WisdomTree: Chart der Woche – Rohöl-Spread WTI Dubai

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Die Produktion von Schweröl ist im Zuge der angebotssteuernden Politik der OPEC und Kanadas sowie wegen des Produktionseinbruchs in Venezuela zurückgegangen.

Von Nitesh Shah, Director Research und Rohstoffexperte beim auf ETPs spezialisierten Vermögensverwalter WisdomTree

“Neue
Vorschriften in Bezug auf den Schwefelgehalt in Bunker- bzw.
Schiffskraftstoffen, die von der Internationalen Maritime Organisation
(IMO) erlassen wurden und ab Anfang 2020 gelten,  dürften die Nachfrage
nach schwefelarmen, leichten Rohölen wie den West Texas Intermediate
(WTI) auf Kosten des schwefelreichen und schweren Rohöls erhöhen.
Schwefelarme Rohöle erfordern eine weniger aufwändige Raffination, um
sie zu Endprodukten zu verarbeiten, die den neuen Regularien
entsprechen.

„Infolgedessen
sehen wir einen begrenzten Preisabschlag bei WTI-Rohöl im Verhältnis
zum schwefelreicheren Dubai. Zwischen 2016 und 2018 weitete sich der
Abschlag aus, da es bei Schweröl zu Lieferengpässen kam, während
leichtere Öle reichlich vorhanden waren. Die Produktion von Schweröl ist
im Zuge der angebotssteuernden Politik der OPEC und Kanadas sowie wegen
des Produktionseinbruchs in Venezuela zurückgegangen. Unterdessen hat
der Anstieg der Schieferöl-Förderung in den USA das Angebot an
leichteren Rohölen weltweit erhöht. Da wir uns der Umsetzung der IMO
Anfang 20201 nähern, ist es wahrscheinlich, dass die
Nachfrage nach leichterem und schwefelarmem Rohöl steigt und damit die
Preisdifferenz zwischen WTI und Dubai im Jahr 2019 sinken wird.”

1Die
Internationale Maritime Organisation wird den Schwefelgehalt aller
Schiffskraftstoffe ab 2020 auf 0,5 Prozent begrenzen, mit Ausnahme von
Kraftstoffen, die in Regionen verbrannt werden, die bereits an
niedrigeren Schwefelgrenzwerten liegen.

WTI Dubai Spread
WTI Dubai Spread
WTI Dubai Spread