die BIP-Entwicklung Italiens. Nach einem wiederholt negativen Wachstum von minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Konsens: minus 0,1 Prozent) befindet sich das Land in einer technischen Rezession.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent erholte sich im Vergleich zur Vorwoche und stand bei 62,84 USDollar je Barrel. Der US-Dollar notierte in der vergangenen Handelswoche mit einem Abschlag von 0,61 Prozent zum Euro. Auch der japanische Yen wertete mit 0,34 Prozent im Vergleich zum Euro ab.
In der vergangenen Handelswoche entwickelten sich der US-amerikanische und europäische Aktienmarkt positiv. Einen Verlust mussten hingegen japanische Titel hinnehmen. Innerhalb Europas verzeichnete die Eurozone aus relativer Perspektive eine Underperformance. Die Emerging Markets zeigten erneut eine bessere Performance als die Industrienationen.

Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich Basiskonsum, Öl & Gas und Energie am besten. Schwäche zeigten dagegen Kommunikations-Dienstleistung, Finanzen sowie IT. In den USA zeigten die Sektoren Energie, Basiskonsum und Industrie eine Outperformance, während die Segmente Grundstoffe, Finanzen und zyklischer Konsum zu den größten Verlierern gehörten. Sowohl in den USA als auch in Europa entwickelten sich Large Caps besser als die Nebenwerte. Hinsichtlich „Value“ und „Growth“ entwickelten sich in den USA und in Europa „Growth“Titel besser.

Im Rentenbereich setzte sich die positive Wertentwicklung weitestgehend fort. Überzeugen konnten dabei wiederholt Hochzinsanleihen. Unternehmensanleihen mit IG-Rating lagen ebenfalls deutlich im Plus. Minimale Wertverluste mussten hingegen Euro-Staatsanleihen sowie Anleihen mit kurzer Duration verkraften.

In der vergangenen Handelswoche konnten alle Portfolios zulegen. Die Engagements bei den Hochzinsund Unternehmensanleihen zeigten dabei relative Stärke. Auf der Aktienseite erwies sich die Untergewichtung Europas als Vorteil, das Übergewicht der USA konnte ebenfalls einen positiven Beitrag leisten. Mit Blick auf die Sektoren sorgte die Übergewichtung des Gesundheitssektors für positive Effekte, während das Exposure zum IT-Sektor hinter den Erwartungen blieb.

In der vergangenen Handelswoche konnte das PWM Portfolio um etwa 34 Basispunkte zulegen. Dabei gehörte die Goldposition HANSAgold (+2,85%) und der globale Aktienfonds MS INVF Global Opportunity (+2,09%) zu den größten Gewinnern im Portfolio. Auch im Gesundheitssektor konnte der Variopartner SICAV – Ph/wHlth (+1,72%) einen deutlichen Mehrwert liefern. Schwächer schnitten hingegen der dynamisch gemanagte JPM Global Macro Opps (-0,55%) und der flexible Aktienfonds Jupiter Global Abs Ret (-0,53%) ab. Als negativer Ausreißer erwies sich der Comgest Growth Europe Opps (-3,85%), der mit seiner Top-Position Wirecard in der vergangenen Woche herbe Verluste erlitten hat.