Zeit für US-Titel, in die zweite Reihe zurückzutreten?

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Über weite Strecken des nun schon lange anhaltenden Bullenmarktes haben Anleger weltweit US-Aktien den Vorzug gegeben. Deren Pendants aus Europa behandelten sie dagegen geradezu stiefmütterlich, meinen die Experten von Janus Henderson Investors.

In diesem Beitrag beleuchtet #Portfoliomanager Nick Sheridan die Werthaltigkeit von Aktien aus dem alten Kontinent in dem weiter voranschreitenden Jahr 2019.

Dabei geht er auch auf das kontrastreiche Umfeld mit weltweit
wachsenden Handelsspannungen einerseits und weiteren Maßnahmen zum
Ankurbeln der europäischen Wirtschaft andererseits ein.

Zu
Beginn des Jahres hatten die meisten Marktbeobachter mit einem
Zinsanstieg in Amerika und dem Abschöpfen von Liquidität durch die
US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gerechnet, dem sich aller
Wahrscheinlichkeit nach auch die Europäische Zentralbank (EZB)
anschließen würde. Aber schon im Januar dämpfte die Fed die
Zinserwartungen. Vor allem aber nahm sie Abstand vom Automatismus bei
ihrer quantitativen Straffung, also der kontinuierlichen Reduzierung
ihrer nach der globalen Finanzkrise angehäuften riesigen Bilanzsumme.

Die Erwartung, dass dem Finanzsystem automatisch Liquidität in Höhe von
400 Milliarden Dollar entzogen würde, war damit Geschichte. Auch wenn
sich die Wirkung schwer quantifizieren lässt, dürften die meisten
Kommentatoren zustimmen, dass eine lockere Geldpolitik die Aktienmärkte
ankurbelt, ein Anziehen der Zinszügel jedoch das Gegenteil bewirkt.

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