US-Rezessionsängste sind übertrieben

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Richard Woolnough, Manager des M&G Optimal Income Fund, erklärt, warum er eine baldige Rezession in den USA für nicht wahrscheinlich hält.

Die Sorge um einen möglichen Rückgang des US-Wirtschaftswachstums dämpft aktuell die Stimmung der Anleger. Führende Wirtschaftsindikatoren lassen zwar darauf schließen, dass eine Rezession in naher Zukunft nicht zu erwarten ist. So stieg der Conference Board Leading Economic Index (LEI) für die USA im Februar das erste Mal seit fünf Monaten. Trotzdem hat der amerikanische Bondmarkt dieses negative Szenario bereits eingepreist.

Richard Woolnough, Manager des M&G (Lux) Optimal Income Fund,
erklärt, warum er eine baldige Rezession für nicht wahrscheinlich hält:

„Wir sehen die wirtschaftliche Lage der USA relativ entspannt: Wenn
die US-Wirtschaft in Ordnung ist, dann gibt es tendenziell auch weniger
Kreditausfälle und das hat wiederum positive Auswirkungen auf
Unternehmensanleihen. Außerdem ist der Arbeitsmarkt stark. Das ist kein
Szenario für eine Rezession. In diesem Punkt sind wir anderer Meinung
als die US-Notenbank Fed und andere Marktteilnehmer, die sich eine
Zinssenkung vorstellen können, um einem drohenden Abschwung vorzubeugen.
Vor
diesem Hintergrund sind für uns Corporate Bonds im Moment attraktiver
als Staatsanleihen. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Wir erwarten, dass
das Angebot an Unternehmensanleihen zurückgehen wird, weil gerade eine
starke Phase von M&A-Deals zu Ende geht. Dagegen wird das Angebot an
US-Treasuries immer größer. Das liegt auch daran, dass der US-Präsident
ein großes Haushaltsdefizit fährt, um die Infrastruktur zu verbessern.
Zumindest kurzfristig wird sich die Lücke zwischen einem geringen
Angebot an Unternehmensanleihen und einem wachsenden Angebot an
US-Staatsanleihen verengen. Bei dieser Angebotsdynamik sollte man
Unternehmensanleihen bevorzugen. Wir haben zurzeit mehr als 50 Prozent
in Investment-Grade-Unternehmensanleihen und um die 20 Prozent in
Staatstiteln angelegt.“